Neues aus dem Ausland am Montag

Foto: Pixabay/Philipp
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Ebola-infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden

WASHINGTON/KINSHASA: Der Ebola-Ausbruch im Kongo bereitet Experten große Sorge. Jetzt werden mehrere Personen nach Deutschland ausgeflogen - darunter soll auch ein Arzt aus den USA sein.

Ein mit dem Ebolavirus infizierter US-Amerikaner soll nach US-Angaben in Deutschland behandelt werden. Er habe in der Demokratischen Republik Kongo gearbeitet und sei am Wochenende positiv getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Wegen der kürzeren Flugzeiten und der Erfahrungen bei der Versorgung von Ebola-Patienten werde der Infizierte nach Deutschland verlegt - ebenso wie sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko. Zu ihrer Nationalität wurden keine Angaben gemacht. Zum genauen Behandlungsort in Deutschland gab es ebenfalls keine Informationen.

US-Medien zufolge soll es sich bei dem Infizierten um einen Arzt handeln. Eine christliche Missions-Organisation teilte mit, dass sich ein US-amerikanischer Mediziner beim Behandeln in einem Krankenhaus im Kongo infiziert habe.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verantwortlich ist eine seltene Virusvariante, für die es keinen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Der Ausbruch begann nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet.


Streit mit Kanada: USA legen Verteidigungsrat auf Eis

WASHINGTON: Seit mehr als 80 Jahren beraten sich Kanada und die USA in einem gemeinsamen Gremium in Verteidigungsfragen. Doch damit soll Schluss sein.

Als Folge der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada zieht sich das US-Verteidigungsministerium aus einem Teil der militärischen Zusammenarbeit zurück. Weil Kanada seinen Zusagen in der Verteidigungspolitik nicht hinreichend nachkomme, legen die USA die Arbeit im ständigen Verteidigungsrat auf Eis, wie der leitende Pentagon-Mitarbeiter Elbridge Colby auf X mitteilte. «Wir können die Kluft zwischen Worten und Taten nicht länger ignorieren.»

Das gemeinsame Gremium wurde 1940 geschaffen, um sich in Fragen der Verteidigung enger abzustimmen. Es setzt sich aus führenden Vertretern des Militärs sowie der Regierungen beider Länder zusammen. Colby deutete an, dass Kanada mehr Ressourcen in die eigene Verteidigung stecken müsse. «Nur wenn wir in unsere eigenen Verteidigungskapazitäten investieren, können Amerikaner und Kanadier in Sicherheit und Wohlstand leben.»

Colby verlinkte unter dem Beitrag eine Rede von Kanadas Premierminister Mark Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar. In dem viel beachteten Beitrag hatte der Regierungschef gesagt, das US-geführte globale Regierungssystem erlebe derzeit einen Bruch, der durch die Konkurrenz der Großmächte und eine schwindende regelbasierte Ordnung gekennzeichnet sei. US-Präsident Donald Trump reagierte empört auf die Rede.

Die Beziehungen zwischen den USA und Kanada sind seit dem neuerlichen Amtsantritt Trumps schwer belastet. Neben Zöllen wird das Verhältnis auch von Trumps immer wieder geäußerten Wunsch strapaziert, Kanada als 51. Bundesstaat einzugliedern.


Drei Getötete bei Attacke auf Islam-Zentrum in San Diego

SAN DIEGO: Großeinsatz der Polizei in San Diego nach Schüssen an einem islamischen Zentrum. Die Beamten finden drei Todesopfer und zwei mutmaßliche Täter im Teenager-Alter, die sich wohl das Leben nahmen.

Bei einem Angriff auf ein großes islamisches Zentrum in San Diego sind drei Menschen getötet worden. Zwei mutmaßliche Angreifer seien in einem Auto auf dem Parkplatz tot aufgefunden worden, sagte Polizeichef Scott Wahl. Die Behörden gehen aktuell davon aus, dass sich die Verdächtigen im Alter von 17 und 19 Jahren selbst das Leben nahmen. Zu dem Zentrum gehören eine Moschee und eine Schule. Auf Hubschrauberaufnahmen war zu sehen, wie Kinder aus dem Gebäude herausgeleitet wurden.

