Neues aus dem Ausland am Montag

Foto: Pixabay/Frank Winkler
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56-jährige Deutsche stirbt beim Baden in Frankreich

LÈGE-CAP-FERRET: Ein Badetag bei Bordeaux endet für zwei Menschen tödlich. Behörden warnen vor Strömungen an der Atlantikküste.

Eine 56 Jahre alte Deutsche ist am Pfingstwochenende beim Baden an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux ums Leben gekommen. Starke Strömungen hätten die Frau am Sonntag in der Stadt Lège-Cap-Ferret mitgerissen, teilte die zuständige Präfektur mit. In der nahe gelegenen Stadt Lacanau ertrank ein weiterer Mensch - «trotz der schnellen Einsätze der Rettungskräfte und des in Lacanau stationierten Hubschraubers», hieß es.

Die Präfektur des französischen Departements Gironde hatte davor gewarnt, dass am verlängerten Wochenende an der Küste ein erhöhtes Risiko für die gefährlichen Strömungen bestehe. Sie bezeichnete die Lage als dramatisch. Mindestens 30 Menschen retteten die Einsatzkräfte den Angaben von Sonntag nach seit Freitag aus dem Wasser.

Die Präfektin des Departements, Sophie Brocas, rief alle Strandbesucherinnen und -besucher zu größter Vorsicht und zur strikten Einhaltung der Sicherheitsanweisungen auf. Sie wies ihren Angaben zufolge die Küstengemeinden und Rettungsdienste dazu an, die Präventions- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu verstärken, da die meisten Strände zu dieser Jahreszeit noch nicht überwacht würden.


Lastwagen kracht in Zug - Ein Toter

WARSCHAU: Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Lkw und einem Nahverkehrszug in Polen kommt der Lastwagenfahrer ums Leben, 18 Menschen werden verletzt. Die Bahnstrecke bleibt vorerst gesperrt.

Beim Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Nahverkehrszug in Polen ist ein Mensch getötet worden, mehrere weitere wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich an einem unbeschrankten Bahnübergang in Garbatka etwa 50 Kilometer nördlich von Posen (Poznan) im Westen des Landes, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete.

«Der Lastwagen hat vor dem Bahnübergang nicht gebremst und ist in die Seite des heranfahrenden Zuges gefahren», schrieb Infrastrukturminister Dariusz Klimczak auf X. Ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr sagte, durch den Aufprall sei der Lkw in Brand geraten. Der Fahrer des Lkw kam ums Leben. Mehrere Waggons des Zuges entgleisten, 18 Passagiere erlitten dabei leichte Verletzungen. Die Strecke von Posen nach Pila wurde zunächst gesperrt.


WHO-Chef: Ebola-Ausbruch dürfte sich weiter zuspitzen

GENF: Mehr als 200 Tote, zahlreiche Verdachtsfälle: Die WHO sieht die Ebola-Epidemie noch nicht unter Kontrolle. Warum der Kampf gegen das Virus eine besondere Herausforderung bleibt.

Der Ebola-Ausbruch in Afrika dürfte sich nach Angaben des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, weiter zuspitzen, bevor er unter Kontrolle gebracht wird. «Wir stehen vor einem äußerst ernsten und schwierigen Ausbruch», sagte er nach WHO-Angaben bei einem virtuellen Austausch mit Gesundheitsministern aus Afrika. «Es wird erst noch schlimmer werden, bevor es besser wird.»

Man tue alles, um Ausrüstung in die betroffene Region zu bringen und die Eindämmungsmaßnahmen voranzubringen. Dazu gehört etwa, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen und Kontaktpersonen von möglicherweise Infizierten zu isolieren. «Doch derzeit ist die Epidemie uns noch einen Schritt voraus», sagte er.

Er werde persönlich am Dienstag in die Demokratische Republik Kongo reisen, kündigte Tedros in Genf an. Die dortige Regierung hat bereits mehr als 100 Fälle durch Labortests bestätigt, zehn davon bei inzwischen Verstorbenen. Zudem nennt sie mehr als 900 Verdachtsfälle. Mehr als 200 Kranke sind nach diesen Angaben verstorben.


US-Außenminister Rubio trifft Kollegen Indiens, Japans und Australiens

NEU-DELHI: US-Außenminister Marco Rubio und seine Amtskollegen beraten in Neu-Delhi, wie die Quad-Gruppe die Zusammenarbeit im Indopazifik vertiefen kann.

US-Außenminister Marco Rubio nimmt am Dienstag in Neu-Delhi an einem sicherheitspolitischen Treffen mit seinen Kollegen aus Indien, Japan und Australien teil. Das zentrale Anliegen der sogenannten Quad-Gruppe der vier Länder ist es, einen freien und offenen Indopazifik zu gewährleisten.

