Behörde: Tanker von Geschoss in Straße von Hormus getroffen
LONDON: Die zwischen den USA und dem Iran getroffene Vereinbarung sah auch die Öffnung der Straße von Hormus vor. Erneut wird in der für den Welthandel wichtigen Meerenge ein Zwischenfall gemeldet.
In der Straße von Hormus ist nach Angaben der britischen Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Die Schiffsbrücke des Tankers sei beschädigt worden. Verletzte habe es nicht gegeben.
Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar hatte die Islamische Republik Anfang März die wichtige Meerenge durch Drohungen und Angriffe weitestgehend blockiert. Die USA reagierten im Verlauf mit einer eigenen Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen anliefen oder verlassen sollten. Der Iran und die USA vereinbarten vergangene Woche ein vorläufiges Ende der Kampfhandlungen sowie die Aufhebung der Blockaden. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge bleibt aber verhalten.
Bahrain meldet iranischen Drohnenangriff
MANAMA: Wieder gibt es Angriffe zwischen den USA und dem Iran. Nun wird auch in der Golfregion neuer Drohnenbeschuss gemeldet.
Nach erneuten Angriffen zwischen den USA und dem Iran hat der Golfstaat Bahrain einen iranischen Drohnenangriff gemeldet. Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains.
Ein genauer Angriffsort wurde nicht genannt. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden wurden keine Angaben gemacht.
Die USA hatten zuvor nach eigenen Angaben als Reaktion auf einen mutmaßlich vom Iran verübten Angriff auf ein Frachtschiff mehrere Ziele an der Südküste des Iran bombardiert. Es waren die ersten Angriffe seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit Teheran zur Beilegung des Krieges Mitte Juni.
Nachdem die USA und Israel Ende Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten, reagierte Teheran mit Angriffen unter anderem in den Golfstaaten. Hier liegen unter anderem wichtige US-Militärstützpunkte und -Botschaften.
Irans Außenministerium verurteilt neue US-Angriffe
TEHERAN: Als Reaktion auf eine Attacke auf ein Schiff in der Straße von Hormus greifen die USA wieder iranische Ziele an. Aus Teheran kommen scharfe Worte.
Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Luftangriffe auf mehrere Ziele an der Südküste des Landes scharf verurteilt. Es handele sich um einen «offenkundigen Verstoß» gegen das Rahmenabkommen, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung, die die Nachrichtenagentur Isna verbreitete. Der Iran werde seine Souveränität, Sicherheit und nationalen Interessen mit aller Kraft verteidigen.
Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) hatte am späten Freitagabend deutscher Zeit mitgeteilt, dass neue Angriffe als Reaktion auf eine Attacke auf ein Frachtschiff erfolgt seien. Es waren die ersten Angriffe seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit Teheran zur Beilegung des Krieges. US-Präsident Donald Trump hatte den Angriff auf das Frachtschiff zuvor dem Iran zugeschrieben und als Verstoß gegen die Waffenruhe-Vereinbarung gewertet.