Drei Kletterer sterben nach Absturz an Nordamerikas höchstem Berg
JUNEAU: In der Nacht zu Freitag setzt eine Bergsteigergruppe in Alaska einen Notruf ab - vier ihrer Mitstreiter waren abgestürzt. Für drei kommt jede Hilfe zu spät.
Bei einem Absturz an Nordamerikas höchstem Gipfel sind drei Kletterer aus Lettland ums Leben gekommen. Eine vierte Person der siebenköpfigen Gruppe sei in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der lettische Kletterverband mit. Der Mitteilung zufolge handelte es sich bei den Todesopfern um «talentierte und erfahrene» Bergsteiger.
Der als Denali oder Mount McKinley bezeichnete Berg liegt im US-Bundesstaat Alaska. Mit fast 6.200 Metern Höhe ist er der höchste Gipfel Nordamerikas.
Nach Angaben des Nationalparks ging gegen Mitternacht ein Notruf bei den Parkrangern an, wonach die vier Bergsteiger während ihres Aufstiegs in der Nähe des Denali Passes abgestürzt waren. Der Unfall ereignete sich demnach auf einer Höhe von über 5.500 Metern. Die übrigen drei Mitglieder der Gruppe hätten sich zunächst um die abgestürzten Kletterer gekümmert, ehe sie zur Station auf rund 5.100 Metern Höhe zurückgekehrt seien.
Trump teilt gegen Ex-First Lady Jill Biden aus
WASHINGTON: In einem denkwürdigen TV-Duell mit Donald Trump machte Joe Biden 2024 einen fahrigen Eindruck. Seine Frau Jill gab einen Rückblick auf den Moment, auf den Trump nun reagiert.
Die herabwürdigenden Beleidigungen von US-Präsident Donald Trump und seine Sprüche über seinen Vorgänger Joe Biden sind zum Alltag geworden - doch jetzt gerät auch dessen Ehefrau Jill Biden in Trumps Fokus.
Hintergrund ist ein Interview des Senders CBS News, in dem die 74-Jährige über das legendäre TV-Duell der Präsidentschaftskandidaten Trump und Biden sprach, in dem der Demokrat einen fahrigen Eindruck gemacht hatte. «Ich dachte, oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall, und das hat mir eine Heidenangst eingejagt», sagte sie dem Sender. Sie wisse nicht, was an dem Tag los gewesen sei, sagte Biden über ihren damals 81-jährigen Mann. «Ich hatte Angst, denn ich hatte Joe noch nie zuvor und auch seitdem nie wieder so gesehen».
Trump reagierte nun in einem Post auf seiner Plattform Truth Social auf ihre Schlaganfall-Aussage und betonte, dass Jill Biden nicht auf die Bühne geeilt sei, um ihrem angeschlagenen Ehemann zu helfen, «wie es jede gute Ehefrau getan hätte».
Der Demokrat Joe Biden war wegen seines misslungenen Auftritts bei einem TV-Duell mit Trump im Sommer 2024 heftig in die Kritik geraten. Auch Parteifreunde fingen plötzlich an, mehr oder weniger offen infrage zu stellen, ob Biden physisch und mental noch fit genug sei für eine weitere Amtszeit. Knapp einen Monat nach dem TV-Duell verkündete er schließlich seinen Rückzug. Nachrückerin Kamala Harris verlor die Wahl gegen Trump.
Malta wählt neues Parlament
VALLETTA: Früher als geplant bittet Premierminister Abela die Malteser an die Wahlurne. Am Samstag steht in dem kleinen EU-Land die Parlamentswahl an. Umfragen sehen Abela vor der konservativen Opposition.
Im kleinsten EU-Land Malta wird am Samstag ein neues Parlament gewählt. Mehr als 341.000 Einwohner sind wahlberechtigt und von 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr zum Urnengang in die Wahllokale aufgerufen. Umfragen sehen die sozialdemokratische Regierungspartei Labour (MLP) von Premierminister Robert Abela (48) vor der konservativen Nationalist Party (PN) von Alex Borg (30). Eine Wiederwahl Abelas wird entsprechend erwartet.
Mit der Auszählung wird am Sonntagmorgen begonnen. Je nach Trend dürfte zwischen Vormittag und frühem Nachmittag eine Seite ihren Sieg erklären. Mit dem offiziellen Ergebnis wird jedoch erst später im Laufe des Tages gerechnet.
Ende April hatte Abela in einer abendlichen Fernsehansprache die eigentlich für Anfang kommenden Jahres vorgesehene Parlamentswahl auf den 30. Mai vorgezogen. Der maltesische Regierungschef hatte globale geopolitische Sorgen infolge des Iran-Kriegs als Begründung für die vorgezogene Wahl genannt, und erklärt, seine Regierung brauche ein neues Mandat, um Malta und die Bürger des Landes durch eine drohende Energiekrise zu führen.
Streik sorgt für Behinderungen
ROM: Die staatliche Bahn, Schulen, Krankenhäuser - in Italien wird in verschiedenen Bereichen gestreikt. Auch der Zugverkehr ins Ausland ist teilweise beeinträchtigt.
In Italien hat ein auf 24 Stunden befristeter Streik mehrerer Gewerkschaften in verschiedenen Bereichen für Behinderungen gesorgt. Betroffen sind unter anderem die staatliche Eisenbahn, Schulen sowie Krankenhäuser. In der Großstadt Mailand funktioniert auch der öffentliche Nahverkehr nur eingeschränkt. In mehreren Städten sind Demonstrationen geplant.
Mit dem Streik wollen die Gewerkschaften Druck auf die rechtskonservative Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni machen, die in Rom seit dreieinhalb Jahren an der Regierung ist. Zu ihren Forderungen gehören neben höheren Löhnen auch ein Inflationsausgleich sowie ein Ende von prekären Beschäftigungen. Zudem werfen sie Meloni vor, das Streikrecht einschränken zu wollen.
Die Proteste laufen seit Donnerstag um 21.00 Uhr. Die Gewerkschaften bezeichnen die Arbeitsniederlegungen als «Generalstreik». Solche Proteste gibt es in Italien regelmäßig, ohne dass das öffentliche Leben zum Stillstand kommt. Die Arbeitsniederlegungen bei der Bahn haben auch Auswirkungen auf Verbindungen ins Ausland.