BANGKOK: Die alternde Bevölkerung Thailands verschärft nach Einschätzung des National Savings Fund (NSF) die Herausforderungen bei der Altersvorsorge. Nach Angaben des Fonds sind rund 17,3 Millionen Erwerbstätige im Alter zwischen 46 und 60 Jahren einem hohen Risiko ausgesetzt, im Ruhestand nicht über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen. Grundlage der Einschätzung sind Daten des National Statistical Office sowie eine Studie des Thailand Development Research Institute (TDRI).
Die Altersgruppe der 46- bis 60-Jährigen machte im Jahr 2024 rund 39 Prozent der Erwerbsbevölkerung aus. Etwa 41,6 Prozent von ihnen arbeiten selbstständig oder führen ein eigenes Unternehmen. Sie sind damit weitgehend selbst dafür verantwortlich, in den verbleibenden zehn bis 15 Jahren bis zum Ruhestand ausreichende Rücklagen aufzubauen.
Hohe Kosten bremsen die Vorsorge
Nach Angaben des NSF erschweren steigende Lebenshaltungskosten den Vermögensaufbau. Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben der 46- bis 60-Jährigen beliefen sich 2024 auf 8.362 Baht, bei den 61- bis 70-Jährigen auf 7.603 Baht. Dem gegenüber steht die staatliche Altersbeihilfe, die ab 600 Baht pro Monat beginnt und damit lediglich rund 7,9 Prozent der durchschnittlichen monatlichen Ausgaben abdeckt.
Besonders hoch sind die Lebenshaltungskosten für ältere Menschen, die allein leben. Sie gaben laut NSF durchschnittlich 10.087 Baht pro Monat aus, da Ausgaben für Wohnen, Lebensmittel und Transport nicht mit anderen Haushaltsmitgliedern geteilt werden können.
Ersparnisse reichen oft nur wenige Jahre
Die durchschnittliche monatliche Sparleistung der 46- bis 60-Jährigen lag nach Angaben des Fonds bei 4.416 Baht. Nach Berechnungen des NSF würden diese Ersparnisse bei einem durchschnittlichen Sparbeginn mit 46 Jahren nach dem Renteneintritt lediglich für etwa 6,6 Jahre ausreichen. Wer erst mit 50 Jahren zu sparen beginnt, könnte seinen Lebensunterhalt den Schätzungen zufolge rund 5,1 Jahre finanzieren. Bei einem Sparbeginn mit 55 Jahren würden die Rücklagen durchschnittlich nur noch für etwa 2,8 Jahre reichen.
Der National Savings Fund appellierte insbesondere an Selbstständige, dem freiwilligen staatlichen Altersvorsorgesystem beizutreten, um ihre finanzielle Absicherung im Ruhestand zu verbessern.