BANGKOK: Vizepremier und Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn hat eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Verlagerung des Frachtbetriebs des Bangkok Port im Stadtteil Khlong Toei zum Tiefseehafen Laem Chabang in der Provinz Chonburi angeordnet.
Ziel der Regierung sei es, Thailands Häfen zu modernen, umweltfreundlichen Logistikdrehscheiben auszubauen und damit Handel, Investitionen, Tourismus sowie nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu stärken.
Verlagerung wird rechtlich geprüft
Bei einem Besuch der Port Authority of Thailand (PAT) erklärte Phiphat, dass das Verkehrsministerium frühere Kabinettsbeschlüsse im Zusammenhang mit dem Hafen Laem Chabang überprüfen werde. Dabei solle geklärt werden, ob eine Konzentration des kommerziellen Güterumschlags in Laem Chabang bereits rechtlich gedeckt sei. Falls keine entsprechende Grundlage existiere, solle der Vorschlag zunächst dem Kabinett und anschließend Premierminister Anutin Charnvirakul zur politischen Beratung vorgelegt werden.
Nach den Plänen würde der Frachtbetrieb im Bangkok Port vollständig nach Laem Chabang verlagert. Dadurch könnten im Gebiet Khlong Toei rund 500 bis 600 Rai für eine neue Nutzung freigemacht werden.
Freizeitviertel statt Containerhafen
Nach den Vorstellungen des Verkehrsministeriums könnte auf dem frei werdenden Areal ein modernes Freizeit- und Tourismusviertel ohne Casino entstehen. Geplant sind unter anderem Kreuzfahrtterminals, touristische Einrichtungen, Gewerbeflächen sowie öffentliche Parkanlagen.
Bestandteil des Vorhabens ist zudem die Verbesserung der Wohnsituation im Stadtteil Khlong Toei. Mehr als 12.600 Haushalte mit rund 40.000 Einwohnern könnten nach Angaben des Ministers von neuen Hochhäusern profitieren, die die bisherigen dicht bebauten Flachbauten ersetzen sollen. Vorgesehen sind außerdem Kindertagesstätten, Modellschulen sowie medizinische Einrichtungen mit hohem Versorgungsstandard.
Masterplan wird überarbeitet
Für die Umsetzung des Projekts müsste der Masterplan der Port Authority of Thailand aus dem Jahr 2019 für das insgesamt 2.353 Rai große Hafengebiet überarbeitet werden. Phiphat betonte, dass eine Neugestaltung nur in enger Abstimmung mit den Anwohnern, dem Verwaltungsrat der Hafenbehörde sowie der Gewerkschaft der Beschäftigten erfolgen werde.