Neues aus der Presse am Donnerstag

Foto: Pixabay/Gerd Altmann
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«El País»: Trumps Gier

MADRID: Die spanische Zeitung «El País» kommentiert die Krypto-Geschäfte von US-Präsident Donald Trump:

«Die Fähigkeit Washingtons und der übrigen Welt, sich über Donald Trumps Missachtung von Umgangsformen, Institutionen und Politik als öffentliche Aufgabe zu empören, wurde mit der Veröffentlichung des Jahresberichts zu seinen Vermögensverhältnissen erneut auf die Probe gestellt. In seinem ersten Jahr im Weißen Haus schossen seine Einnahmen auf über eine Milliarde Dollar in die Höhe, größtenteils durch Geschäfte mit Kryptowährungen.

Dies geschah, nachdem Trump für Investitionen in Kryptowährungen geworben und die Regierung, die Staatsanwaltschaft sowie die Börsenaufsicht unverhohlen auf die Seite der Krypto-Welt gestellt hatte, die ihrerseits Millionen von Dollar zu seinem Wahlkampf und seiner Amtseinführungsfeier beigesteuert hatte.

Zu den enormen Einnahmen von Trump und seiner Familie aus Geschäften mit Kryptowährungen kommen noch millionenschwere Spenden von Unternehmen, Gelder aus gerichtlichen Vereinbarungen zur Umgehung von Klagen nach Ermessen des Präsidenten sowie weitere Geschäfte wie Produkte, die seinen Namen tragen. (...)

Trumps Gier kennt keine Grenzen, und manchmal scheint es zweifelhaft, ob die Demokratie in der Lage ist, ihm Grenzen zu setzen.»


«The Times»: Krieg verschärft Russlands Wirtschaftsprobleme

LONDON: Zu den Folgen des Ukraine-Kriegs für Russland heißt es am Donnerstag in der Londoner «Times»:

«Gut gezielte, verheerende Drohnen- und Raketenangriffe der Ukraine auf die Energie- und Verkehrsinfrastruktur haben die Auswirkungen des vierjährigen Krieges für Russland - vor allem Kreditknappheit, Arbeitskräftemangel und die durch Sanktionen bedingte Anfälligkeit der Lieferketten - noch verschärft. Das größte Problem ist die Kraftstoffversorgung. Die Ukraine hat nicht nur Depots und Pipelines ins Visier genommen, sondern auch die katalytischen Cracker, die das Herzstück moderner Raffinerien bilden. (...)

China wird zunehmend zur einzigen Option in einer Beziehung, die sich stark zugunsten Pekings entwickelt. Russland verkauft Rohstoffe günstig an China, während es für Importe von dort überhöhte Preise zahlt - darunter auch für westliche Produkte, die der chinesische Einparteienstaat unter Umgehung von Sanktionen als Zwischenhändler besorgt. (...)

All das bedeutet nicht, dass das Spiel aus ist. Der russische Präsident Wladimir Putin kann immer noch Steuern erhöhen, Kredite beschaffen und Spareinlagen plündern, um den Krieg fortzusetzen. Möglich wären auch simplere Raffinerieverfahren, die allerdings zu Kraftstoff von geringerer Qualität führen. Jeder derartige Schritt ist mit politischen und wirtschaftlichen Kosten verbunden, was die Anfälligkeit des Systems erhöht. Das wiederum schafft neuen Spielraum für Druck von außen.»

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