Neues aus der Presse am Montag

Foto: Adobe Stock/©elis Lasop
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«Sme»: Anpassung an Klimawandel wäre besser als Energiewende

BRATISLAVA: Zur gegenwärtigen Hitzewelle und anderen Extremwetterlagen infolge des menschengemachten Klimawandels schreibt die liberale slowakische Tageszeitung «Sme» am Montag:

«Die Anhänger von Greta Thunberg, Fridays for Future, Extinction Rebellion, Letzte Generation und ähnlichen haben recht, wenn sie sagen: Schaut her, es ist gekommen, wovor wir gewarnt hatten. Ja, das stimmt, es ist so gekommen. Opfer der Hölle mit Temperaturen über 40 Grad Celsius gibt es auch in Europa mehr als je zuvor.

Allerdings sollten sie alle auch auf die Frage antworten, wie vielen Gesundheitsproblemen, Verlusten an Menschenleben und anderen Schäden die Menschheit hätte ausweichen können, wenn die Hunderten Milliarden, die seit zwanzig Jahren in die sozial unverträgliche Dekarbonisierung gesteckt wurden, stattdessen in Maßnahmen zur Anpassung an die Klimakrise investiert worden wären.

Milliarden für Forschung und Wissenschaft hätten wahrscheinlich, jetzt auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, einen gangbareren Weg zur Bewältigung des Problems der Überhitzung des Planeten gefunden.»


«La Repubblica»: Mehr Rückgrat statt Trump-Schmeichelei

ROM: Vor dem Nato-Gipfel in Ankara nächste Woche schreibt die italienische Zeitung «La Repubblica» am Montag:

«Amerika, das sein 250-jähriges Bestehen feiert, ist ein anderes Amerika als jenes, das die letzten Generationen von Europäern kennengelernt haben. Es ist gut, sich daran an Tagen zu erinnern, die im Zeichen der Freundschaft stehen und an denen wir bis zum Überdruss hören werden, dass das transatlantische Verhältnis weiterhin von grundlegender Bedeutung ist. Völlig zu Recht - vorausgesetzt, man gibt die Nostalgie auf und richtet den Blick auf die Welt von heute. Auch deshalb, weil unmittelbar nach den Feierlichkeiten zum 4. Juli der Nato-Gipfel in Ankara die Verbündeten der USA erneut vor die Weggabelung zwischen Schmeichelei und strategischer Autonomie stellen wird. (...)

Die Zeit der schmeichlerischen Verrenkungen, um (US-Präsident Donald) Trump an Bord zu halten, muss aber vorbei sein. Da sie ihre Militärausgaben erhöhen, sollten die europäischen Staats- und Regierungschefs sich nicht mit ihren jeweiligen Zeugnissen über die Verteidigungsausgaben gemessen am BIP präsentieren, sondern vom US-Verbündeten die erneute Bekräftigung des im Artikel 5 des Vertrags verankerten Abschreckungsprinzips und vor allem die Aufgabe der «Neutralität» zwischen Moskau und Kiew verlangen. Wenn Trump seine Haltung ändert, wird Frieden in der Ukraine möglich. Andernfalls könnte gerade an der Ukraine das Schisma des Westens vollzogen werden.»

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