Wassereintritt im Purple-Line-Tunnel

Premierminister Anutin inspiziert Baustelle nach Starkregen

Mitarbeiter und Ingenieure inspizieren den betroffenen Tunnelabschnitt der südlichen Purple Line nach dem Wassereintritt. Bild: JS100 Radio
Mitarbeiter und Ingenieure inspizieren den betroffenen Tunnelabschnitt der südlichen Purple Line nach dem Wassereintritt. Bild: JS100 Radio

BANGKOK: Nach starken Regenfällen in Bangkok hat Ministerpräsident Anutin Charnvirakul Mittwochnacht (8. Juli 2026) die Baustelle der südlichen Verlängerung der Purple Line im Bereich Wongwian Yai besucht. Anlass war ein Wassereintritt in einen Tunnelabschnitt der im Bau befindlichen U-Bahn-Strecke, der eine umgehende Sicherheitsüberprüfung durch Verkehrsbehörden und Ingenieure auslöste.

Der Wassereintritt wurde in einem Bauschacht des Tunnelabschnitts Tao Poon–Rat Burana (Kanchanaphisek Ring Road) gemeldet. Nach den heftigen Niederschlägen vom Mittwoch war der Wasserstand innerhalb der Baustelle im Tagesverlauf angestiegen.

Minister prüfen Baustelle vor Ort

Bereits vor der Ankunft des Regierungschefs hatten Vizepremier- und Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn, die stellvertretenden Verkehrsminister Siripong Angsakulkiat, Phattharaphong Phatraprasit und Sanphet Boonyamanee sowie der stellvertretende Innenminister Worasit Liangprasit die Baustelle aufgesucht, um sich über die Lage zu informieren. Begleitet wurden sie vom Gouverneur der Mass Rapid Transit Authority of Thailand (MRTA), Gardphajon Udomdhammabhakdi, sowie Prasong Suviwattanachai, Executive Chairman und Managing Director des Bauunternehmens Unique Engineering and Construction Plc. (UNIQ).

Betroffen ist der Abschnitt Saphan Phut–Dao Khanong des vierten Bauvertrags der südlichen Purple Line. Der rund 14,98 Milliarden Baht schwere Auftrag umfasst derzeit Tunnelvortriebsarbeiten und den Bau von Stützwänden.

Ursache des Lecks wird nun geprüft

Nach einer ersten Überprüfung erklärte Verkehrsstaatssekretär Phattharaphong Phatraprasit, dass die Situation unter Kontrolle sei. Gleichzeitig wies er die MRTA und das Bauunternehmen an, die Baustelle engmaschig zu überwachen, eine umfassende technische Untersuchung durchzuführen und die Ursache des Wassereintritts schnellstmöglich zu ermitteln. Erforderliche Gegenmaßnahmen müssten unverzüglich umgesetzt werden, um Auswirkungen auf die Tunnelstruktur, die öffentliche Sicherheit und den Bauzeitplan zu verhindern. Zudem seien regelmäßige Fortschrittsberichte an das Verkehrsministerium vorzulegen und sämtliche Arbeiten nach den geltenden Ingenieur- und Sicherheitsstandards auszuführen.

Premierminister Anutin Charnvirakul informiert sich gemeinsam mit weiteren Ministern und verschiedenen  Vertretern der Behörden vor Ort über die Lage an der Baustelle. Bild: JS100 Radio
Premierminister Anutin Charnvirakul informiert sich gemeinsam mit weiteren Ministern und verschiedenen Vertretern der Behörden vor Ort über die Lage an der Baustelle. Bild: JS100 Radio

Anutin betonte, dass die Maßnahmen auf Grundlage technischer und ingenieurwissenschaftlicher Bewertungen erfolgten. Ziel sei es, sowohl den aktuellen Wassereintritt zu beseitigen als auch vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Der Wasserstand im Tunnel habe bislang kein Ausmaß erreicht, das eine Sperrung von Straßen erforderlich mache.

Kein Einsturz wie am Vajira Hospital

Der Regierungschef hob hervor, dass sich der Vorfall deutlich von dem früheren Tunneleinsturz nahe dem Vajira Hospital unterscheide. Damals war ein Tunnelbauwerk eingestürzt und hatte Teile der Fahrbahn mit sich gerissen. Im aktuellen Fall sei der Wassereintritt von Beginn an erkannt worden, sodass die Einsatzkräfte umgehend mit Abdichtungsarbeiten begonnen hätten. Nach seinen Angaben konnte der Wasserstand seit dem Morgen stabil gehalten werden und zeige keine weitere Zunahme.

Die MRTA habe zusätzlich Messsysteme installiert, um mögliche Bewegungen an benachbarten Gebäuden und Bauwerken zu überwachen. Bislang seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Der Bereich werde jedoch weiterhin sorgfältig kontrolliert.

Lehren aus früherem Tunnelunglück

Auf die Frage, ob der nächtliche Einsatz eine Reaktion auf die Erfahrungen des früheren Tunnelunglücks gewesen sei, erklärte Anutin, dass der damalige Vorfall den Behörden wichtige Lehren vermittelt und das Bewusstsein für Vorsorge, frühzeitige Warnungen und schnelle Hilfe geschärft habe. Oberste Priorität habe die Sicherheit der Bevölkerung.

Nach Beratungen mit der MRTA, den Ingenieuren und dem Bauunternehmen zeigten sich alle Beteiligten überzeugt, dass die Lage beherrschbar sei. Die Reparaturarbeiten sollen beschleunigt werden, um den ordnungsgemäßen Bauablauf möglichst rasch wiederherzustellen. Auf die Anwesenheit mehrerer Minister angesprochen, erklärte Anutin, dass er lediglich in einer gemeinsamen Chatgruppe mitgeteilt habe, dass er selbst zur Baustelle fahre. Seine Aufgabe sei es gewesen, sich persönlich davon zu überzeugen, dass die Situation sachgerecht bewältigt werde.

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Dirk 09.07.26 09:40
Merke: Purple line in der Regenzeit zu benutzen kann nasse Füße bedeuten 555

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