US-Beschuss von weiterem mutmaßlichen Drogenboot - drei Tote
WASHINGTON: Wieder ein mutmaßliches Drogenboot getroffen: Drei Männer sterben im östlichen Pazifik. Das US-Militär spricht von «Narco-Terroristen».
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein mutmaßlich von Drogenbanden genutztes Boot abgeschossen. Das Schiff sei Geheimdienstinformationen zufolge für Drogengeschäfte eingesetzt und auf einer bekannten Drogenschmuggelroute im östlichen Pazifik unterwegs gewesen, teilte das zuständige Südkommando (Southcom) des US-Militärs auf der Plattform X mit. Bei dem Angriff am Freitag wurden demnach drei Männer getötet, die das Militär als «Narco-Terroristen» bezeichnete. US-Streitkräfte seien nicht zu Schaden gekommen.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump lässt seit vergangenem Herbst immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Pazifik angreifen. Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt Washington den Umstand an, dass Drogenkartelle von der US-Regierung zu Terrororganisationen erklärt wurden. Erst vor wenigen Tagen hatte es einen Angriff auf ein ähnliches mutmaßliches Drogenschmugglerboot in der Region gegeben.
Toter Buckelwal: Obduktion am Donnerstag
ANHOLT: Ein Bergungsteam hat den vor der dänischen Insel Anholt gestrandeten Wal erfolgreich an Land gezogen. Nun steht die Obduktion an. Am Donnerstag wollen Tierärzte und Experten den Kadaver untersuchen.
Der Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals soll am kommenden Donnerstag auf der dänischen Insel Anholt untersucht werden. «Die Obduktion wird am Nachmittag beginnen und etwa sechs Stunden dauern», sagte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung der Deutschen Presse-Agentur.
Zuvor hatte ein Fahrzeug das Tier mit einem Seil aus dem flachen Wasser vor der Urlaubsinsel auf den Strand gezogen. Im Sand hinterließ der aufgeblähte Kadaver eine riesige Furche. «Alles ist nach Plan verlaufen», kommentierte Abildstrøm die etwa zweistündige Aktion. «Jetzt werden sich Tierärzte und Experten um die Untersuchung des Wals kümmern.»
Die dänische Umweltbehörde rief Einheimische und Badegäste dazu auf, sich dem Wal nicht zu nähern - es besteht Ansteckungsgefahr. Mit Flatterband wurde im Abstand von wenigen Metern eine Absperrung um das verwesende Tier herum errichtet, das inzwischen stark stinkt. Der Wal war bereits vor mehreren Wochen tot an der Insel angespült worden.
Verspätungen auf Brennerbahnlinie nach Brand an der Strecke
BOZEN: Ausgerechnet während der Sperre des Brennerpasses kommt es zu Verspätungen auf einer Zugstrecke. Die Schäden wurden nach Angaben der Behörden von Unbekannten verursacht.
Zeitgleich zur Sperre des Brennerpasses kommt es nach einem Feuerwehreinsatz auf der Brennerbahnlinie zu Verspätungen. Am frühen Morgen sei es nördlich von Verona zu einem Brand an der Bahnstrecke gekommen, teilte die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) mit. Der Bahnverkehr zwischen Peri und Dolcè am Gardasee sei erheblich beeinträchtigt. Unbekannte hätten Schäden an der Infrastruktur verursacht.
Der betroffene Streckenabschnitt liegt auf der Brennerbahnstrecke nördlich von Verona und gehört zur wichtigsten Eisenbahnverbindung in Richtung Brennerpass und weiter nach Österreich. Nach Angaben des Südtiroler Nachrichtenportals «stol.it» sind die Auswirkungen auch in Südtirol zu spüren.
Die Störungen treffen das Streckennetz auf diesem Abschnitt zu einem Zeitpunkt, an dem der Verkehr über den Brenner wegen einer Demonstration über mehrere Stunden komplett gesperrt ist. Die Blockade gilt auf österreichischer Seite bis 19.00 Uhr, auf italienischer Seite bis 20.00 Uhr. Die Behörden hatten dazu aufgerufen, auf Autofahrten unbedingt zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel - auch die Bahn in der Gegend - zu nutzen.
Brenner-Sperre: Entspannte Stimmung am Alpenpass
BRENNER: Die Atmosphäre ist fast unwirklich. Dort, wo sonst Auto an Auto durch den Ort rollt, herrscht große Ruhe. Zu hören ist Musik aus den Bars. So macht auch das Arbeiten Spaß.
Zsuzsanna Kornyik strahlt übers ganze Gesicht. Selten hat ihr die Arbeit so Spaß gemacht. «Es ist sehr angenehm. Sonst muss ich oft lange warten, bis ich die Gäste auf der anderen Straßenseite bedienen kann», sagt die 48-Jährige, die seit 20 Jahren Lokale auf der Passhöhe betreibt. Normalerweise rauscht Auto an Auto an ihrem Café am Brenner vorbei.
