Ein Lebensabend in Thailand

Ein Lebensabend in Thailand

Es gibt viele Menschen aus aller Welt, die von einem Lebenabend unter Palmen in Thailand träumen. Aber das muss kein Traum bleiben, wenn vorher alles sorgfältig geplant wurde und die Voraussetzungen erfüllbar sind. Andere denken darüber nach, sich in die Obhut eines Senioren- oder Pflegeheims in Thailand zu begeben.

Um die Jahrtausendwende hatte der Bauboom in Thailand die gesamte Branche erschüttert. Investoren und Käufer konnten ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Viele mussten sich deshalb mit Verlust von ihren Immobilien trennen. Häuser, Wohnungen und Appartements konnten günstig erworben werden.

Damals fiel mir auf, dass sich unter den Touristen viele ältere Menschen befanden, die planten, ihren Lebensabend in Thailand zu verbringen. Ich begann darüber nachzudenken, wie ältere Farangs, die alleinstehend oder pflegebedürftig sind, sich ihre Träume verwirklichen könnten, in einem Land, dass so gut wie keine Altersheime kannte.

In Thailand gehört es zur Tradition, dass dieKinder für die Eltern verantwortlich sind, auch wenn dieser alte Brauch sich langsam verändert. Die Kinder ziehen vom Land in die Stadt. Dass drei Generationen noch zusammenleben, wird immer seltener.

Aber ich dachte an Einwanderer, an ältere Farangs, für die Thailand die letzte Station sein sollte. Deshalb nahm ich mich damals in meinen Kolumnen für den FARANG dieses Themas immer wieder an. Ich schrieb: „Viele ältere Farangs wollen ihren Lebensabend in Thailand verbringen. Viele sind alleinstehend und bald auf Pflege angewiesen. Baut Seniorenheime für sie statt der vielen unverkäuflichen Appartements!“ Es dauerte einige Zeit, bis Bauunternehmer und Investoren diesen Appell verstanden und begriffen haben, dass hier ein neuer Markt entstand.

Plötzlich wurden überall im Land Seniorenresidenzen, Pflegeheime und Heime für betreutes Wohnen gebaut. Ich habe mir einige dieser Einrichtungen angesehen. In Hua Hin besichtigte ich einige luxuriöse Heime, die personell, medizinisch und pflegerisch sehr gut ausgerichtet sind. Natürlich, sie kosten Geld, aber sie sind günstiger als beispielsweise in Europa, auch wenn die Kranken- und Pflegeversicherungen im außereuropäischen Ausland keine(!) Kosten übernehmen.

Wer also die Absicht hat, hier in Thailand seine letzten Jahre in einem Heim zu verbringen, sollte die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abwägen:

Reichen die Ersparnisse oder die Rente dafür aus? Kommen evtl. Angehörige aus der Heimat für die Kosten auf? Gibt es weitere Einnahmequellen? Vielleicht eine Immobilie, die man verkaufen könnte? Besteht eine Krankenversicherung, die in Thailand alle medizinischen Kosten übernimmt? Bitte die monatlichen oder jährlichen Beiträge in die Planung mit einbeziehen. Spricht das Personal im Heim Thai, Deutsch oder Englisch? Wie kann der persönliche Kontakt zu den Angehörigen aufrechterhalten werden? Das milde Klima in Thailand fördert das Wohlbefinden, aber es gibt viele ältere Menschen, die das heiße Wetter, meistens über 30 Grad, nicht vertragen.

Viele der neu errichteten Einrichtungen sind als Wohnparks angelegt, mit einfachen oder teureren Bungalows, mit Pools, Spas und Gymnastikräumen. Die Kosten richten sich nach den persönlichen Ansprüchen und dem Gesundheitszustand. Für den Normalanspruch ist der Aufenthalt in einer thailändischen Einrichtung durchaus eine gute Alternative. Aber bevor man sich entscheidet, sollte man professionelle Beratung in Anspruch nehmen, sich verschiedene Heime ansehen oder sogar einen Kurzaufenthalt erwägen, bevor man sich festlegt.

Wer, wie ich, die glücklichen, fröhlichen alten Menschen in den unterschiedlichsten Einrichtungen gesehen hat, kann sich auf seinen Lebensabend in einem thailändischen Heim unter Palmen nur freuen.