Bei dem eintägigen Treffen wollen die Teilnehmer nach Angaben Indiens darüber diskutieren, wie die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen ausgebaut werden kann. Auch die Situation in der indopazifischen Region sowie andere internationale Themen stehen im Fokus. Neben Rubio nehmen Australiens Außenministerin Penny Wong sowie ihre Kollegen Subrahmanyam Jaishankar aus Indien und Toshimitsu Motegi aus Japan teil.

Bei Quad handelt es sich um ein eher informelles Dialogforum, das 2007 gegründet und nach zwischenzeitlicher Auflösung zehn Jahre später wiederbelebt wurde. Die Gruppe richtet sich offiziell nicht gegen einen bestimmten Staat, wird aber als Teil der Bemühungen angesehen, dem zunehmenden Machtanspruch Chinas in der Region zu begegnen. Weitere Kooperationsbereiche sind die Gesundheitssicherheit, Technologie, der Klimaschutz und die Infrastrukturentwicklung.


«Handelsblatt» zum Irankrieg/Donald Trump

Was könnte der Präsident vorweisen, um diesen Krieg als Erfolg zu verbuchen? Die Widerstandskraft des Regimes in Teheran ist ungebrochen.

Die Nachfolger des getöteten Religionsführers erscheinen (.) noch radikaler und entschlossener - sowohl nach innen wie auch nach außen. Das angereicherte Uran liegt fest in der Kontrolle des Regimes. Obendrein lieferte der Präsident den Mullahs eine Waffe frei Haus (.): die Blockademacht über die Straße von Hormus und damit die Möglichkeit, die gesamte Weltwirtschaft in Geiselhaft zu nehmen. (.) In seiner Verzweiflung flüchtet Trump sich einmal mehr in martialische Drohungen. Die «ganze iranische Zivilisation zerstören», das «Land in die Steinzeit zurückbomben» - all das ist verräterisch. Es ist nichts anderes als der Ausdruck eines Autoritätsverlusts der westlichen Führungsmacht - und das in nur wenigen Wochen.


Geständnis im Skandal bei der Schottischen Nationalpartei

EDINBURGH: Ein Skandal um die Veruntreuung von Parteigeldern belastet die Schottische Nationalpartei seit Jahren. Jetzt bekennt sich der prominente Angeklagte schuldig.

Der Ex-Mann der früheren schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon, Peter Murrell, hat sich der Veruntreuung von Parteigeldern schuldig bekannt. Der langjährige Geschäftsführer der Schottischen Nationalpartei (SNP) räumte ein, Gelder unter anderem für den Kauf eines Wohnmobils und von zwei Autos genutzt zu haben, wie die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal berichtete. Es geht um 400.310 Pfund (umgerechnet rund 464.000 Euro).

Der 61-Jährige bleibt nach einem Schuldbekenntnis in Untersuchungshaft, wie es hieß. Das Strafmaß soll Ende Juni verkündet werden. Murrell war im April 2024 angeklagt worden, im März 2023 war er kurz vor einer ersten Verhaftung zurückgetreten.

Sturgeon war während der Untersuchung zu den Parteigeldern ebenfalls zwischenzeitlich festgenommen worden, im März vergangenen Jahres wurden die Ermittlungen gegen sie eingestellt. Im Januar 2025 hatte sie bekanntgegeben, sich von Murrell getrennt zu haben. Sturgeon war von 2014 bis 2023 Regierungschefin in Schottland und SNP-Vorsitzende. Sie galt als treibende Kraft hinter der Unabhängigkeitsbewegung in dem Landesteil.


Totes Kind in Bretagne gefunden - zwei Teenager in Gewahrsam

RENNES: Ein schockierender Fund in Rennes: Ein lebloser elf Jahre alter Junge wird im Uferbereich eines Flusses entdeckt. Die Behörden haben einen Verdacht gegen zwei Minderjährige.

In der französischen Stadt Rennes ist die Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden worden. Ein 16-Jähriger und eine 15-Jährige kamen in Polizeigewahrsam, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das tote Kind sei am Sonntag mit einem sehr fest um seinen Hals gebundenen nassen Badehandtuch im Uferbereich eines Flusses in der Stadt in der Bretagne entdeckt worden, hieß es. Die Teenager seien zuvor gemeinsam mit dem Opfer an dem Ort gesehen worden.