Einer der Getöteten ist der Polizei zufolge ein Wachmann des Zentrums. Bei den beiden anderen handelt es sich laut Medienberichten um Mitarbeiter. Da es sich um eine religiöse Einrichtung handele, betrachte die Polizei die Attacke bis auf Weiteres als ein Hassverbrechen, sagte Wahl. Deswegen sei auch die Bundespolizei FBI eingeschaltet worden.

Die Polizei hatte mit einem massiven Einsatz auf Berichte über einen Schützen an dem Zentrum reagiert, zu dem neben der Moschee auch eine Schule gehört. Ein Zeuge sagte dem Sender CBS News, er habe etwa 30 Schüsse gehört und daraufhin die Polizei verständigt.

Die umliegenden Straßen und eine anliegende Autobahn waren von dutzenden Polizeifahrzeugen blockiert. Die Polizei richtete einen Sammelplatz für Familienmitglieder ein.


Polizei: Keine Bedrohung mehr bei Einsatz in San Diego

SAN DIEGO: Nach Berichten über einen Schützen an einem islamischen Zentrum im kalifornischen San Diego gibt es einen Großeinsatz. Die Lage an der Einrichtung ist zunächst unklar.

Nach Berichten über einen Schützen in einem islamischen Zentrum in San Diego hat die Polizei in den USA erste Entwarnung gegeben. Es gebe derzeit keine Bedrohung mehr, teilte sie auf X mit. Nähere Angaben zu möglichen Angreifern oder Opfern machte sie nicht.

Die Polizei hatte mit einem massiven Einsatz auf Berichte über einen Schützen an einem islamischen Zentrum reagiert. Auf Hubschrauber-Aufnahmen war zu sehen, wie Beamte in Schutzausrüstung das Gebäude in einem Vorort der kalifornischen Stadt betraten. Ebenfalls war zu sehen, wie Menschen unter Polizeischutz von dem Gebäude weggeleitet wurden, darunter viele Kleinkinder.

Die umliegenden Straßen und eine anliegende Autobahn waren von dutzenden Polizeifahrzeugen blockiert. Die Polizei richtete einen Sammelplatz für Familienmitglieder ein. Zu dem Zentrum gehören eine Moschee und eine islamische Schule.


Polizei sucht Schützen an islamischem Zentrum in San Diego

SAN DIEGO: Nach Berichten über einen Schützen an einem islamischen Zentrum im kalifornischen San Diego gibt es einen Großeinsatz. Die Lage an der Einrichtung ist zunächst unklar.

Die Polizei in San Diego hat mit einem massiven Einsatz auf Berichte über einen Schützen an einem islamischen Zentrum reagiert. Auf Hubschrauber-Aufnahmen war zu sehen, wie Beamte in Schutzausrüstung das Gebäude in einem Vorort der kalifornischen Stadt betraten. Die umliegenden Straßen und eine anliegende Autobahn waren von dutzenden Polizeifahrzeugen blockiert. Von der Polizei gab es zunächst keine Informationen zu möglichen Opfern. Sie richtete einen Sammelplatz für Familienmitglieder ein. Auf den Videoaufnahmen war zu sehen, wie Menschen unter Polizeischutz von dem Gebäude weggeleitet wurden. Zu dem Zentrum gehören eine Moschee und eine islamische Schule.


Deutschland kauft norwegische Raketen für F-35-Kampfjets

OSLO: Schon vor einem Jahr kündigte Deutschland die Anschaffung hochpräziser Raketen aus Norwegen an, um damit F-35-Jets zu bestücken. Jetzt gibt es laut Hersteller einen Vertrag über weitere Lieferungen.

