BANGKOK: Die thailändische Regierung hat die staatliche Flugsicherungsorganisation Aeronautical Radio of Thailand (Aerothai) angewiesen, die Ermäßigung der Flugsicherungsgebühren um weitere zwei Monate zu verlängern. Mit der Maßnahme sollen die Auswirkungen der anhaltenden Energiekrise auf die Luftfahrtbranche abgefedert werden.
Nach Angaben der stellvertretenden Regierungssprecherin Lalida Persvivatana belasten die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten weiterhin die Energiepreise und den Flugbetrieb. Das Verkehrsministerium habe Aerothai deshalb angewiesen, die Entlastungsmaßnahmen für Fluggesellschaften fortzuführen, um deren Betriebskosten zu senken und ihre Liquidität zu stärken.
Hilfen bis Ende August verlängert
Der Verwaltungsrat von Aerothai habe auf seiner Sitzung am 24. Juni 2026 einer Verlängerung der Hilfsmaßnahmen für die Monate Juli und August zugestimmt.
In diesem Zeitraum erhalten Inlandsflüge weiterhin einen Nachlass von 30 Prozent auf die Flugsicherungsgebühren. Zudem dürfen Fluggesellschaften die Gebühren teilweise später begleichen: 50 Prozent des fälligen Betrags sind zum regulären Zahlungstermin zu entrichten, die verbleibenden 50 Prozent können innerhalb von 30 Tagen nachgezahlt werden.
Weniger Verbrauch im Flugbetrieb
Lalida erklärte, dass die Maßnahmen insbesondere die finanziellen Belastungen durch schwankende Kerosinpreise verringern sollten. Gleichzeitig werde Aerothai das Flugverkehrsmanagement weiter optimieren, um Verspätungen zu reduzieren. Kürzere Flugzeiten und ein geringerer Treibstoffverbrauch sollen den Airlines zusätzliche Einsparungen ermöglichen, ohne die Flugsicherheit zu beeinträchtigen.
Das Fiscal Policy Office (FPO) hatte im April für das Gesamtjahr noch einen durchschnittlichen Preis für Dubai-Rohöl von 91 US-Dollar je Barrel prognostiziert. Tatsächlich lag der Preis für Dubai-Rohöl am 30. Juni 2026 jedoch bei 79,21 US-Dollar je Barrel.