PHUKET: Phukets Gouverneur Nirat Pongsitthithavorn hat sich für eine Erhöhung der Provinzabgabe auf Hotelübernachtungen von derzeit 1 auf 3 Prozent ausgesprochen. Der Vorschlag wurde bei einem Workshop zum Tourismusmanagement im Zusammenhang mit der globalen Energiekrise vorgestellt, an dem auch Raywat A-reerob, Präsident der Phuket Provincial Administrative Organisation (PAO), teilnahm.
Nach Angaben des Gouverneurs basiert die Wirtschaft der Insel vor allem auf dem Dienstleistungssektor, insbesondere auf Hotels, Tourismus und Gastronomie. Da dieser Bereich zugleich die meisten Arbeitsplätze schaffe, sei eine höhere Abgabe auf Hotelübernachtungen angemessen und verhältnismäßig.
Mehr Geld für Tourismusförderung
Nirat verwies darauf, dass die geltenden Vorschriften bereits einen Satz von ein bis drei Prozent für die sogenannte Instandhaltungsabgabe vorsehen. Die daraus erzielten Einnahmen würden für die Entwicklung der Provinz verwendet. Zuletzt habe die PAO Hotelsteuereinnahmen unter anderem für internationale Roadshows zur Vermarktung Phukets als Reiseziel eingesetzt.
Mit einer Anhebung auf den Höchstsatz von drei Prozent könnten zusätzliche Mittel für Marketingmaßnahmen und Infrastrukturprojekte bereitgestellt werden. Diese würden dazu beitragen, jährlich rund 14 Millionen Besucher nach Phuket zu locken. Als Beispiel nannte der Gouverneur ein Hotelzimmer für 1.000 Baht pro Nacht, bei dem künftig eine lokale Entwicklungsabgabe von 30 Baht erhoben würde.
Hotelabgabe soll Milliarden bringen
Nach seinen Berechnungen könnte die PAO durch die Erhöhung der Hotelabgabe auf drei Prozent rund eine Milliarde Baht pro Jahr einnehmen. Würden zudem bislang nicht registrierte Hotels in das System integriert und ebenfalls besteuert, könnten die Einnahmen auf bis zu 1,5 Milliarden Baht steigen.
Der Gouverneur erklärte, dass ein großer Teil der Unterkünfte auf Phuket derzeit nicht offiziell registriert sei. Diese Betriebe müssten künftig die erforderlichen Genehmigungen beantragen, sofern sie keine öffentlichen Flächen oder Strände widerrechtlich nutzen. Auch nicht registrierte Hotels sollen künftig zur Zahlung der Abgabe verpflichtet werden.
Finanzamt soll Abgaben eintreiben
Zur Umsetzung will die Provinzverwaltung mit dem Finanzamt zusammenarbeiten, um die Steuererhebung konsequent durchzusetzen. Nach Angaben von Nirat seien dafür keine Gesetzesänderungen erforderlich. Langfristig könnten höhere Einnahmen aus dem Hotelsektor dazu beitragen, die nachhaltige Entwicklung Phukets stärker aus eigenen Mitteln zu finanzieren.