Deutschland hat nach Angaben des Waffenherstellers Kongsberg einen Vertrag über die Lieferung von luftgestützten Marschflugkörpern aus Norwegen im Wert von umgerechnet rund 324 Millionen Euro unterschrieben. «Im Juni 2025 hat Deutschland als fünftes Land Joint Strike Missiles für seine F-35-Kampfflugzeuge ausgewählt», hieß es in einer Mitteilung des norwegischen Unternehmens. «Jetzt hat Deutschland einen Vertrag über weitere Lieferungen von Raketen unterschrieben.» Dieser sei als staatlicher Handel zwischen Norwegen und Deutschland angelegt.

Die Verträge über die Joint Strike Missiles stärkten sowohl die eigenen Streitkräfte als auch die Nato, zitierte Kongsberg den norwegischen Verteidigungsminister Tore O. Sandvik. Die Raketen wurden speziell für die F-35 entwickelt und können gut verteidigte Ziele auf See und an Land über große Distanzen hinweg mit hoher Präzision finden und zerstören.


Kreuzfahrt: Auch Kanadier positiv auf Hantavirus getestet

OTTAWA: Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» gibt es nun auch in Kanada eine Infektion. Was die Gesundheitsbehörde dazu mitteilt.

Einer der vier kanadischen Passagiere von dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» ist in der Quarantäne positiv auf das Hantavirus getestet worden. Die Person habe milde Symptome, teilte die kanadische Gesundheitsbehörde mit. Der Test ihres Partners, der ebenfalls mit auf der Kreuzfahrt gewesen sei, sei negativ ausgefallen.

Die beiden sowie ein dritter Passagier, der am selben Ort im Westen Kanadas in Quarantäne war, seien vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht worden. Der vierte Passagier sei in seinem Zuhause in Quarantäne. Die vier Passagiere waren vor rund einer Woche in der Stadt Victoria angekommen. Damals habe noch keiner von ihnen Symptome gezeigt, hieß es. Das Risiko für die Bevölkerung Kanadas bleibe gering.

Auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» hatte es einen Hantavirus-Ausbruch gegeben, drei Passagiere starben. Bei ihnen wurde eine Infektion mit der südamerikanischen Unterart Andesvirus nachgewiesen.


Angreifer erschießt mindestens zwei Menschen in Südtürkei

MERSIN: Ein Angreifer schießt in einem Restaurant in der Südtürkei um sich, Menschen sterben. Die Polizei sucht nach dem Täter - und dem Motiv.

Ein Angreifer hat in einem Restaurant in der südtürkischen Provinz Mersin mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt. Der Unbekannte habe wahllos um sich geschossen und sei dann geflohen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Der Hintergrund war zunächst unklar.

Die Zeitung «Cumhuriyet» berichtete von insgesamt vier Toten und acht Verletzten. Der Angreifer habe den Besitzer des Restaurants und einen Mitarbeiter erschossen, bei seiner Flucht habe er zudem zwei weitere Menschen getötet. Die Polizei sei im Einsatz, um den Täter zu fassen. Eine offizielle Erklärung lag zunächst nicht vor.


China empfängt Putin - wenige Tage nach Trump

MOSKAU/PEKING: Gerade erst war US-Präsident Trump in Peking. Jetzt will sich auch Kremlchef Putin mit Chinas Staatschef Xi Jinping treffen. Moskau hat laut Kreml große Erwartungen an die Gespräche.

Kremlchef Wladimir Putin stattet wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump nun ebenfalls China von diesem Dienstag an einen zweitägigen Besuch ab. Putin werde von einer Delegation aus Ministern und Managern von staatlichen und privaten Konzernen begleitet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland habe hohe Erwartungen an den Besuch. Bei den Gesprächen auf Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping gehe es um einen Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder.

An diesem Mittwoch dann wollen Putin und Xi nach Kremlangaben über die Beziehungen ihrer Länder sprechen und sich über internationale wie regionale Probleme austauschen. Im Anschluss sei die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung und einer Reihe bilateraler Dokumente geplant. Auch ein Treffen Putins mit Ministerpräsident Li Qiang steht demnach auf dem Programm.

