Nahostkrise: Geschehen am Donnerstag

Nahostkrise: Geschehen am Donnerstag

Drei Tote bei israelischem Angriff im Südlibanon

BEIRUT: Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah bleibt fragil. Im Libanon herrscht Sorge, sie könnte ein weiteres Mal kippen.

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Motorrad im Südlibanon sind nach staatlichen Angaben drei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete, dass außerdem eine Person verletzt wurde. Die israelische Armee bestätigte den Angriff auf Nachfrage, ohne weitere Details zu nennen.

Eigentlich herrscht zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine Waffenruhe. Zuletzt wurde die Feuerpause nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen von beiden Seiten weitgehend eingehalten. Israel ist aber weiterhin mit eigenen Truppen im Südlibanon im Einsatz und greift damit auch weiter Ziele an.

NNA meldete auch, dass die israelische Armee Häuser in dem Ort Ain Arab nahe der Grenze zu Israel niedergebrannt habe. Bereits am Mittwoch gab es Berichte, dass die Bewohner aufgefordert wurden, ihre Häuser dort zu verlassen. Das israelische Militär äußerte sich dazu zunächst nicht.

In der US-Hauptstadt gehen unterdessen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Dabei soll die Waffenruhe gefestigt werden. Die libanesische Regierung will vor allem auch einen Abzug der israelischen Truppen erzielen. Israel will eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Die israelische Regierung hatte zuletzt mehrmals betont, erst bei einer vollständigen Entwaffnung der Hisbollah aus dem Nachbarland abzuziehen.


Oman: Keine Gebühren an der Straße von Hormus geplant

MASKAT: Aus Sicht der USA kann der Iran für die Passage der Straße von Hormus keine Gebühren verlangen - weder in den Verhandlungen über 60 Tage noch danach. Auch der Oman äußert sich in diese Richtung.

Für die Durchfahrt der Straße von Hormus sollen nach Angaben Omans keine Gebühren erhoben werden. «Zukünftige Regelungen mit Blick auf die Straße (von Hormus) beinhalten keine Erhebung irgendwelcher Transitgebühren», teilte Omans Außenminister Badr al-Busaidi mit. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran habe das Ziel, dort die Freiheit der Schifffahrt und sichere Durchfahrt zu gewährleisten.

Der Verkehr auf dem wichtigen Seeweg kam im Zuge des Iran-Kriegs faktisch zum Erliegen. Im ausgehandelten Rahmenabkommen ist festgelegt, dass der Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll der Iran mit dem Oman aushandeln - unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Es war bereits damit gerechnet worden, dass dieser Punkt für Streit sorgen könnte. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch.

Der Iran hat unterdessen neue Regeln für die Zukunft signalisiert. Für einen Zeitraum von 60 Tagen würden keine Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen erhoben, teilte die kürzlich gegründete Persian Gulf Strait Authority auf X mit - ein Anzeichen, dass Teheran sich längerfristig für die Erhebung von Gebühren einsetzen würde, etwa nach Ablauf der 60 Tage langen Verhandlungen.

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