Botschaft entschuldigt sich nach BTS-Eklat

Botschaft und Jugendliche bitten um Entschuldigung

Die italienische Botschaft in Bangkok entschuldigte sich nach dem BTS-Zwischenfall bei der thailändischen Bevölkerung und verurteilte das Verhalten der beteiligten Jugendlichen. Foto: Italienische Botschaft Bangkok
Die italienische Botschaft in Bangkok entschuldigte sich nach dem BTS-Zwischenfall bei der thailändischen Bevölkerung und verurteilte das Verhalten der beteiligten Jugendlichen. Foto: Italienische Botschaft Bangkok

BANGKOK: Nach einem aufsehenerregenden Streit zwischen einer Thailänderin und einer Gruppe italienischer Jugendlicher in einem BTS-Skytrain hat sich die italienische Botschaft in Bangkok öffentlich bei der thailändischen Bevölkerung entschuldigt und das Verhalten der beteiligten Touristen scharf verurteilt.

Die Botschaft veröffentlichte am Samstag (25. Juli 2026) eine Erklärung auf Italienisch, Englisch und Thai auf ihrer Facebook-Seite. Anlass war ein in den sozialen Medien vielfach geteiltes Video, das am Freitag (24. Juli 2026) entstanden war und eine Auseinandersetzung zwischen einer thailändischen Pendlerin und mehreren italienischen Jugendlichen in einem Zug des BTS Skytrain zeigt.

Wortgefecht im Skytrain eskaliert

In dem Video fordert die Frau die Jugendlichen auf, ihr lautes Reden und Rufen einzustellen. Sie erklärt, ein solches Verhalten sei in Thailand unangebracht und erkundigt sich nach ihrer Herkunft. Die Situation eskalierte daraufhin. Beide Seiten beleidigten sich gegenseitig und zeigten obszöne Gesten. Einer der Jugendlichen sagte dabei: „Entschuldigung, dass wir Geld in euer Land bringen.“

In ihrer Stellungnahme erklärte die italienische Botschaft, dass sie den Vorfall zutiefst bedauere und das unangemessene Verhalten der Gruppe ausdrücklich verurteile. Bei den Beteiligten handele es sich um minderjährige italienische Touristen, die im Rahmen einer schulischen Bildungsreise nach Thailand gereist seien.

Botschaft betont gemeinsame Werte

Die Botschaft entschuldigte sich bei der thailändischen Bevölkerung sowie bei allen von dem Vorfall Betroffenen. Zugleich betonte sie, dass Respekt, Höflichkeit und ein harmonisches Zusammenleben sowohl in Thailand als auch in Italien zentrale gesellschaftliche Werte seien. Das Verhalten der Jugendlichen repräsentiere weder die italienische Bevölkerung noch die langjährige Freundschaft und den gegenseitigen Respekt zwischen Italien und Thailand.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls hinterließen zahlreiche verärgerte thailändische Nutzer Kommentare auf der Facebook-Seite der Botschaft. Unter einem thematisch nicht mit dem Vorfall verbundenen Beitrag gingen Berichten zufolge mehr als 10.000 Kommentare ein, bevor die Botschaft die Kommentarfunktion deaktivierte. Einige Nutzer richteten ihre Kritik anschließend auch an die Social-Media-Konten der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Vier Jugendliche entschuldigen sich

Später veröffentlichte die Botschaft ein weiteres Video, in dem sich vier italienische Jugendliche, darunter einer der im ursprünglichen Video zu sehenden Beteiligten, direkt an die thailändische Bevölkerung wandten. Darin entschuldigten sie sich für ihr Verhalten und baten um Vergebung. Einer der Jugendlichen erklärte, dass das Verhalten in der BTS falsch gewesen sei und er sein Auftreten aufrichtig bedaure.

Bereits zuvor hatte auch der italienische Reiseveranstalter TravellingFox eine Entschuldigung veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens nahm die Gruppe im Rahmen einer Studienreise an einem kulturellen Austauschprogramm teil. Ziel der Reise sei es gewesen, eine neue Kultur kennenzulernen, internationale Erfahrungen zu sammeln sowie Respekt und Offenheit gegenüber dem Gastland zu fördern.

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