Rumäniens Staatschef: Drohne war zweifelsfrei russisch
BUKAREST: Nach dem Einschlag in Galati steht für Präsident Dan fest: Die Drohne war russisch. Damit widerspricht er den Zweifeln Putins.
Die Drohne, die in der rumänischen Stadt Galati nahe der ukrainischen Grenze ein Wohnhaus getroffen und zwei Menschen verletzt hat, ist «ohne Zweifel» russischen Ursprungs. Das bekräftigte Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan in sozialen Medien. Davor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Zweifel an der Herkunft der Drohne geäußert und verlangt, dass Rumänien die Teile des Objekts nach Russland zur Prüfung schicke.
Rumänische Experten hätten das Objekt untersucht und mit mehreren russischen Drohnen verglichen, die während der vergangenen zwei Jahre auf rumänischem Territorium eingeschlagen hätten, schrieb Dan bei Facebook. Es handle sich in allen Fällen um Drohnen vom Typ «Geran 2». Im jüngsten Fall habe man diesen Typ-Namen auch als Schriftzug in kyrillischen Buchstaben auf den Resten der Drohne gefunden. Alle seien aus demselben Material hergestellt worden und hätten mit demselben Treibstoff funktioniert. Demnach sei Russland «der einzige Verantwortliche» für diesen Vorfall.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb am Abend auf X, Fakten seien «das beste Mittel gegen Putins Lügen und beweisen, dass Russlands Manipulationen nicht durchgehen.»
Die Drohne war in der Nacht auf Freitag auf dem Dach eines zehnstöckigen Wohnhauses in Galati eingeschlagen, hatte dieses durchbrochen und in der direkt darunter liegenden Wohnung einen Brand ausgelöst. Sie kam nach Angaben der rumänischen Armee aus der Region des ukrainischen Donau-Hafens Reni, als diese von einem Schwarm von 43 russischen Drohnen angegriffen wurde. Rumänien hat daraufhin den russischen Botschafter einbestellt, den russischen Konsul in der Schwarzmeer-Stadt Constanta ausgewiesen und das Konsulat geschlossen.
Feuer in Internat in Kenia: Schülerinnen legten Brand
GILGIL/NAIROBI: Bei einem Brand in einem Mädcheninternat in Kenia sterben 16 Schülerinnen. Nun hat die Polizei eine Gruppe Mitschülerinnen als Brandstifterinnen identifiziert.
Nach einem Brand in einem kenianischen Mädcheninternat in Gilgil hat die Polizei mit Hilfe von Überwachungskameras der Schule sieben Schülerinnen als Brandstifterinnen identifiziert. Zum möglichen Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Bei dem Feuer in der Nacht zu Donnerstag waren 16 Schülerinnen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Das Feuer war im ersten Stock eines Schlafsaalgebäudes ausgebrochen. In dem Stockwerk hatten sich nach Polizeiangaben 135 Etagenbetten befunden.
Bei den Ermittlungen zur Ursache stießen die Brandschutzexperten auf Hinweise auf einen Brandbeschleuniger. Wie die Kriminalpolizei nun mitteilte, wurden bei der Auswertung der Kameras die sieben Schülerinnen identifiziert. Sechs von ihnen befanden sich bereits in Polizeigewahrsam, weil sie als mögliche Verdächtige galten, die siebte war ihren Eltern übergeben worden und soll nun verhaftet werden, hieß es.
Mittlerweile sind nach Angaben der Polizei auch die Obduktionen der getöteten Schülerinnen abgeschlossen. Alle seien an schweren Brandverletzungen gestorben, hieß es.
Nach der Totalsperre: Verkehr fließt über den Brenner
MATREI AM BRENNER: Demonstranten sorgten für eine Blockade der wichtigen Alpen-Route. Die Strecke ist wieder frei, nun können Urlauber ihre Fahrten nachholen. Am Morgen nach der Sperre geht es zügig voran.
Am Morgen nach der Totalsperre der Brenner-Route ist der Verkehr flüssig über die wichtigste Alpenverbindung zwischen Deutschland und Italien gerollt. Die Kameras des Autobahnbetreibers Asfinag zeigten teils regen Verkehr an der Strecke durch das österreichische Bundesland Tirol. Staus oder Verzögerungen wurden vorerst nicht gemeldet.
Am Samstag hatte es am Brenner-Pass an der Grenze zwischen Österreich und Italien eine Demonstration gegen die hohe Verkehrsbelastung gegeben. Deshalb wurde der Brenner-Korridor acht Stunden lang für den Transitverkehr gesperrt. Ein befürchtetes Verkehrschaos blieb am Samstag jedoch aus. Der österreichische Autofahrerclub ÖAMTC erwartet, dass Urlauber ihre Fahrten aufgeschoben haben und sich nun nach Aufhebung der Sperre auf den Weg machen.
Drei Deutsche sterben bei Autounfall in Norwegen
TYNSET: Tragischer Unfall etwa 300 Kilometer nördlich von Oslo: Ein Auto gerät auf die Gegenfahrbahn und prallt frontal gegen einen Lastwagen. Für drei Männer aus Deutschland kommt jede Hilfe zu spät.
Bei einem Frontalzusammenstoß in Norwegen sind drei deutsche Männer ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur NTB am Sonntag berichtete, ereignete sich der Unfall am Samstagmorgen in der Kommune Tynset etwa 300 Kilometer nördlich von Oslo. Das Auto der Deutschen war nach Polizeiangaben auf dem Weg Richtung Norden auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Lastwagen kollidiert. Alle drei Männer seien noch an der Unfallstelle gestorben. Die beiden Personen im Lastwagen seien unverletzt geblieben, hieß es.