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Jörg Obermeier 15.12.25 10:10
Für mich war Rentner zu werden immer schon der Anfang vom warten auf den Tod. Bei einem geht es schneller und andere müssen/dürfen sehr, sehr lange darauf warten. Und das macht sich jeder, ganz nach eigenem Gusto und finanzieller Potenz so angenehm und bequem wie möglich. Das mag jeder ganz unterschiedlich erleben. Der Eine überlegt ob voll tanken noch rentabel sein könnte und der Nächste baut noch an Luftschlössern für ein vermeintlich sorgenfreies Restleben unter Palmen. Und der Dritte verdrängt ganz erfolgreich komplett den Gedanken an seine eigene Endlichkeit. Egal was, entscheidend ist nur, dass jeder seines eigenen Glückes oder Unglückes Schied ist. Das mag derzeit nicht unbedingt dem Zeitgeist entsprechen. Lieber schiebt man es auf alles und jedes, nur selber ist man das unschuldige Opfer der bösen und schlimmen Umstände. Naja, wenn's denn glücklicher machen sollte?
Plante HDV 15.12.25 00:16
G.L. 14.12.25 16:20 Lebensabend Thailand
Tja, dazu möchte ich doch auch mal was sagen. Das Leben von Senioren in Deutschland oder in Thailand. Ein riesengroßer Unterschied, kulturell bedingt. In D. ist es selbstverständlich, dass die Eltern im hohen Alter, in ein Alten/Pflegeheim ihren Lebensabend verbringen. Wenn erwachsene Kinder vorhanden, haben diese weder Zeit noch die Fähigkeit ihre Eltern zu pflegen. Sie sind in der Regel berufstätig und können demnach die notwendige Zeit gar nicht aufbringen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und wie funktioniert das in Th.? Meine Frau, die Kinder und Enkelinder haben mich eines Besseren belehrt. Trotz ihrer Berufstätigkeit bzw Schule, haben sie sich eindringlich bemüht erforderliche Einkäufe oder sonstige Besorgungen zu erledigen. Anfangs wollte ich sie noch davon abhalten, bis meine Frau mich deutlich darum bat die Kinder nicht davon abzuhalten. Meine Frau machte mir klar das dieses Verhalten der Kinder so in Th. selbstverständlich ist und sie sich durchaus dabei wohl fühlen und ein gutes Gewissen haben. Mein Ergebnis: 30 Jahre Ehe und schon wieder was gelernt. Ein positiver kultureller Unterschied,
G.L. 14.12.25 16:20
Lebensabend Thailand
Tja mein Lieber, das kann ich nur bestätigen, den Rest des Lebens im schönen Thailand zu verbringen.
Sie sollten sich mal die Altenheime in Deutschland ansehen, ich kenne die ja von München aus Erfahrung durch meine Mutter.
Qualifizierte Personal ging mittlerweile auch in Rente, dann kamen die Zeitarbeitsfirma mit männlichen Afrikanern, wobei meine Mutter sagte dass sie so grob sind. Und dann kam eigentlich gar nichts mehr, die restlichen Angestellten mussten die Arbeit mitmachen für die die nicht mehr Nachgekommen sind.
Das die dann auch keine große Lust mehr hatten und überlastet sind, ist wohl nicht zu übersehen. 8 Jahre Altenheim ohne Demenz.

Mit ca.2400 Euro Zuzahlung bist du jetzt dabei.
Wenn das die Rente nicht hergibt dann zahlt sowieso der Staat dazu. Ich denke auch in der Hauptsache geht es hier um sehr viel Geld von Privatheim bis zur Kirche ist es egal

Natürlich gibt es auch ganz besonders teure Heime, aber die sind auch nicht gerade besser
geworden weil ja hinten und vorne die Leute fehlen.
Und was glauben sie wie trostlos es meistens in den Heimen ist, weil die Leute einfach vorm Fernseher sitzen und nur noch Fernseh schauen entweder alleine oder in der Gruppe am Tisch. Ich würde mal sagen zu 95% sind die Leute dement. Schon vor 10 Jahren habe ich mir verschiedene Heime angeschaut von innen, ich möchte in keinem Heim sterben!!!!!!!
In Thailand stirbt es sich erstens schöner und angenehmer und zweitens billiger.
Auch wenn man selber davon nichts mehr hat 555

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