Den herbeigerufenen Rettungskräften gelang es den Angaben nach nicht, das Kind wiederzubeleben. Der Tod wurde noch vor Ort festgestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Vorfall mitgeteilt, dass die Beteiligung eines Dritten möglich sei. Eine Untersuchung wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung eines Minderjährigen unter 15 Jahren sei eingeleitet worden, so die Behörde. Der 16-Jährige wurde den Angaben nach dann am Morgen in seinem Zuhause in Rennes festgenommen. Das Mädchen habe sich am Nachmittag freiwillig bei der Polizeidienststelle gemeldet.


Uganda meldet zwei neue Ebola-Fälle

KAMPALA: Der aktuelle Ebola-Ausbruch umfasst bislang vor allem die Demokratische Republik Kongo. Doch auch aus dem Nachbarland Uganda werden neue Fälle gemeldet.

In Uganda sind nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums zwei weitere Ebola-Fälle nachgewiesen worden. Damit ist die Zahl der bestätigten Fälle in dem ostafrikanischen Land auf sieben gestiegen. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich bei den neuen Fällen um zwei Mitarbeiter einer privaten Klinik in Kampala. Sie seien in Behandlung, hieß es. Alle Kontaktpersonen würden überwacht und mit Blick auf ihre Kontakte nachverfolgt.

Zuvor hatte das Ministerium über eine Frau aus der Demokratischen Republik Kongo berichtet, die mit einem Flugzeug in die ugandische Hauptstadt Kampala gereist war. Sie wurde dort mit Bauchbeschwerden in einer privaten Klinik behandelt und sei dann zurückgereist. Eine Probe von ihr sei inzwischen positiv auf Ebola getestet worden, hieß es.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo Mitte Mai eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits mehr als 240 bekannte mutmaßliche Infektionen. Mittlerweile gibt es mehr als 900 Verdachtsfälle und mehr als 100 bestätigte Fälle.


Papst bittet um Entschuldigung für Kirche in Sklaverei

ROM: In seiner Enzyklika zum Thema KI prangert Leo XIV. «neue Formen der Sklaverei» an. Darin entschuldigt er sich aber auch für Fehler der Vergangenheit.

Papst Leo XIV. hat um Entschuldigung für die Rolle der katholischen Kirche im Zeitalter der Sklaverei gebeten. In seiner ersten eigenen Enzyklika räumte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken ein, dass seine Kirche den viele Jahrhunderte dauernden Sklavenhandel erst im 19. Jahrhundert entschieden verurteilt habe. «Dies ist eine Wunde im christlichen Gedächtnis», heißt es in dem Schreiben. «Dafür bitte ich im Namen der Kirche aufrichtig um Vergebung.»

Leo äußerte sich in Zusammenhang mit der Frage, was Künstliche Intelligenz (KI) für die Arbeitswelt bedeutet. In seinem Text ist von «neuen Formen der Sklaverei» die Rede - beispielsweise in KI-Rechenzentren oder bei der Herstellung von Mikrochips beziehungsweise technischen Geräten wie Computer oder Smartphones, in denen KI zum Einsatz kommt. In einigen Weltregionen der Welt arbeiteten auch Kinder und Jugendliche unter gefährlichen Bedingungen.

«Körper werden verletzt, verstümmelt und verbraucht, damit der Datenfluss nicht zum Stillstand kommt», so der Papst. «Diese Wirklichkeit stellt das moralische Gewissen unserer Zeit vor eine große Herausforderung.»


15 Tote bei Lkw-Unfall

DHAKA: Ein mit Passagieren sowie Eisenstangen beladener Lkw stürzt in Bangladesh von der Straße. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte.

Bei einem Unfall eines mit zahlreichen Passagieren sowie Eisenstangen beladenen Lastwagens in Bangladesch sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Etwa zehn Mitfahrer seien bei dem Sturz des Fahrzeugs in einen Straßengraben verletzt worden, berichteten die Zeitung «Prothom Alo» und andere einheimische Medien unter Berufung auf die Behörden.

Demnach saßen zahlreiche Menschen auf der offenen Ladung, als sich der Unfall am frühen Morgen (Ortszeit) auf der Schnellstraße zwischen der Hauptstadt Dhaka und dem etwa 78 Kilometer entfernten Tangail ereignete. «Der Lastwagen hat Güter und Passagiere befördert, es sind bisher 15 Leichen geborgen worden», zitierte das Portal «Business Times» den Leiter der zuständigen Feuerwehr in Elenga.

Den Berichten zufolge kam der Lkw von der Fahrbahn ab und überschlug sich, bevor er im Straßengraben landete. Die Einsatzkräfte vermuteten, der Fahrer habe die Kontrolle über den Lkw verloren. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden.

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