Thailand überprüft 60-Tage-Regel

Regierung zieht Kürzung des visumfreien Aufenthalts auf 30 Tage in Betracht

Thailand prüft eine mögliche Verkürzung der visafreien Aufenthaltsdauer von derzeit 60 auf 30 Tage. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken und Kritik aus der Tourismusbranche. Bild: Airports of Thailand (AOT)
Thailand prüft eine mögliche Verkürzung der visafreien Aufenthaltsdauer von derzeit 60 auf 30 Tage. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken und Kritik aus der Tourismusbranche. Bild: Airports of Thailand (AOT)

BANGKOK: Die thailändische Übergangsregierung prüft eine mögliche Verkürzung der derzeitigen visafreien Aufenthaltsdauer von 60 Tagen. Hintergrund sind laut Außenminister Sihasak Phuangketkeow zahlreiche Beschwerden, wonach einige Ausländer die Regelung missbrauchen, um illegalen Aktivitäten nachzugehen oder lokale Bewohner auszunutzen.

Der Minister äußerte sich dazu am Mittwoch (18. Februar 2026) während eines Besuchs auf Phuket, wo Vertreter der Tourismusbranche besonders deutlich auf problematische Auswirkungen des Systems hingewiesen hatten.

Kritik an 3-Millionen-Baht-Investmentregel

Auch die bereits geltende Mindestinvestition von drei Millionen Baht in Immobilien für bestimmte Langzeitvisa sorgt in Phuket für Kritik. Branchenvertreter argumentieren, dass der Betrag zu niedrig sei und Besucher anziehen könne, die nicht den gewünschten Qualitätsansprüchen entsprechen. Gleichzeitig werde befürchtet, dass steigende Nachfrage die Immobilienpreise in die Höhe treibe und Wohnraum für Einheimische verteuere.

Dauer der visumfreien Einreise wird überprüft

Nach Angaben von Sihasak bereitet die Regierung eine Überprüfung der bestehenden Visamaßnahmen vor, insbesondere der visafreien Einreise. Das Programm gilt seit Mitte 2024 und erlaubt Staatsangehörigen aus 93 Ländern einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen. Es wurde ursprünglich unter der damaligen Regierung von Premierminister Srettha Thavisin eingeführt, um den Tourismussektor anzukurbeln. Nach Einschätzung des Außenministers könnte die aktuelle Dauer zu lang sein, da die meisten Besucher im Durchschnitt nur zwischen 15 und 30 Tagen im Land bleiben.

Balance zwischen Tourismus und Sicherheit

Vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über grenzüberschreitende Kriminalität betonte der Minister, dass mögliche Anpassungen stets von umfassenden Sicherheitsmaßnahmen begleitet werden müssten, um eine missbräuchliche Nutzung Thailands als Ausgangspunkt für illegale Aktivitäten zu verhindern. Ziel sei es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Förderung des Tourismus und der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit zu schaffen.

Übergangsregierung kann Visa-Regeln anpassen

Nach Angaben des Ministeriums für Tourismus und Sport hatten Branchenvertreter bereits im vergangenen Jahr eine Änderung der Regeln vorgeschlagen. Das Ministerium vertritt die Auffassung, dass eine Verkürzung der Aufenthaltsdauer den Tourismus nicht beeinträchtigen würde. Die derzeitige Übergangsregierung unter Premierminister Anutin Charnvirakul von der Bhumjaithai-Partei, die die Wahl am 8. Februar 2026 gewonnen hat, kann eine entsprechende Anpassung beschließen, da eine neue Regierung bislang noch nicht gebildet wurde.

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Charly Otto 24.02.26 14:18
Immer wieder
Immer wieder kritisiert Phuket expliziet diese 60 Tage Regelung.
wieso fällt das eigentlich keinem auf?
Michel Maillet 22.02.26 15:28
@Knöpfel
Gern geschehen! Sehr aktuell ist die webseite visaindex. Oben Reissepassranking anklicken. Dort kann man leicht nach dem Pass suchen und das Zielland. Sonst bleibt als zuverlässigste Quelle immer die Seiten der jeweiligen Auslandsbehörden.
Tatsächlich benötigen Österreicher ein eVisa. Das liegt an bilateralen Vereinbarungen bzw. das Fehlen ebensolcher. Luxemburger zb. haben noch bis vor einem Jahr ebenfalls ein eVisum benötigt, aktuell nicht mehr.
Roman Knöpfel 21.02.26 17:20
@ Michel
Die Visa Freie Einreise wird aber nirgends vermerkt! Österreich braucht z.B. ein Visum, wieso?
Gerne entschuldige ich mich auch, dass ich nicht lange genug nach den Einreisebestimmungen gesucht habe, sondern die Angaben von Vietnam Immi dot org als Standart angenommen habe. Nur gegen Beleidigungen von einem Foristen verwahre ich mich. Aber herzlichen Dank Michel für die Aufklärung.
Michel Maillet 21.02.26 16:10
@Knöpfel
Was Sie da gelesen haben sind die Kosten für Visa die Bürger aus Staaten beantragen müssen, welche zur Einreise zwingend ein Visum benötigen. Tatsächlich trifft das unter anderem auf Deutsche und Schweizer nicht zu. Die können bis zu 45 Tage nach Vietnam visabefreit einreisen. Achten Sie beim öffnen einer webseite ob die Informationen nicht veraltet sind.
Norbert Schettler 21.02.26 14:20
@Helmut Fritz
Vor 7 Tagen erschien hier ein Podcast von Fabbro/Payer zum Thema "Thailand vs. Vietnam". Da wurden einige Fragen beantwortet (durch einen dort lebenden Deutschen), u.a. auch zur Einreise und Visum. Schauen und hören Sie da mal rein.
Ansonsten wünsche ich jedem, der von Thailand (aus welchen Gründen auch immer) nach Vietnam übersiedeln will, viel Erfolg.
Jan-Andreas Fincke 21.02.26 12:53
@Roman Knöpfel,