Putins Besuch sei verbunden damit, dass sich die Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zum 25. Mal jährt. Putin war zuletzt im vergangenen Jahr in Peking gewesen, als mit einer Militärparade der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gefeiert wurde.

Erst am Freitag war US-Präsident Donald Trump nach einem mehrtägigen Staatsbesuch in China zurück in die USA geflogen. Laut Kreml will sich Putin nun auch aus erster Hand von Xi über die Gespräche informieren lassen. Sein China-Besuch gilt aber nicht als direkte Reaktion auf Trumps Visite, sondern ist schon seit längerer Zeit geplant.


Restaurantinhaber erstochen - Verdächtiger in Türkei gefasst

HAMBURG: Bei einem Streit in einem Restaurant in Hamburg-Marienthal wird der Inhaber niedergestochen - und stirbt. Nun sitzt ein 36-jähriger Tatverdächtiger in der Türkei in Haft.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Restaurant-Chef in Hamburg im Februar ist ein 36-jähriger Verdächtiger in der Türkei festgenommen worden. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte «Bild» darüber berichtet.

Der 36-Jährige steht im Verdacht, am Abend des 12. Februar den Restaurantinhaber im Streit niedergestochen zu haben. Der 41-Jährige war im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Eine Fahndung nach dem Täter war zunächst erfolglos geblieben.

Hintergrund des Streits sollen Medienberichten zufolge Heiratspläne des 36-Jährigen gewesen sein. Eine Ehe mit einer Familienangehörigen des Restaurantinhabers sei von deren Familie abgelehnt worden.

Nachdem der lebensgefährlich Verletzte ins Krankenhaus gebracht worden war, waren zahlreiche Angehörige vor der Klinik erschienen. Es seien 30 bis 40 Personen einer Großfamilie gewesen, die zu ihm wollten, sagte ein Sprecher der Klinik damals. Man könne aber nicht so viele Besucher zu einem Patienten lassen, der im Schockraum liege und um sein Leben kämpfe. Nach Angaben der Polizei waren mehr als drei Dutzend Funkstreifenbesatzungen am Krankenhaus im Einsatz. Es sei zu Widerstandshandlungen gekommen.


Zwei Frauen auf Baustelle getötet - Mann festgenommen

NEAPEL: Ein Paar beobachtet in Italien einen verdächtigen Mann auf einer Baustelle - kurz darauf entdeckt die Polizei zwei Tote. Die mutmaßlichen Hintergründe der Tat sind erschütternd.

In der Nähe der süditalienischen Großstadt Neapel ist ein Mann unter dem Verdacht festgenommen worden, zwei Frauen getötet zu haben. Dies teilten die Carabinieri mit. Die Leichen einer 29 Jahre alten Italienerin und einer 49 Jahre alten Ukrainerin wurden auf einer verlassenen Baustelle in der 13.000-Einwohner-Gemeinde Pollena Trocchia am Fuße des Vesuv-Vulkans entdeckt.

Wie Medien berichteten, soll der 49-Jährige die Frauen nach sexuellen Kontakten getötet haben, weil er sich geweigert habe, für deren Leistungen zu bezahlen. Er stieß sie den Berichten zufolge aus oberen Stockwerken der Baustelle in die Tiefe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen zweifachen Mordes.

Auf die Spur des Verdächtigen kamen die Ermittler den Berichten zufolge durch ein Paar, das vor Ort beobachtet hatte, wie der Mann mit einer Frau die Baustelle betrat - und kurze Zeit später allein und mit einer Handtasche wieder herauskam. Das Paar alarmierte daraufhin die Polizei. Er soll die beiden Frauen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den vergangenen Tagen getötet haben.


Trumps Sondergesandter will «zuhören und lernen»

NUUK: Wenn ein US-Vertreter grönländischen Boden betritt, gerät die Insel in Aufruhr. Doch der Sondergesandte Jeff Landry beteuert: Er wolle hier nur Freunde finden. Nehmen die Grönländer es ihm ab?

