BANGKOK: Der Bau des königlichen Krematoriums für die Einäscherungszeremonie von Königinmutter Sirikit ist nach Angaben der thailändischen Behörden zu rund 90 Prozent abgeschlossen. Bei einem Inspektionsbesuch am vergangenen Dienstag (7. Juli 2026) auf dem Zeremoniengelände am Sanam Luang in Bangkok zeigte sich Premierminister Anutin Charnvirakul zuversichtlich, dass sämtliche Arbeiten wie geplant bis Oktober abgeschlossen werden.
Begleitet von Vertretern der Regierung und des Fine Arts Department ließ sich der Premierminister über den aktuellen Baufortschritt informieren. Neben dem eigentlichen Krematorium werden auch die dazugehörigen Bauwerke errichtet, die königlichen Prunkwagen und Sänften restauriert sowie zahlreiche Ausstattungsgegenstände für die königliche Einäscherungszeremonie angefertigt. Anutin besichtigte unter anderem die Werkstätten, in denen Verzierungen in Originalgröße hergestellt sowie die Sandelholz-Urne, der Sandelholz-Sarg und kunstvoll gestaltete Skulpturen gefertigt werden.
Bauarbeiten liegen weiter im Zeitplan
Nach Angaben des Fine Arts Department sind die Rohbauten aller Gebäude inzwischen zu etwa 90 Prozent fertiggestellt. Die Anfertigung der dekorativen Ornamente und Verzierungen hat einen Fortschritt von rund 50 Prozent erreicht. Die Arbeiten verlaufen weiterhin im Zeitplan und sollen bis Oktober 2026 vollständig abgeschlossen sein.

Beim Bau des königlichen Krematoriums stehen nach Angaben der Behörde drei Grundprinzipien im Mittelpunkt: die Einhaltung der traditionellen königlichen Zeremonien, eine der Würde des Anlasses angemessene architektonische Gestaltung sowie die Würdigung des Lebenswerks und der Verdienste der Königinmutter für das thailändische Volk. Das Bauwerk vereint traditionelle thailändische Architektur und Kunsthandwerk. Die Dachspitze wird von einem neunstufigen weißen Königsschirm als höchstem Symbol königlicher Würde gekrönt. Das Dach ist in gedeckten Blau- und Grüntönen gestaltet, während der Giebel das königliche Monogramm „ส.ก.“ auf blauem und rosafarbenem Hintergrund trägt.
Himmaphan und Ramakien als Vorbild

Auch die Landschaftsgestaltung rund um das Krematorium orientiert sich an der traditionellen thailändischen Kosmologie. Kreisförmig angelegte Wasserbecken sowie Figuren aus dem Himmaphan-Wald und dem Nationalepos Ramakien sollen unter anderem an das Engagement der Königinmutter für den Erhalt der traditionellen Khon-Maskentanzkunst erinnern.
Premier lobt Fortschritt der Arbeiten

Premierminister Anutin erklärte nach dem Rundgang, dass er überzeugt sei, dass das königliche Krematorium und alle dazugehörigen Bauwerke termingerecht fertiggestellt würden. Das Engagement aller beteiligten Behörden und Kunsthandwerker werde dazu beitragen, dass die königliche Einäscherungszeremonie in würdigem Rahmen stattfinden könne.