BANGKOK: Thailand gehört nach der aktuellen Rangliste „Best Countries 2026“ des US-Magazins US News & World Report zu den weltweit attraktivsten Standorten für Unternehmensgründungen.
Wie die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Persvivatana mitteilte, belegt das Königreich weltweit Platz 27 und rangiert innerhalb Asiens auf dem siebten Platz. Das Ergebnis entspreche den laufenden Bemühungen der Regierung, die Wirtschaftsstruktur zu modernisieren und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken.
Gute Noten für das Investitionsklima
Darüber hinaus wurde Thailand für seine Offenheit gegenüber Unternehmen und Investitionen hervorgehoben. Die Bewertung basiert unter anderem auf der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der Qualität staatlicher Institutionen, der Infrastruktur, den Geschäftsmöglichkeiten sowie dem allgemeinen Investitionsklima.
Zu den wichtigsten Stärken Thailands zählen nach Angaben der Regierung die leistungsfähige Industrie, die enge Einbindung in regionale Lieferketten, eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie die Bereitschaft, Zukunftsbranchen gezielt zu fördern. Diese Faktoren hätten dazu beigetragen, das Vertrauen internationaler Investoren aufrechtzuerhalten.
OECD-Beitritt bis 2028 als Ziel gesetzt
Lalida erklärte, dass das Ergebnis im Einklang mit der Wirtschaftspolitik der Regierung unter Premierminister Anutin Charnvirakul stehe. Diese ziele darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes durch strukturelle Reformen zu stärken und staatliche Standards an internationale Maßstäbe anzupassen. Ein zentrales Ziel sei zudem der Beitritt Thailands zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bis zum Jahr 2028.
Nach Regierungsangaben soll der OECD-Beitritt als Motor für weitere Reformen dienen. Geplant sind unter anderem Reformen zur Stärkung von Regierungsführung, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit, fairem Wettbewerb sowie der Modernisierung regulatorischer Rahmenbedingungen. Dadurch sollen das Investitionsklima verbessert, das Vertrauen von Unternehmen gestärkt und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Landes erhöht werden.
Reformen sollen Investoren anziehen
Lalida bezeichnete die Platzierung im internationalen Ranking als positives Signal für das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft in den Wirtschaftsstandort Thailand. Die Regierung werde den Abbau bürokratischer Hürden fortsetzen, nationale Standards an die OECD-Anforderungen anpassen, Zukunftsindustrien fördern, hochwertige Arbeitsplätze schaffen und nachhaltiges Wirtschaftswachstum unterstützen.
Der Direktor des Büros für makroökonomische Politik im Fiscal Policy Office, Pisit Puapan, verwies zudem auf die stabile wirtschaftliche Lage des Landes. Die Gesamtinflation habe im Mai bei 2,79 Prozent gelegen, die Kerninflation bei 0,92 Prozent. Die Staatsverschuldung habe Ende April 66,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen und damit weiterhin innerhalb der gesetzlichen Fiskalregeln gelegen. Auch die außenwirtschaftliche Stabilität sei angesichts internationaler Unsicherheiten robust. Die internationalen Währungsreserven beliefen sich Ende Mai auf rund 287,5 Milliarden US-Dollar.