Ja, meine Frau ist Thai Nation, wir reisen zusammen ein. Heute hat das Konsulat den Status auf Genehmigung ausstehend geändert. Vielleicht kommt das Visum ja nächste Woche...allerdings habe ich sicherheitshalber nun die Reise durch geänderten Rückflug auf 60 Tage Aufenthalt verkürzt. Meine Reiseversicherung hätte auch die geplanten 70 Tage abgedeckt.

Ich bin nicht ganz der Qualitätstourist, von dem Thailand träumt, aber insgesamt werden es durch die OP THB 400.000 bis 500.000 für diesen Aufenthalt sein. Das Geld liegt in Thailand auf dem Konto, das Statement war dem Visa Antrag beigefügt.

Vielleicht hat nicht jedes Komitee den perfekten Überblick, was dieses Hü & Hott an praktischen Auswirkung für Reisepläne hat.
Roman Knöpfel 21.02.26 07:00
@Jan-Andreas Fincke
Na dann wünsche ich alles Gute für die Reise und die OP Deiner Frau!
Jan-Andreas Fincke 21.02.26 00:50
@Roman Knöpfel, Nachtrag.
Es wurde gerade genehmigt.
Roman Knöpfel 20.02.26 15:40
Vietnam Visa
Leber Helmut Fritz gibt es für 30 Tage! Einfach meckern " Vietnam ist easy" dann geh ich nach Vietnam! Dann geht doch, da kommt ihr ohne Visa nicht mal rein! In Thailand könnt ihr ohne Visa einreisen! Sorry, aber Blödsinn verbreiten, macht wohl Spass.
Roman Knöpfel 20.02.26 15:40
@ Jan-Andreas
Auch in Thailand mahlen die Mühlen der Gesetzgeber langsam. Wenn jetzt etwas im Parlament besprochen wird, dauert es bis es in Kraft tritt. Und wenn Du einen bestätigten OP Termin Deiner Frau (Thai?) hast ist es eh kein Problem. Ich würde einfach mal kurz mit der Botschaft telefonieren und die werden Dir bestimmt weiterhelfen.
Meier jun. Ernst 20.02.26 15:12
Visa
Ich hoffe nicht dass alles schon wieder geändert wird. Wegen einiger Verfehlungen müssen wieder Alle bestraft werden. Thailand sagt es werde sich nicht bemerkbar machen ob 30 oder 60 Tage . Ich sage doch wird es. Denn will ich 35 oder etwas mehr Tage bleiben was z.b bei mir öfter ist brauche ich ein visa bevor ich einen Flug buchen kann.... das wäre doch Hirnlos. Oder hätte ich andere Möglichkeiten? Kann ich Flug buchen für 45 Tage und geh dann einfach das Visa verlängern.....
Thailand geht immer die falschen Wege darum geht der Tourismus auch wieder markant zurück wie man gerade vor Tagen wieder lesen konnte.
Meier jun. Ernst 20.02.26 15:11
Visa bearbeiten
Es würde 1000x mehr Sinn machen endlich mal das Papier gekrizel im Migrationsamt aufzulösen..... und mit anständiger Technik anfangen zu Arbeiten.
Wir melden uns an über Computer, bekommen einen Quere Code... man weiß wan ein oder Ausreise ist. Macht jemand Verlängerung müsste das wieder über einen neuen Code gemacht werden. Ausreise .... Quere Code abschießen und weg ist die Person. Simpel einfach und alles im Griff
Helmut Fritz 20.02.26 15:10
Ein Neffe von mir, der seinen Urlaub immer bis auf den letzten Tag hier in Thailand verbringen will, also immer über 30 Tage, kann sich noch gut an die mühseligen Verlängerungen bei der Immigration vor 2024 erinnern. Er sagt völlig zu Recht, wenn "die" jetzt wieder anfangen wollen, mich zu frotzeln, dann gehe ich definitiv nach Vietnam oder Sri Lanka. Er fragt - ebenfalls zu Recht - von wie vielen "Kriminellen" reden wir da, die genau wegen der 60-tägigen Visafreiheit nach Thailand kommen? Von 5 oder doch sagenhaften 50? Und dafür sollen wieder tausende zur Immi? Na, wenn das der Plan ist......
Juergen Dieter 20.02.26 15:10
ÄNDERUNG AUF 30 Tage
Bin am 11.02. eingereist, Visafrei fűr 60 Tage bis zum 10. APRIL. Bestätigter Rűckflug am 07. MAI, da ich von einer Verlängerung um 30 Tage bei der Immigration in Bangkok ausgegangen bin fűr 1900 Bath wie bisher. Kann mir jetzt passieren das diese Verlängerung um 30 Tage abgelehnt wird wenn sich die Visafreie Einreise auf 30 Tage nachträglich reduziert. Was mache ich dann mit meinem Rűckflug am 07.05?
Michel Maillet 20.02.26 13:30
@Jan
Stimme zu, es geht ja nicht darum dass man keine Verlängerung beantragen könnte! Nur, bei 30 Tagen muss man das Rück oder Weiterflugticket haben und erstmal eine Verlängerung im Inland beantragen sowie kurzfristig einen neuen Rückflug buchen. Schade dass die Regeln hier dauernd ändern.
Jan-Andreas Fincke 19.02.26 17:30
Für mich wäre etwas unpraktisch, zumindest diesmal. Beim kommenden Besuch ist auch eine beidseitige Katarakt OP meiner Frau geplant. Sie soll wenn, auch gleich vernünftig mulifocale Linsen erhalten. 30 Tage wären dafür etwas zu kurz.

