Aus für illegale Kurzzeitvermietung

Bangkok verschärft Vorgehen gegen illegale Kurzzeitvermietungen von Condos

Mit strengeren Vorschriften will die Regierung illegale Ferienvermietungen in Wohnanlagen eindämmen. Foto: TravelMedia/Adobe Stock
Mit strengeren Vorschriften will die Regierung illegale Ferienvermietungen in Wohnanlagen eindämmen. Foto: TravelMedia/Adobe Stock

BANGKOK: Die Regierung unter Ministerpräsident Anutin Charnvirakul hat in den vergangenen Wochen zahlreiche bestehende Gesetze konsequent umgesetzt. Nun drohen Vermietern von Eigentumswohnungen, die ihre Wohnungen für weniger als 30 Tage vermieten, erhebliche rechtliche Konsequenzen. Das erfuhr DER FARANG aus gut informierten Kreisen in Bangkok.

Bereits nach geltendem thailändischen Hotelgesetz sind Kurzzeitvermietungen von weniger als 30 Tagen in Wohnanlagen ohne Hotelgenehmigung illegal. Dennoch gehören tägliche oder wochenweise Vermietungen – insbesondere über Online-Plattformen – in vielen Touristenorten weiterhin zum Alltag.

Anfang 2025 reagierte die thailändische Regierung auf zunehmende Missstände. So wurden unter anderem digitale Schlüsseltresore an öffentlichen Strommasten installiert, um kontaktlose Check-ins für Touristen zu ermöglichen. Die Behörden machten damals deutlich, dass künftig nicht nur die Eigentümer illegal vermieteter Wohnungen belangt werden sollen, sondern auch die Online-Plattformen, über die diese Unterkünfte angeboten werden.

Mit dem geplanten neuen Accommodation Act werden Plattformen wie Airbnb erstmals ausdrücklich gesetzlich erfasst und einer strengeren Regulierung unterworfen. Gleichzeitig plant die Regierung, kleinere Beherbergungsbetriebe außerhalb von Condominium-Anlagen zu legalisieren und offiziell anzuerkennen. Damit verfolgt Bangkok einen pragmatischen Ansatz: Legale Kleinunterkünfte sollen eine Zukunft erhalten, während illegale Kurzzeitvermietungen in Wohnanlagen konsequent bekämpft werden.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern befindet sich insbesondere der Condo-Markt in Pattaya bereits in einer Übergangsphase. Aufgrund der bevorstehenden Regulierung der Vermietungsplattformen gilt es als sehr wahrscheinlich, dass sich der Markt künftig nahezu vollständig auf Monatsvermietungen ab 30 Tagen verlagern wird.

Für viele Condo-Eigentümer bedeutet dies, dass das bisher lukrative Geschäftsmodell der täglichen Ferienvermietung vor dem Aus stehen könnte. Experten rechnen damit, dass die Behörden nach Inkrafttreten der neuen Regelungen deutlich intensiver kontrollieren und sowohl Vermieter als auch Plattformbetreiber stärker zur Verantwortung ziehen werden.

