BANGKOK: Thailand treibt die Digitalisierung der Exportabwicklung für kontrollierte Heilpflanzen weiter voran. Nach Angaben der Regierung hat der kumulierte Exportwert von Cannabis und anderen kontrollierten Kräuterprodukten inzwischen mehr als 2,566 Milliarden Baht erreicht. Künftig soll ein elektronisches Meldesystem die Ausfuhrverfahren vereinfachen und beschleunigen.
Die stellvertretende Regierungssprecherin Ploythalay Laksameesaengchan erklärte am Samstag (27. Juni 2026), dass die Regierung ihre Verwaltungsdienste konsequent mithilfe digitaler Technologien modernisiere. Ziel sei es, die Effizienz für Bürger und Unternehmen zu steigern, Doppelarbeit in der Verwaltung zu vermeiden, den Datenaustausch zwischen Behörden zu verbessern und den Handel zu erleichtern.
Ausfuhranträge künftig digital
Das Department of Thai Traditional and Alternative Medicine (DTAM) bereitet dazu die Anbindung seiner Plattform „DTAM Next“ an das National Single Window (NSW) des Zolls vor. Über die Schnittstelle soll künftig das Formular Phor Thor 32 (ภ.ท.32), das für jede Ausfuhr kontrollierter Heilpflanzen einschließlich Cannabis erforderlich ist, vollständig elektronisch eingereicht werden können.
Das National Single Window dient als zentrale Plattform für den elektronischen Austausch von Exportdokumenten und Daten. Nach Regierungsangaben wurden bislang mehr als 201.658 Kilogramm kontrollierter Heilpflanzen exportiert. Der kumulierte Exportwert beläuft sich auf über 2,566 Milliarden Baht und unterstreicht das anhaltende Wachstum des Sektors.
Weniger Papier, mehr Effizienz
Bislang mussten Exporteure die erforderlichen Unterlagen in Papierform vorbereiten und persönlich einreichen. Nach der Systemanbindung sollen Anträge vollständig über „DTAM Next“ gestellt werden können. Die Daten werden anschließend automatisch an das NSW-System des Zolls übermittelt. Dadurch sollen der Verwaltungsaufwand sinken, die Datenqualität verbessert, Dokumentenfälschungen erschwert und der Bearbeitungsstand für Antragsteller leichter nachvollziehbar werden.
Nach Angaben des Ministeriums werden derzeit monatlich etwa 100 bis 200 Phor-Thor-32-Bescheinigungen ausgestellt. Durch das digitale Verfahren sollen jährlich mehr als 1.200 bis 2.400 Papierdokumente eingespart sowie Reise- und Verwaltungskosten für Exporteure reduziert werden.
Bearbeitungszeit sinkt deutlich
Zudem erwartet die Behörde eine deutliche Verkürzung der Bearbeitungszeit. Während die Ausstellung der Genehmigungen einschließlich des Versands der Papierunterlagen bislang fünf bis sieben Arbeitstage in Anspruch nahm, soll sie künftig innerhalb von ein bis zwei Arbeitstagen über die elektronische Plattform erfolgen. Dies soll Unternehmen eine bessere Planung ihrer Exportgeschäfte ermöglichen.