Verdächtiger nach Schüssen bei Weißem Haus tot
WASHINGTON: Im Umfeld des Weißen Hauses fallen Schüsse. Der Präsident hält sich zu dem Zeitpunkt in seinem Amtssitz auf. Ein Verdächtiger ist nun tot.
Nach den Schüssen in der Nähe des Weißen Hauses ist ein mutmaßlicher Angreifer tot. Die Person habe eine Waffe aus einer Tasche gezogen und das Feuer eröffnet, daraufhin hätten Beamte das Feuer erwidert und den Verdächtigen getroffen, teilte der für die Sicherheit des Präsidenten zuständige Secret Service auf der Plattform X mit. Die Person sei im Krankenhaus für tot erklärt worden. Auch ein unbeteiligter Passant wurde demnach während des Schusswechsels verletzt.
US-Präsident Donald Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls den Angaben zufolge im Weißen Haus in der Hauptstadt Washington auf. Laut Secret Service wurde kein Beamter verletzt. Der Vorfall werde nun untersucht.
FBI: Schüsse im Umfeld des Weißen Hauses
WASHINGTON: Im Umfeld des Weißen Hauses fallen laut FBI Schüsse. Vieles ist zunächst noch unklar.
In der Nähe des Weißen Hauses hat es nach Angaben der US-Bundespolizei FBI Schüsse gegeben. Beamte seien vor Ort und unterstützen den Secret Service, schrieb FBI-Chef Kash Patel auf der Plattform X. Nähere Angaben machte er zunächst nicht.
Mehrere US-Medien berichteten von Schussgeräuschen. Der Sender ABC News berichtete, dass der Nordrasen des Weißen Hauses vom Secret Service geräumt worden sei. Reporter seien angewiesen worden, schnell in den Presseraum des Weißen Hauses zu laufen. Auch Reporter von CBS News berichteten, dass die Geräusche wie Schüsse geklungen hätten.
US-Präsident Donald Trump befand sich am Samstag (Ortszeit) prinzipiell im Weißen Haus. Er hatte dort unter anderem Gespräche über ein Abkommen für ein mögliches Ende des Iran-Kriegs geführt.
Mindestens 28 Tote bei Einsturz illegaler Goldmine in Angola
LUANDA: Bei der Suche nach Gold wird in Angola oft unter gefährlichen Bedingungen gearbeitet. Nun ist eine illegale Mine eingestürzt - unter den Toten sind mehrere Mitglieder derselben Familie.
Beim Einsturz einer illegal betriebenen Goldmine in Angola sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Die Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren seien bei einem Erdrutsch in der Provinz Bengo nordöstlich der Hauptstadt Luanda verschüttet worden, teilte die Polizei des zentralafrikanischen Küstenlandes mit.
Der Unfall ereignete sich demnach in der Ortschaft Canacassala rund 60 Kilometer außerhalb von Luanda. Die Opfer hatten dort illegal nach Gold gesucht, als die Mine einstürzte. Unter den Toten seien auch 13 Mitglieder derselben Familie, hieß es weiter.
Rettungskräfte setzten die Suche nach möglichen weiteren Opfern oder Überlebenden fort. Nach Angaben der Provinzregierung handelt es sich um den ersten bekannten tödlichen Unfall im Zusammenhang mit illegalem Goldabbau in der Region.
«Fit, nicht fett»: US-Minister beschwört Kriegerethos
NEW YORK: US-Verteidigungsminister Hegseth fordert in der berühmten Militärakademie West Point Disziplin und Kampfgeist - und wettert gegen Vielfalt im Militär.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat das Kriegerethos im Militär beschworen. «Ihr seid fit, nicht fett. Ihr seid diszipliniert», sagte der Pentagon-Chef auf einer Abschlusszeremonie von Kadetten an der berühmten Militärakademie West Point im US-Bundesstaat New York. Man sende sie nun aus, um zu führen, «wir senden euch aus, um Krieger zu formen, und wir senden euch vielleicht in den Krieg - ihr seid bereit», ergänzte Hegseth, den die Trump-Regierung in Kriegsminister und das Verteidigungs- in Kriegsministerium umbenannt hatte.
Schon länger beschwört die Trump-Regierung das Bild von starken Helden im US-Militär und bedient sich an zum Teil martialischer Kriegsrhetorik, während in den Vereinigten Staaten zugleich schon lange viele Bürger kriegsmüde sind.
Hegseth kritisierte zugleich, politisch motivierte ideologische Agenden und schwache Führung hätten das Militär auf einen falschen Kurs gebracht. Es sei eine Dummheit, wenn man sage, dass Vielfalt im Militär eine Stärke sei. In konservativen US-Kreisen existiert seit Jahren die Meinung, das Militär sei unter demokratischen Regierungen «verweichlicht» oder zu stark von gesellschaftspolitischen Themen geprägt worden.
Regierungsbildung : Frederiksen wieder beauftragt
KOPENHAGEN: Die Parlamentswahl ist fast zwei Monate her: Eine neue Regierung zu finden, gerät in Dänemark zur unendlichen Geschichte. Jetzt darf es erneut die geschäftsführende Ministerpräsidentin versuchen.
Fast zwei Monate nach der Parlamentswahl in Dänemark ist die geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Das ist das Ergebnis der sogenannten Königsrunde, die am Samstag nötig geworden war, nachdem der Rechtsliberale Troels Lund Poulsen zuvor bei Koalitionsverhandlungen gescheitert war.
Bei der Königsrunde werden alle Parlamentsparteien bei König Frederik X. vorstellig und geben bekannt, für wen sie sich als Leiter der Regierungsverhandlungen aussprechen. Wer die größte Unterstützung hinter sich vereint, darf als Erstes versuchen, eine Regierung zu bilden. Bereits nach der ersten Königsrunde Ende März hatte Frederiksen dieses Mandat bekommen, bei ihren Verhandlungen aber keinen Durchbruch erzielt. Dann war Lund Poulsen an der Reihe.
