BANGKOK: Das thailändische Ministerium für Tourismus und Sport sieht durch die geplante Verkürzung visafreier Aufenthalte von derzeit 60 auf künftig 30 Tage keine negativen Auswirkungen auf den Tourismus.
Nach Angaben von Natthriya Thaweevong, ständige Staatssekretärin des Ministeriums, plane ein vom Premierminister eingesetzter Ausschuss eine Überarbeitung der bestehenden Visaregelungen, darunter auch das seit Mitte 2024 geltende Programm für visafreie Einreisen aus 93 Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Touristen bleiben meist unter 30 Tagen
Das Ministerium habe den Ausschuss mit entsprechenden Studien unterstützt und stimme einer Reduzierung der Aufenthaltsdauer grundsätzlich zu. Ziel sei es, bestehende Schlupflöcher zu schließen, die von ausländischen Straftätern oder Personen mit illegalen Absichten ausgenutzt werden könnten. Zugleich betonte Natthriya, dass sich die Maßnahme voraussichtlich nicht auf die Besucherzahlen auswirken werde, da sich ausländische Touristen im Durchschnitt höchstens rund 21 Tage in Thailand aufhalten. Wer länger als 30 Tage bleiben wolle, könne wie bisher eine Verlängerung beantragen.
Visa-Debatte wegen krimineller Aktivitäten
Nach ihren Angaben verfügt die geschäftsführende Regierung über die Befugnis, die Änderung zu beschließen, da nach der Wahl noch keine neue Regierung gebildet wurde. Die visafreie Regelung mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von 60 Tagen war erst Mitte 2024 eingeführt worden. Branchenvertreter hatten bereits im vergangenen Jahr eine Anpassung gefordert, um kriminelle Aktivitäten einzudämmen und das Sicherheitsimage des Tourismussektors zu stärken.