Der US-Sondergesandte Jeff Landry ist zu einem Besuch auf Grönland eingetroffen. Monate nach einer kurzzeitigen Zuspitzung im Streit über Besitzansprüche der USA auf die Arktisinsel will er dänischen Medien zufolge unter anderem Regierungschef Jens-Frederik Nielsen treffen und an einer Wirtschaftskonferenz teilnehmen. Eingeladen worden sei der US-Vertreter demnach nicht.

Seinen ersten Eindruck von der Insel schilderte er dem Fernsehsender DR nach Ankunft in der bewölkten Hauptstadt Nuuk: «Ich liebe es - es ist großartig.» Angesichts der wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, sich die Arktisinsel zur Not auch gewaltsam einzuverleiben, sorgen Besuche wie dieser unter Einheimischen für Unruhe. Landry schlug jedoch bei DR beschwichtigende Töne an: «Ich bin nur hier, um Beziehungen aufzubauen, zuzuhören, zu lernen und zu sehen, ob es Möglichkeiten gibt, die Beziehungen zwischen den USA, Grönland und Dänemark auszubauen.»

Sondergesandter mit Botschaft von Trump im Gepäck

Auch eine Botschaft von Trump hatte Landry im Gepäck. «Er hat zu mir gesagt: «Reise dorthin und finde so viele Freunde, wie du nur kannst»», sagte der US-Amerikaner. Nach Einschätzung des dänischen Grönland-Experten Ulrik Pram Gad nimmt das jedoch nicht die Anspannung aus dem Konflikt. «Das Problem ist, dass es sich wie Druck anfühlt, selbst wenn sie nette und freundliche Dinge sagen, weil Trumps Agenda damit nicht vom Tisch ist», sagte er DR. Das Image des freundlichen Nachbarn USA habe der Präsident selbst zerstört.


In Modena schwer verletzte Deutsche zeigt Anzeichen von Besserung

MODENA: Es gibt vorsichtige Hoffnung für die im italienischen Modena schwer verletzte Deutsche. Sie zeige Anzeichen einer schrittweisen Besserung, ihr Zustand sei aber noch kritisch, heißt es aus der Klinik.

Der Zustand der von einem Autoraser im Zentrum der norditalienischen Stadt Modena schwer verletzten Deutschen hat sich nach Krankenhausangaben leicht verbessert. Die 69 Jahre alte Frau sei zwar noch immer in einem kritischen Zustand, sie zeige jedoch Anzeichen einer schrittweisen Besserung, hieß es in einer Mitteilung der Klinik in Modena.

Sie konnte demnach von der Beatmungsunterstützung entwöhnt werden und atmet inzwischen wieder selbstständig. Die Frau stammt nach Angaben des Opferbeauftragten der Landesregierung von Rheinland-Pfalz aus dem Süden des Bundeslandes. Eine nahe Verwandte der Frau sei auf dem Weg zu ihr.

Am Samstag war in Modena ein 31 Jahre alter Italiener mit nordafrikanischen Wurzeln mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gerast. In der Altstadt fuhr der Mann mit hoher Geschwindigkeit auf den Fußgängerweg und erfasste mehrere Passanten. Acht Menschen wurden verletzt, vier davon schwer.

Wie italienische Medien berichteten, wurde die deutsche Frau von dem Kleinwagen direkt erfasst und gegen ein Schaufenster gedrückt. Demnach verlor sie bei dem Aufprall beide Beine. Sie musste nach Angaben des Krankenhauses notoperiert werden und befindet sich seitdem auf der Intensivstation. In derselben Klinik liegt auch eine schwer verletzte Polin.


Britischer Vize-Premier: Starmer lehnt Abschied auf Raten ab

LONDON: Innerhalb der britischen Regierungspartei Labour tobt ein Machtkampf. Zu Wochenbeginn positioniert sich einer der Vertrauten des angeschlagenen Premierministers Keir Starmer.

