Kritik an Langzeitvisa für Condo-Käufer

Tourismusverband warnt vor Folgen neuer Visa-Regeln

Geplante Visaregeln sollen ausländischen Käufern von Eigentumswohnungen ab drei Millionen Baht ein Langzeitvisum ermöglichen, stoßen auf Phuket jedoch auf Kritik aus der Branche. Foto: Fokke Baarssen/Adobe Stock
Geplante Visaregeln sollen ausländischen Käufern von Eigentumswohnungen ab drei Millionen Baht ein Langzeitvisum ermöglichen, stoßen auf Phuket jedoch auf Kritik aus der Branche. Foto: Fokke Baarssen/Adobe Stock

PHUKET: Tourismusvertreter auf Phuket haben Bedenken gegen die Regierungspläne geäußert, ausländischen Immobilienkäufern mit einem Investitionsvolumen von mindestens drei Millionen Baht den Zugang zu einem einjährigen Langzeitvisum zu ermöglichen.

Nach Angaben der Einwanderungsbehörde können seit dem 1. Oktober 2025 Ausländer ein solches Visum beantragen, wenn sie eine Eigentumswohnung im genannten Mindestwert erwerben oder Wohnraum für mindestens 85.000 Baht monatlich mieten. Auch Familienangehörige oder abhängige Personen sind berechtigt, gemeinsam mit den Käufern eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

Kritik an niedriger Investitionsschwelle

Thaneth Tantipiriyakij, Präsident der Phuket Tourist Association, erklärte, dass die Branche die vergleichsweise niedrige Investitionsschwelle kritisch sehe. Zwar habe Phuket bislang weniger Langzeitreisende angezogen als etwa Chiang Mai, was unter anderem auf höhere Lebenshaltungskosten zurückzuführen sei, doch könnten die neuen Regeln den Erwerb von Immobilien für Ausländer zu stark erleichtern. Der Mindestpreis von drei Millionen Baht stehe aus Sicht der Betreiber in keinem angemessenen Verhältnis zu den Vorteilen, die Käufer mit einer längerfristigen Aufenthaltsmöglichkeit erhielten. Zudem könnten Angehörige ohne zusätzliche Investitionen nachziehen.

Sorge vor illegaler Nutzung der Visa

Thaneth warnte, dass die Regelung dem Ziel widerspreche, verstärkt zahlungskräftige und langfristig orientierte Besucher anzuziehen. Es bestehe die Gefahr, dass Schlupflöcher genutzt würden, etwa für illegale Beschäftigung oder unerlaubte Geschäftstätigkeiten. Ebenso könnten Käufer mehrere Wohneinheiten erwerben und diese kurzfristig an Touristen vermieten. Ein wachsender Anteil ausländischer Eigentümer könne zudem die Immobilienpreise und Lebenshaltungskosten erhöhen und damit die lokale Bevölkerung belasten.

Immobiliensektor begrüßt geplante Visaregel

Die Branche fordert daher strengere Kriterien, etwa höhere Mindestpreise für Immobilienkäufe oder zusätzliche Kapitalanforderungen für jeden mitreisenden Angehörigen. Thailand Longstay Management, das das Visaprogramm unterstützt und Antragsunterlagen für die Einwanderungsbehörde prüft, verteidigt die Maßnahme hingegen als Impuls für den angeschlagenen Immobiliensektor. Nach Angaben des Unternehmens würden Bewerber mit Vorstrafen von der Visavergabe ausgeschlossen.

49-Prozent-Quote bleibt weiter bestehen

Im Rahmen des Programms dürfen Ausländer Immobilien ausschließlich von thailändischen Entwicklern oder Eigentümern erwerben oder mieten und müssen die geltenden Besitzregeln einhalten, wonach der ausländische Anteil an Eigentumswohnungen 49 Prozent nicht überschreiten darf. Internationale Beispiele zeigen zudem, dass stark wachsender Tourismus und kurzfristige Vermietungen in einigen Ländern bereits zu Protesten geführt haben, da Einheimische steigende Wohnkosten befürchten.

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Michael Meier 19.02.26 11:30
@ Dieter Nachtrag
Elite Visa für 20 Jahre kostet 1 Mio. Bht. Der Wohlhabende hat 3 Mio für 60 Jahre bezahlt 555. Haus und Land hat er auch gekauft, obwohl niemals ein Farang im Tabien Baan ( Hausbuch ) eingetragen wird. Neue Spinner glauben daß sie uns verar..schen können.
Michael Meier 19.02.26 11:20
@ Dieter
Der Wohlhabende glaubt daß er uns die sich auskennen Stuß erzählen kann und wir glauben jeden Scheiss 555
Dieter Kowalski 19.02.26 09:40
3 Millionen Baht sind also also eine niedrige Investitionsschwelle.

Wie hoch ist nochmals der monatliche Durchschnittsverdienst eines Inländers?
Achja, so um die 16.000 Baht.

Und für 3 Millionen ein Jahresvisum zu bekommen, kann ja wohl nur ein Witz sein. Da müssten 5-10 Jahre drinnen sein, und zwar ohne alle 90 Tage bestätigen zu müssen, das man an der gekauften Unterkunft auch aufhältig ist.
Im übrigen gebe ich den beiden Vorpostern recht.
Harald N.. 18.02.26 14:20
Wie immer...
...es geht nur ums Geld. Fast wie in Deutschland, der Staat will nur unser Bestes.
Ingo Kerp 18.02.26 13:40
Nein, keine Sonderregelung für Investoren. Geld abliefern, kuschen und wieder gehen, das wäre dem thail. Staat und den Bürgern wohl am liebsten.

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