An diesem Samstag ist alles anders. In der kleinen Gemeinde, die oft wegen ihres Einkaufszentrums angesteuert wird, gibt es viele freie Parkplätze. Und im Café sitzen fast ausschließlich Radfahrer, die den 1.370 Meter hohen Pass bewältigt haben und sich beim Cappuccino entspannen.
Der Brenner-Korridor ist seit dem späten Vormittag wegen einer Demonstration auf der Autobahn bis zum Abend gesperrt. Auf der verkehrsreichsten Nord-Süd-Verbindung der Alpen ist damit kein Transitverkehr möglich.
Brenner-Sperre in Kraft
MATREI AM BRENNER: Der wichtige Alpenpass ist ab sofort dicht - für acht Stunden geht nichts mehr. Alle Straßen im Brenner-Korridor sind wegen einer Demonstration für den Transitverkehr gesperrt.
Die Komplett-Sperre des Brennerpasses für den Transitverkehr ist seit 11.00 Uhr in Kraft. Die Sperre dauert auf österreichischer Seite bis 19.00 Uhr, auf italienischer Seite bis 20.00 Uhr. Sie gilt für die Brenner-Autobahn und sämtliche Nebenstrecken. Anlass der Sperre ist eine Protestaktion auf der Brenner-Autobahn. Dort wollen Bewohner der Region gegen die Verkehrsflut demonstrieren.
Fast elf Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen haben 2025 laut Autobahnbetreiber Asfinag die mautpflichtige Autobahn benutzt. Damit ist die Strecke die verkehrsreichste Nord-Süd-Verbindung der Alpen.
Die Polizei hatte dazu aufgerufen, Tirol während der Sperre weiträumig zu umfahren. Damit soll ein Verkehrschaos vermieden werden. In den Stunden vor der Sperre war der Verkehr praktisch problemlos über den Brenner und durch Tirol gerollt. Verkehrsexperten sprachen von einer überraschend ruhigen Verkehrslage.
Bergung von Buckelwal in Dänemark gestartet
ANHOLT: Wochenlang hatte der tote Buckelwal vor der dänischen Urlaubsinsel Anholt im flachen Wasser gelegen. Jetzt haben die Arbeiten an dem Tier begonnen.
Auf der dänischen Insel Anholt haben die Arbeiten am Kadaver des «Timmy» genannten Buckelwals begonnen. Im Livestream des Anbieters «News5» war am Morgen zu sehen, wie ein Fahrzeug das Tier mit einem Seil aus dem flachen Wasser etwas weiter an Land zog. Wie weit der verwesende Wal gezogen werden soll, war zunächst nicht zu erkennen.
Kommende Woche soll der Kadaver dann direkt am Strand untersucht werden. Die dänische Umweltbehörde rief Einheimische und Badegäste dazu auf, sich dem Wal nicht zu nähern - es besteht Ansteckungsgefahr.
Die Inselbewohner wünschen sich sehr, dass das Tier von ihrem beliebten Badestrand verschwindet. Sie befürchten unter anderem, dass der stinkende und womöglich Krankheiten übertragende Kadaver Touristen abschrecken könnte. In Dänemark sind Wal-Strandungen nicht ungewöhnlich.
Brenner-Sperre: Ruhige Verkehrslage überrascht Experten
MATREI AM BRENNER: Trotz der Blockade des wichtigen Alpen-Passes bleibt die Lage auf den Straßen vorerst entspannt - entspannter als an früheren Pfingst-Reisetagen. Behörden raten, Tirol heute weiträumig zu umfahren.
Kurz vor der Sperre der Brenner-Route im österreichischen Bundesland Tirol berichtet der Autofahrerclub ÖAMTC über eine überraschend entspannte Verkehrslage. «Es ist im Moment ruhiger als sonst», sagte ein Sprecher mit Blick auf Pfingst-Reisewochenenden in den Vorjahren. Die Stau-Experten des ÖAMTC hatten damit gerechnet, dass viele Reisende versuchen würden, Tirol noch Samstagfrüh zu durchfahren, kurz bevor die Sperre am Vormittag in Kraft tritt.
Wegen einer Demonstration gegen die Verkehrsbelastung am Brenner-Pass sind die wichtige Alpenüberquerung und die Brenner-Autobahn (A 13) in Österreich von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Autos und Motorräder nicht befahrbar. Auch lokale Ausweichrouten sind gesperrt. Auf der italienischen Seite des Grenzpasses gilt die Sperre von 10.30 Uhr bis 20.00 Uhr. In der betroffenen Region sind in dieser Zeit Fahrten nur für den Ziel- und Quellverkehr erlaubt.
Behörden haben dazu aufgerufen, Tirol am Tag der Sperre großräumig zu umfahren. Der ÖAMTC rechnet daher im Laufe des Tages mit stärkerem Reiseverkehr auf der Tauernautobahn (A 10) und der Pyhrnautobahn (A 9).