BANGKOK: Am internationalen Flughafen Suvarnabhumi haben thailändische Zollbeamte einen türkischen Staatsangehörigen festgenommen, der versucht haben soll, mehr als zwölf Kilogramm Kokain aus Brasilien nach Thailand einzuschmuggeln. Nach Angaben des Customs Department war der Mann am vergangenen Freitag (26. Juni 2026 ) aus São Paulo am Flughafen eingetroffen.
Bei der Durchsuchung seines Gepäcks entdeckten die Beamten das Kokain, das den Angaben zufolge in Kaffeebeuteln sowie Schokoladenverpackungen versteckt war. Die sichergestellte Drogenmenge wog mehr als zwölf Kilogramm und hat nach Schätzungen der Behörden einen Straßenwert von rund 36 Millionen Baht.
Zoll baut Kontrollen weiter aus
Der Generaldirektor des Customs Department, Phantong Loykulnanta, erklärte, die Festnahme sei Teil der verstärkten Maßnahmen der thailändischen Regierung zur Bekämpfung des grenzüberschreitenden Drogenhandels. Die Aktion wurde vom Ermittlungs- und Fahndungsbüro der Zollbehörde gemeinsam mit der Airport Interdiction Task Force durchgeführt.

Die sichergestellten Betäubungsmittel sowie der Verdächtige wurden anschließend dem Narcotics Suppression Bureau übergeben, das die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Gleichzeitig weiten die Behörden ihre Untersuchungen aus, um mögliche Hintermänner und Verbindungen zu internationalen Schmuggelnetzwerken zu identifizieren.
Hohe Strafen für Drogenschmuggel
Nach thailändischem Recht gilt Kokain als Betäubungsmittel der Kategorie 2. Wer Drogen zu kommerziellen Zwecken ein- oder ausführt, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren, einer Geldstrafe von bis zu 1,5 Millionen Baht oder beiden Strafen rechnen.

Wie das Customs Department weiter mitteilte, wurden zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 25. Juni 2026 insgesamt 214 Fälle von Drogen- und Psychopharmaka-Schmuggel aufgedeckt. Dabei wurden 53 Tatverdächtige festgenommen und Betäubungsmittel mit einem geschätzten Gesamtwert von mehr als 692 Millionen Baht sichergestellt. Die Droge Methamphetamine („Crystal-Meth“, „Ice“) stellte dabei hinsichtlich Fallzahl, Menge und Wert weiterhin den größten Anteil der Sicherstellungen.
Post bleibt wichtigster Schmuggelweg
Mit mehr als 76,6 Prozent aller registrierten Fälle bleiben Post- und Expresssendungen der wichtigste Schmuggelweg. Gleichzeitig beobachten die Behörden einen Anstieg neuer psychoaktiver Substanzen wie Zopiclon und Etomidat. Als Reaktion darauf wurden die Kontrollen mithilfe moderner Scantechnik, Drogenspürhunden, verstärkter Lageanalyse sowie einer engeren Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Behörden intensiviert.

Das Customs Department kündigte an, die Ermittlungen in allen Drogenfällen konsequent auszuweiten, um die dahinterstehenden internationalen Schmuggelnetzwerke zu zerschlagen. Zudem rief die Behörde die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Aktivitäten den zuständigen Stellen zu melden.