Thailand will Fähr-Drehkreuz werden

Interferry 2026 soll Branche modernisieren

Thailand will den Wasserverkehr langfristig weiter modernisieren. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Thailand will den Wasserverkehr langfristig weiter modernisieren. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Thailand will seine maritime Personenverkehrsbranche auf internationales Niveau heben und sich langfristig als regionales und internationales Drehkreuz für den Fährverkehr etablieren. Dieses Ziel steht im Mittelpunkt der Fachkonferenz „Interferry 2026“, die vom 31. Oktober bis 4. November 2026 erstmals in Thailand stattfindet.

Nach einem Gespräch mit Supapan Pichaironarongsongkram, Vorsitzende der Chao Phraya Express Boat Co. Ltd. und Leiterin des Organisationskomitees der Interferry 2026, erklärte Vizeverkehrsminister Sanphet Bunyamanee, dass die Konferenz als Plattform dienen solle, um Investitionen anzuziehen, den Wassertourismus zu fördern und den Einsatz umweltfreundlicher Fährtechnologien voranzutreiben.

Ausbau des Wasserverkehrs

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Modernisierung der thailändischen Wasserverkehrsbranche, der Ausbau der Infrastruktur, die Förderung privater Investitionen sowie die Weiterentwicklung des Landes zu einem regionalen und internationalen Zentrum für den maritimen Personenverkehr.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums gilt die Ausrichtung der Interferry 2026 als bedeutender Meilenstein für die weltweite Fähr- und Passagierschifffahrtsbranche. Gleichzeitig unterstreiche die Veranstaltung das internationale Vertrauen in Thailands Leistungsfähigkeit im Bereich Wasserverkehr, Fluss- und Meerestourismus sowie bei der Organisation internationaler Fachkongresse.

Austausch mit Branchenexperten

Von der Konferenz erwartet die Regierung wertvolle Impulse durch den Austausch mit führenden internationalen Betreibern und Experten. Themen wie moderne Schiffstechnologien, Sicherheitsstandards, Servicequalität und der Einsatz sauberer Energien sollen die langfristige Entwicklung des thailändischen Wasserverkehrs unterstützen. Das Verkehrsministerium will dazu die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen, privaten Unternehmen und internationalen Netzwerken intensivieren.

Sanphet erklärte, dass Interferry 2026 den Dialog über strukturelle Herausforderungen der thailändischen Passagierschifffahrt fördern werde. Diskutiert werden sollen unter anderem gesetzliche Rahmenbedingungen, Sicherheitsvorschriften, Schiffsdesign, Servicestandards, der Einsatz sauberer Energien sowie bestehende Investitionshemmnisse. Ziel sei eine systematische Weiterentwicklung der Branche nach internationalen Maßstäben. Supapan betonte, dass die Konferenz Thailand die Möglichkeit biete, erfolgreiche internationale Entwicklungsmodelle für die maritime Wirtschaft kennenzulernen. Dazu gehörten neue Schiffstechnologien, klimafreundliche Antriebssysteme, Maßnahmen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen sowie alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die maritime Strategie des Landes in den kommenden fünf bis zehn Jahren maßgeblich prägen.

Fährbranche trifft sich in Thailand

Zur Interferry 2026 werden mehr als 400 Teilnehmer aus über 270 Unternehmen und Organisationen aus 40 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas sowie Asiens erwartet. Vertreten sein werden unter anderem Regierungsbehörden, Betreiber von Fähr- und Passagierschiffen, Wissenschaftler sowie Vertreter der Thailändischen Tourismusbehörde (TAT), des Thailand Convention and Exhibition Bureau und der Marinebehörde. Auf dem Programm stehen unter anderem Fachvorträge und Diskussionen zu Marketingstrategien, Streckenmanagement, internationalem Seerecht, Sicherheitsstandards, innovativen Schiffstechnologien, sauberer Energie und der nachhaltigen Entwicklung des Wasserverkehrs.

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