BANGKOK: Bei einer groß angelegten Razzia haben die thailändischen Behörden im Bangkoker Bezirk Suan Luang eine illegale Produktionsstätte für anabole Steroide ausgehoben. Nach Angaben der Behörden wurden dabei mehr als 1,8 Millionen illegale Produkte mit einem geschätzten Gesamtwert von rund 50 Millionen Baht sichergestellt.
An der gemeinsamen Aktion beteiligten sich das Büro des Verbraucherschutzrats (Office of the Consumer Protection Board, OCPB), die thailändische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA), die Verbraucherschutzpolizei sowie Vertreter der Regierung unter Leitung von Ministerin Supamas Isarabhakdi vom Büro des Premierministers und Gesundheitsminister Pattana Promphat.
Millionen Präparate beschlagnahmt
Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem fertige Steroidpulver und -flüssigkeiten, mehr als 1,3 Millionen nicht gekennzeichnete Tabletten, 405.094 gefälschte Etiketten und Verpackungen sowie 79 Produktionsmaschinen und weitere Geräte.

Nach Angaben der Behörden befanden sich die illegalen Produktionsstätten in Eigentumswohnungen im Bezirk Suan Luang. Die dort hergestellten Produkte waren vor allem für den Export sowie den Onlinehandel bestimmt. Sie wurden mit irreführenden Werbeversprechen vermarktet und richteten sich insbesondere an Sportler, Bodybuilder und andere Verbraucher.
Warnung vor verunreinigten Präparaten
Die Behörden warnten, dass die Präparate unter nicht zugelassenen Bedingungen hergestellt worden seien. Dadurch bestehe ein erhöhtes Risiko für Verunreinigungen, den Einsatz verbotener Substanzen sowie anderer gesundheitsgefährdender Inhaltsstoffe.

Supamas erklärte, dass die Regierung konsequent gegen unsichere Gesundheitsprodukte vorgehen werde. Nicht regulierte anabole Steroide könnten langfristig erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen.
Schärfere Kontrollen im Onlinehandel
Zugleich wies sie das Büro des Verbraucherschutzrats an, die Kontrollen in zwei Bereichen zu verstärken. Zum einen sollen der Onlinehandel sowie Direktvertriebs- und E-Commerce-Unternehmen strenger überwacht werden.

Zum anderen soll der Verbraucherschutz durch eine konsequentere Bearbeitung von Beschwerden, Schlichtungsverfahren und rechtliche Schritte zugunsten geschädigter Verbraucher ausgebaut werden.