BANGKOK: Die thailändische King-Power-Gruppe erwägt Medienberichten zufolge den Verkauf des englischen Fußballclubs Leicester City. Wie die Lokalzeitung „Leicester Mercury“ sowie die „Financial Times“ berichten, sollen anhaltende sportliche und finanzielle Probleme die Eigentümer dazu veranlasst haben, mögliche Verkaufsoptionen auszuloten.
King Power ist seit 15 Jahren Eigentümer des Vereins. Unter der Führung des 2018 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommenen Vorsitzenden Vichai Srivaddhanaprabha schrieb Leicester 2016 Fußballgeschichte, als der Club überraschend die englische Premier League gewann. In der darauffolgenden Saison erreichte die Mannschaft zudem das Viertelfinale der UEFA Champions League.
Aiyawatt führt den Club zum FA-Cup
Nach dem Tod Vichais übernahm dessen Sohn Aiyawatt Srivaddhanaprabha die Leitung des Clubs. Leicester feierte zunächst weitere Erfolge, belegte in der Saison 2020/21 den fünften Platz in der Premier League und gewann den FA Cup.
In den folgenden Jahren geriet der Verein jedoch zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Auch die Corona-Pandemie belastete das Kerngeschäft der King-Power-Gruppe. Sportlich begann ebenfalls der Niedergang: Nach dem Abstieg aus der Premier League im Jahr 2023 gelang zwar der direkte Wiederaufstieg, anschließend folgten jedoch zwei weitere Abstiege in Folge. Leicester spielt inzwischen in der League One, der dritthöchsten englischen Spielklasse.
Millionenverlust belastet den Club
Zusätzliche Belastungen sollen durch den Umzug in das neue Trainingszentrum in Seagrave sowie die rückläufigen sportlichen Ergebnisse entstanden sein. Medienberichten zufolge verzeichnete der Club in der Premier-League-Saison 2024/25 einen Verlust von 71,1 Millionen Pfund.
Nach Angaben der „Financial Times“ hat King Power die Investmentbank Citigroup damit beauftragt, potenzielle Käufer zu sondieren. Der Prozess befinde sich jedoch noch in einem frühen Prüfungsstadium und bedeute nicht zwangsläufig, dass der Verein tatsächlich verkauft werde.
Eine offizielle Stellungnahme von Leicester City zu den Berichten liegt bislang nicht vor.