Nominee-Netzwerk für Luxusvillen zerschlagen

33 Häuser im Wert von 1,3 Milliarden Baht beschlagnahmt

Die Ermittlungsbehörden informierten auf einer Pressekonferenz über die Zerschlagung eines mutmaßlichen Nominee-Netzwerks und die Sicherstellung von Luxusimmobilien. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)
Die Ermittlungsbehörden informierten auf einer Pressekonferenz über die Zerschlagung eines mutmaßlichen Nominee-Netzwerks und die Sicherstellung von Luxusimmobilien. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)

BANGKOK: Die thailändische Polizei hat ein mutmaßliches Nominee-Netzwerk aufgedeckt, über das ein chinesischer Staatsangehöriger mithilfe thailändischer Strohleute Luxusimmobilien in Bangkok erworben haben soll. Auslöser der Ermittlungen waren Beschwerden thailändischer Anwohner einer exklusiven Wohnanlage über das Verhalten chinesischer Bewohner, die wiederholt für Ärger in der Nachbarschaft gesorgt haben sollen.

Ermittler durchsuchten am Dienstag (21. Juli 2026) zahlreiche Objekte, darunter Luxusvillen an der Pattanakan Road und Krungthep Kreetha Road, erklärte Pol Lt Gen Nathasak Chaonasai, Leiter des Central Investigation Bureau (CIB). Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Chinese Hao Deng, der nach Angaben der Polizei weiterhin flüchtig ist.

Hao Deng finanzierte 33 Luxusvillen

Den Ermittlungen zufolge soll Hao Deng zwei Thailänderinnen – Piyanoot und deren Mutter Sakhon – als Anteilseignerinnen und Geschäftsführerinnen von insgesamt 33 Unternehmen eingesetzt haben. Diese Firmen erwarben 33 Luxusimmobilien im Gesamtwert von rund 1,3 Milliarden Baht. Nach Angaben der Polizei stammte das Kapital für die Käufe von Hao Deng.

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Geschäftsunterlagen, Aktenordner und Dokumente als Beweismittel sicher. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Geschäftsunterlagen, Aktenordner und Dokumente als Beweismittel sicher. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)

Beamte der Economic Crime Suppression Division (ECD) beschlagnahmten die Häuser und stellten unter anderem 15 Reisepässe, 24 Dokumentensätze zu den verdächtigen Unternehmen sowie sechs Firmenstempel sicher.

Nominee-Firmen umgingen Grundstücksrecht

Neben Reisepässen beschlagnahmten die Ermittler Bargeld, elektronische Geräte und weitere Beweismittel aus den durchsuchten Objekten. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)
Neben Reisepässen beschlagnahmten die Ermittler Bargeld, elektronische Geräte und weitere Beweismittel aus den durchsuchten Objekten. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)

Nach Angaben von Pol Maj Gen Thatphum Jaruprat, dem Leiter der ECD, wurden die Unternehmen gegründet, um die gesetzlichen Beschränkungen für ausländischen Grundbesitz zu umgehen. Die Gesellschaften kauften die Immobilien und verkauften sie anschließend an chinesische Vermittlungsfirmen oder vermieteten sie an chinesische Mieter.

Vordatierte Dokumente entdeckt

Sichergestellt wurden außerdem Mobiltelefone, Bankunterlagen und weitere Gegenstände, die für die laufenden Ermittlungen von Bedeutung sind. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)
Sichergestellt wurden außerdem Mobiltelefone, Bankunterlagen und weitere Gegenstände, die für die laufenden Ermittlungen von Bedeutung sind. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)

Die Ermittler fanden zudem bereits im Voraus unterzeichnete Dokumente zur Übertragung von Unternehmensanteilen. Auch die beiden thailändischen Beschuldigten müssen sich deshalb strafrechtlich verantworten. Die Ermittlungen gegen weitere Beteiligte dauern an.

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