Der britische Premierminister Keir Starmer lehnt seinem Vize zufolge auch einen Rücktritt auf Raten ab. Es gebe keinen Zeitplan für einen Abschied, sagte der stellvertretende Regierungschef David Lammy dem Sender Sky News. Starmer sei «die widerstandsfähigste Person», die er kenne. Er habe am Sonntag zweimal mit dem politisch angeschlagenen Premier gesprochen.

«Er hat unmissverständlich klargemacht, dass er weitermacht - im Dienste der britischen Bevölkerung», sagte der Justizminister, der vor den Folgen des Machtkampfes innerhalb der regierenden Labour-Partei warnt. Wenn dieser wochenlang fortgesetzt würde, würde die britische Bevölkerung die Partei bei der nächsten Parlamentswahl abservieren. «Das habe ich all meinen Kollegen gesagt, und ich kann das nicht genug betonen», sagte Lammy.

Starmer steht seit den für Labour desolaten Ergebnissen bei den Kommunal- und Regionalparlamentswahlen unter Druck. Etliche Abgeordnete hatten in den vergangenen Tagen seinen Rücktritt gefordert. Zuletzt trat Gesundheitsminister Wes Streeting zurück und kündigte an, Starmer in die Wahl um das Amt des Parteichefs zwingen zu wollen. Auch Manchesters Bürgermeister Andy Burnham gilt als Kandidat, dieser müsste dafür in den kommenden Wochen aber zunächst den Sprung ins Parlament schaffen.


Zwei Tote nach Erdbeben in Südchina

PEKING: In Südchina bebt die Erde: In Guangxi kommen mindestens zwei Menschen ums Leben. Tausende werden nach Angaben staatlicher Medien in Sicherheit gebracht.

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,2 in der südchinesischen Region Guangxi sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein zunächst vermisster 91-Jähriger sei später lebend gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die örtlichen Behörden.

Das Beben ereignete sich demnach in der Nacht um 0.21 Uhr Ortszeit in der Stadt Liuzhou. Die Erschütterung hatte nach Angaben des chinesischen Erdbebennetzwerks eine Tiefe von acht Kilometern. Der staatliche Sender CCTV berichtete unter Berufung auf die Katastrophenschutzleitung von Liuzhou, bis zum frühen Morgen seien 13 Häuser eingestürzt und mehr als 7.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.


«Tages-Anzeiger»: Unzufriedenheit mit Schwarz-Rot nutzt der AfD

ZÜRICH: Zum Höhenflug der AfD in den Umfragen heißt es am Montag im Schweizer «Tages-Anzeiger»:

«Die Unzufriedenheit der Deutschen mit der schwarz-roten Koalition von Kanzler Friedrich Merz wächst. Merz hat tiefgreifende Reformen versprochen, die er nicht umsetzen kann. Seine Regierung benötigt Monate, um überhaupt Beschlüsse zu fällen, die dann doch enttäuschen. Dazu kommen rhetorische Patzer, mit denen sich der deutsche Kanzler immer wieder selber schadet. (.)

Von der Unzufriedenheit mit der Regierung profitieren die Oppositionsparteien: Vor allem die AfD konnte den Frust über die Regierung von Friedrich Merz für sich nutzen, in kleinerem Maße gilt das auch für die Grünen und die Linke.

Als «Unmutsaufsauger» bezeichnet der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte die AfD. Die Partei lebt von der Erzählung, dass das Land den Bach hinuntergeht und es deswegen einen radikalen Politikwechsel braucht. Daneben gibt es aber auch eine andere Entwicklung, die den Parteien Sorgen machen sollte. Viele Wählerinnen und Wähler haben die AfD mehrfach gewählt und tun das nicht nur aus Protest, sondern aus Überzeugung. Parteibindung und das Vertrauen in die Lösungskompetenz der AfD wachsen.»

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