Thailand verschärft Anti-Vape-Kampf

Regierung will Schutz von Kindern und Jugendlichen verstärken

Die thailändische Regierung hat neue Maßnahmen vorgestellt, um den Konsum von E-Zigaretten unter Kindern und Jugendlichen stärker einzudämmen. Archivbild: epa/Andy Rain
Die thailändische Regierung hat neue Maßnahmen vorgestellt, um den Konsum von E-Zigaretten unter Kindern und Jugendlichen stärker einzudämmen. Archivbild: epa/Andy Rain

BANGKOK: Die thailändische Regierung verstärkt ihren Kampf gegen E-Zigaretten und stuft das Problem angesichts des zunehmenden Konsums unter Kindern und Jugendlichen als nationale Priorität ein. Das erklärte die dem Büro des Premierministers zugeordnete Ministerin Supamas Isarabhakdi bei einer Sitzung im Einsatzzentrum der Royal Thai Police.

Nach ihren Angaben setzt die Regierung künftig auf eine dreigleisige Strategie. Geplant sind ein besserer Schutz von Kindern und Jugendlichen durch eine engere Zusammenarbeit der zuständigen Behörden, eine verschärfte Strafverfolgung gegen Schmuggler, Händler und kriminelle Netzwerke sowie ein intensiveres Vorgehen gegen den Online-Handel mit E-Zigaretten. Dazu sollen digitale Ermittlungen ausgeweitet und die Zusammenarbeit mit Technologieplattformen sowie Logistikunternehmen verstärkt werden.

Mehr Zusammenarbeit der Behörden

Darüber hinaus kündigte Supamas die Einrichtung eines nationalen Einsatzzentrums zur Prävention und Bekämpfung von E-Zigaretten sowie eines nationalen Koordinierungsausschusses an. Beide Einrichtungen sollen die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden verbessern und Maßnahmen landesweit besser abstimmen.

Zudem startet die Regierung ein Pilotprojekt mit rauch- und vapefreien Schulen in neun Provinzen der oberen Zentralebene und Ostthailands. Im Rahmen des Programms sollen die Schülerinnen und Schüler umfassend über die gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten informiert werden.

Bevölkerung soll Verstöße melden

Abschließend rief Supamas die Bevölkerung dazu auf, den illegalen Verkauf oder Vertrieb von E-Zigaretten der Royal Thai Police oder dem Office of the Consumer Protection Board zu melden. Gleichzeitig appellierte sie an Familien, Schulen, Unternehmen und die Medien, gemeinsam dazu beizutragen, den Konsum von E-Zigaretten unter Kindern und Jugendlichen einzudämmen.

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