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Marc Weber 06.07.26 22:10
@Chris Jomtien
Ja genau so. Die teuren Sitzgarnituren im Empfangsbereich wurden nach draussen gezerrt. Warum? Um dort besser Canabis rauchen zu können. Bereits hier müsste die Security eingreifen. Dann wurden die Möbel draussen vergessen und vom einsetzenden Regen zerstört. Mit nassen Badeklamotten in der Loggia auf den teuren Polstermöbeln gesessen. Danach konnte niemand mehr mit trockenen Hosen dort sitzen. Teils 20 Minuten auf den Lift warten, und wenn er kommt ist er gefüllt mit Unbekannten in Badehosen und der Boden völlig durchnässt. Stinkende Mülltüten tagelang vor die Appartmenttür gestellt in der Hoffnung, dass jemand sie wegräumt. Jede Nacht Beziehungsstreit oder Gebrüll mit Prostituierten. Parkplätze von gemieteten Rollern besetzt. Die Security funktioniert schon wie eine Hotelrezeption. Nicht wochenweiser Wechsel sondern bereits tageweiser. Uns reichts.
Maximilian Blaha 06.07.26 18:40
Die Hausverwaltung ...
... scherte sich einen Dreck um die Kurzzeitmieten. Hatten auch fast wöchentlichen Wechsel in der Nachbarwohnung, oft mit den schon genannten, mehr als unangenehmen Begleiterscheinungen. Warum scannt die HV die Gesichter der Neuankömmlingen für ihre Datenbank und ermöglicht ihnen dadurch die digitale Torkontrolle und den Zutritt zu Haus, Gym und Pool. Dadurch wird das System at absurdum geführt Oder bekommen sie was von den Condobesitzern??
Chris Jomtien 06.07.26 16:00
Willkommene Verschärfung
Mich freut es wenn endlich durchgegriffen wird. Im ersten Jahrzehnt nach dem Bau "meiner" Anlage war unter den dort lebenden Eigentümern ein überwiegend gut nachbarliches Verhältnis. Die wenigen dort ganzjährig lebenden Personen kannten sich mindestens vom Sehen im Fahrstuhl und wer neu hinzu kam stellte sich zumindest seinen direkten Nachbarn vor. Obwohl die Hausordnung jede Art von Gewerbe auf den Wohnetagen verbietet, begannen allmählich Mieter einzuziehen. Solange es sich um Langzeitmieter handelte, war das kein ernsthaftes Problem, doch irgendwann nahm es Ausmaße wie im Ameisenhaufen an.
Der Unterschied im Verhalten von Eigentümern und Mietern ist deutlich, denn Mieter scheren sich nicht im Geringsten um die Pflege und Erhalt von Gemeinschaftseigentum. Weder die Kleiderordnung in den öffentlichen Bereichen (z. B. keine bloße Badekleidung bzw. nackte Oberkörper außerhalb des Poolbereichs) noch die von Anfang an bestehende Mülltrennung wird berücksichtigt.
Zudem sind weder Swimmingpool noch Fahrstühle für gewerbsmäßigen Betrieb ausgelegt.

Bei aller Freude über das angekündigte Aus nehme ich jedoch an das sich innerhalb absehbarer Zeit kaum etwas ändern wird. Die kostenlose Überlassung einer Wohnung an Verwandtschaft und Freunde kann nicht generell verboten werden, doch der Nachweis von Freundschaft ist genauso wenig möglich wie der Gegenbeweis. Zudem können Mietverträge über lange Laufzeiten abgeschlossen und im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig beendet werden.
Marc Weber 06.07.26 01:00
Endlich
Es wird auch höchste Zeit für diese Massnahmen. Genau wegen diesen Kurzzeitbewohnern haben wir unser Condo nach Jahren höchster Zufriedenheit verkauft. Man ist nicht mehr Herr im Haus. Sicherheitsregeln werden nicht befolgt. Pools versaut. Müll im Korridor. Lärm die ganze Nacht. Zerstörung von Gemeinschaftseigentum. Ungebetene Gäste. Anpöbeleien....etc. Uns hat es endgültig gereicht. Und etwas Neues kaufen werden wir uns sehr gut überlegen. Ich glaube nicht wirklich daran, dass das Gesetz befolgt und kontrolliert wird. Die letzen 3-4 Jahre waren katastrophal was Tagestouris anbelangt.
Paul Miller 05.07.26 15:40
Vietnam
Ja, Vietnam überholt alle und Thailand weg ein rauher Wind um die Ohren. Die Thais glauben noch immer, was für die letzten 40 Jahre galt: Thailand ist unschlagbar und die Touristen kommen ohnehin, wir können so viel falsch machen wie wir wollen ... Diese Zeiten sind für Thailand in der Tat vorbei. Dennoch würde ich nie nach Vietnam. Ich war da, 3 Wochen lang. Die Leute waren extrem unfreundlich, machten Dient nach Vorschrift, spien auch mal auf dem Boden und Lächeln gabs nur gegen viel Geld. Für mich ist Vietnam. politisch und kulturell gesehen ein Satellit Chinas, sich dort länger aufzuhalten ist Masochismus. Als valable Alternative zu Thailand sehe ich im Moment nur gerade Indonesien ...
Ingo Kerp 05.07.26 14:10
Da kommen wohl harte Zeiten auf einige Vermieter zu und etliche leere Condos. Auch in Pattaya wird im Condominium in dem ich einst wohnte lt. Website noch tagesweise vermietet. Das dürfte dann wohl auch enden.
Bodo Dickert 05.07.26 14:00
Wo gilt dieses Verbot?
Gilt dieses Verbot nur in Wohnanlagen oder auch für freistehende Ferienhäuser?
Arni 05.07.26 13:01
Wohnungsmarkt
Sollte dieses Gesetz tatsächlich konsequent umgesetzt werden, steht dem Condo-Markt ein gewaltiges Beben bevor. Viele Eigentümer haben rein auf die extrem lukrative Kurzzeitvermietung gesetzt, um ihre Kredite zu bedienen. Fällt diese Einnahmequelle weg, wird der Markt mit Notverkäufen überschwemmt, was die Preise massiv drücken dürfte. Gleichzeitig werden sich ausländische Neuinvestoren dreimal überlegen, ob sich ein Kauf unter diesen Bedingungen überhaupt noch rechnet.