Klar, in der Theorie kann man dafür auch ein Visum beantragen. Praktisch kommt das eine oder andere Konsulat mit der Bearbeitung nicht mehr wirklich hinterher. Ich denke, die Dokumenten Prüfung wird nicht vor der Einreise abgeschlossenen sein, eine Woche wäre ja noch Zeit.

Sollte die Änderung der visafreien Aufenthaltdauer zu kurzfristig kommen, ich habe keine Lust, erst umständlich zu tricksen. Die Behandlung wird dann eine deutsche Klinik übernehmen. Ich bin im Moment von dem Hickhack nur noch genervt.
Jomtien Franky 19.02.26 16:50
Was kann man...
....in 30 Tagen nicht schaffen, was man auch in 60 Tagen schaffen kann? Wenn man böse Absichten hat, reicht auch ne Woche, also ist das mal wieder unnötiger Aktionismus....
Andreas Liliendam 19.02.26 16:20
@T.Sylten
Ich bin genau ihrer Meinung. In jeder Hinsicht.
Kriminelle reisen mit 30 Tagen, 60 Tagen oder ohne Visum ein. Und wenn dann mal ein Zufallstreffer mit 2800 Tagen Overstay gelandet wird, feiert man sich hier, als wäre alles in Ordnung.
Die Äußerungen des PM in Richtung Europäer oder Australier zu Beginn der C19 Pandemie hab ich auch nicht vergessen...
Mit einer Verkürzung der 60 Tage Regel kommt man im Übrigen wieder an dem Punkt an, weswegen man 60 Tage genehmigt hat, nämlich daß die Tourizahlen stagnieren oder rückläufig sind. Und Thailand hat ja auch keine Konkurenz aus Vietnam, Kamboscha und Malaysia zu fürchten :-)). VG, AL
Ingo Kerp 19.02.26 14:10
Ob 30 oder 60 Tage Visum, das interessiert jemanden der mit bösen Absichten nach Thailand kommt nicht die Bohne. Bekanntlich fällt man in Thailand nur per Zufall auf, da es keine Kontrolle seitens der Immigration gibt wann die Dauer eines Visums abgelaufen ist, geschweige denn, ob jemand die 90 Tage Meldung einhält. Immer wieder tauchen lediglich Zufallsfunde auf, wo ein Overstay von Jahren festgestellt wird. Wie wäre es, wenn man das Computersystem so einstellt, das eine Alarmmeldung kommt, wenn jemand sich nicht gemeldet hat. Technisch mehr als einfach einzurichten.
Thomas Sylten 19.02.26 13:40
Natürlich fällt es bei einer Durchschnittsverweildauer von 15 bis 30 Tagen wenig ins Gewicht, die visafreie Genehmigung von 60 auf 30 Tage zu verkürzen. Es sei denn, man beabsichtige eigentlich eine Erhöhung dieses Durchschnittswerts - was ja bei jeder Gelegenheit behauptet wird. Dann passt diese Maßnahme nicht ins Bild, weil kontraproduktiv.

Wenn es hingegen darum geht, Organisierte Kriminalität in den Griff zu kriegen, hilft aber kein Schrauben an Einreisebedingungen für Touristen - denn im Gegensatz zu Touristen schert sich OK eh nicht um solche Bedingungen. Man wird also nur eigentlich willige Touristen von längeren Aufenthalten abhalten, aber keinen Kriminellen.

Das macht also nur Sinn, wenn man in Wahrheit ganz allgemein eine Einstellung zu Ausländern hat, wie der amtierende Premier sie ja schon gelegentlich hat durchscheinen lassen. OK dient da höchstens der eleganteren Begründung, hält aber keinem Faktencheck stand.

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