Jetzt darf es Frederiksen erneut versuchen. Ihre Sozialdemokraten waren aus der Wahl als stärkste Partei hervorgegangen. Ziel ist jetzt wohl eine Mitte-Links-Regierung. Eine Schlüsselrolle kommt deshalb dem früheren dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen zu, der vor einigen Jahren eine neue Partei der politischen Mitte - Moderaterne - gegründet hatte. Um regieren zu können, reicht es in Dänemark, keine Mehrheit gegen sich zu haben.
Zwei tote Safari-Touristen entdeckt - Polizei ermittelt
JOHANNESBURG: Im berühmten Krüger-Nationalpark wurden zwei tote Touristen entdeckt. Ihr Auto ist verschwunden, die Ermittlungen laufen.
Im berühmten Krüger-Nationalpark in Südafrika sind zwei tote Touristen entdeckt worden. Andere Besucher hätten die Leichen am Freitag in der Nähe eines Flusses im Pafuri-Gebiet im Norden des riesigen Parks gefunden, teilte die südafrikanische Parkbehörde mit. Die zwei Besucher, deren Nationalität nicht mitgeteilt wurde, seien am Vortag nicht in ihr Camp zurückgekehrt.
Das Auto, mit dem die Touristen unterwegs waren, sei zudem verschwunden. Die Polizei habe nun die Ermittlungen übernommen, sagte Forstminister Willie Aucamp der Mitteilung zufolge. Es sei der erste Vorfall dieser Art in der Geschichte des Nationalparks. Die Angehörigen seien informiert und würden bei der Anreise und der Rückführung der Leichen unterstützt, hieß es. Weitere Angaben lagen zunächst nicht vor.
Die Sicherheitslage in dem Nationalpark mit Hunderttausenden Besuchern im Jahr hatte bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem 2022 ein deutscher Urlauber auf dem Weg zu einem Safari-Urlaub bei einem Überfall in der Nähe des Parks erschossen worden war. Ein 38-Jähriger wurde wegen Mordes an dem Mann aus Hessen verurteilt. Südafrika, das zu den beliebtesten Touristenzielen in Afrika gehört, verzeichnet eine hohe Rate an Gewaltverbrechen.
«Wegkommen vom Nettozahlerprinzip»: Weber für höheren EU-Etat
BRÜSSEL: In Brüssel wird derzeit über den neuen, milliardenschweren Haushalt gerungen. Die Bundesregierung hat sich schon klar geäußert. EVP-Chef Weber hat eine andere Sicht auf die Dinge.
EVP-Chef Manfred Weber wirbt für einen umfassenderen EU-Haushalt. «Europa bringt Vorteile, auch finanzielle. Es hilft allen, gemeinsam einen Drohnenschirm an der Ostgrenze zu finanzieren», sagte der CSU-Politiker dem Straubinger Tagblatt und der Münchner Abendzeitung. Das müsse das Leitmotiv sein. So helfe es auch etwa allen, die EU-Grenzschutzbehörde Frontex zu stärken. «Der Schutz der Außengrenzen, europäische Verteidigung: Das ist auch im deutschen Interesse.» Die Deutschen müssten daher «ein bisschen wegkommen vom Nettozahlerprinzip».
Der EU-Haushalt ist eines der politisch sensibelsten Themen in Brüssel. Aktuell wird um das Budget für 2028 bis 2034 gerungen. Die Europäische Kommission schlägt inflationsbereinigt rund 1,76 Billionen Euro vor, die für verschiedene EU-Vorhaben genutzt werden sollen - etwa Verteidigungsbeschaffung, Agrarpolitik und Strukturförderung. Das ist deutlich mehr Geld, als derzeit für die laufende siebenjährige Budgetperiode veranschlagt sind. Das EU-Parlament will noch zehn Prozent mehr Geld.
Finanziert wird der riesige Topf überwiegend aus einem Anteil des Bruttonationaleinkommens (BNE) der Mitgliedstaaten. Die Bundesregierung erteilte den hohen Summen bereits eine klare Absage. Deutschland trägt als größte Volkswirtschaft der EU den mit Abstand größten Teil zum Budget bei und ist daher ein sogenannter Nettozahler. Nettozahlerstaaten sind Länder, die mehr Geld in den EU-Haushalt einzahlen, als sie daraus zurückbekommen.
Mindestens 82 Tote nach Minenunglück in Nordchina
QINYUAN: Wie viele weitere Personen weiterhin in der Kohlemine eingeschlossen sind, ist bislang unklar. Die Rettungsarbeiten dauern weiter an.
Nach einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut chinesischen Staatsmedien mindestens 82 Menschen gestorben. Wie viele Personen weiterhin in der Mine eingeschlossen sind, ist bislang unklar. Die Rettungsarbeiten dauern weiter an.
Am Samstagmorgen hieß es zunächst, dass insgesamt 201 Menschen aus der Mine geborgen wurden, darunter acht Tote. Warum die Todeszahl derart schlagartig nach oben korrigiert wurde, ist bislang unklar.
Das Unglück hat sich bereits am Freitagabend in einem Bergwerk im Landkreis Qinyuan ereignet, wie Chinas staatliche Agentur Xinhua berichtete.
Die Provinz Shanxi gilt als einer der Zentren für die chinesische Kohleindustrie. In der Vergangenheit kam es in China immer wieder zu schwerwiegenden Unfällen mit vielen Toten. Die Ursache der Explosion werde laut Xinhua nach wie vor untersucht.