Als Mieter wirst du rechtlich nicht belangt. Das thailändische Gesetz richtet sich ausschließlich gegen die illegalen Vermieter und Plattformen.

Allerdings hast du als Gast drei handfeste Alltagsrisiken:

Rauswurf durch die Security: Viele Wohnanlagen (Condos) kontrollieren streng. Fliegst du als Tagestourist auf, sperrt das Management oft die Schlüsselkarte und du stehst von jetzt auf gleich auf der Straße.

Fehlende TM30-Meldung: Illegale Vermieter melden dich aus Angst vor Entdeckung oft nicht bei der Immigration an. Das führt zu Problemen, falls du dein Visum vor Ort verlängern willst.

Gesperrter Pool/Fitnessraum: In vielen Anlagen wird Kurzzeiturlaubern der Zugang zu den Gemeinschaftsbereichen verweigert.

Fazit: Strafbar machst du dich nicht, aber der Urlaub kann durch den Stress mit der Hausverwaltung ziemlich ungemütlich werden.
Robert Dietschi 05.07.26 13:00
Soviel zum Thema Tourismus und Machtspiele
Die Regierung zeigt wieder mal in verschiedenen Themen was Sie vor hat und wie Sie Macht und Kontrolle ausübt. Viele Gesetze und Aktionen in den letzten Wochen sowie Ankündigungen Zeigen den Weg und dss Vorhaben klar auf. Gleichzeitig werben und will man der Welt zeigen das thailand nummer 1 seibfür Touristen und reiseziel!!! Schreiben kann man eben viel und Statistiken sind nur zahlen die jeder schreiben kann, das wahre ist eben anders und merkt jeder der da ist und wahr. Es findet ein Wandel statt und das weiss die Regierung bestimmt auch, eine Verlagerung nach vietnam findet statt und läuft auf höchsten Touren, warum wohl!!! Wer will so und einem solchen System Geschäfte machen in Thailand? Die Ausländischen Investoren gehen ob klein oder gross. Da schauen siebund ändern Gesetze um jedem das Geschäft zu zerstören und viele werden arbeitslos und das sind eben wieder thais... Die Regierung sollte sich lieber auf die ilegalen Geschäfte im aexgewerbe konzentrieren, was eigentlich verboten ist als auf diejenigen die den thais normale arbeitsplätze einbringt. Mal sehen wondie zahlen nächstes Jahr Stegen und auf welchem platz sie dann sind. Vietnam überholt alle bestimmt das ist sicher und gut so.

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