Zukunft der Airport-Bahn steht auf der Kippe

Staatsbahn treibt Lückenschluss der Red Line wieder voran

Visualisierung des geplanten Lückenschlusses der Red Line, der künftig eine durchgehende Schienenverbindung zwischen den Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao ermöglichen könnte. Illustration: KI-generiert
Visualisierung des geplanten Lückenschlusses der Red Line, der künftig eine durchgehende Schienenverbindung zwischen den Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao ermöglichen könnte. Illustration: KI-generiert

BANGKOK: Da die Zukunft der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao zunehmend ungewiss ist, rückt ein seit Jahren geplantes Lückenschlussprojekt der Red Line wieder in den Mittelpunkt. Es könnte künftig die Anbindung der drei Flughäfen auf der Schiene verbessern und damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsanbindung des Eastern Economic Corridor (EEC) leisten.

Das Projekt umfasst die Streckenabschnitte Bang Sue–Phaya Thai–Makkasan–Hua Mak sowie Bang Sue–Hua Lamphong. Durch die Verbindung der Red Line mit dem Airport Rail Link könnten Reisende künftig auf der Schiene von Don Mueang über Suvarnabhumi bis nach U-Tapao gelangen.

Entscheidung über Bahnprojekt naht bald

Hintergrund sind die anhaltenden Probleme beim milliardenschweren Hochgeschwindigkeitsprojekt, das ursprünglich von Asia Era One Co. Ltd., einem mit der CP Group verbundenen Konsortium, umgesetzt werden sollte. Das zuständige Verwaltungskomitee für den Gemeinschaftsvertrag will am 15. Juli 2026 über das weitere Vorgehen beraten und anschließend Empfehlungen an den EEC-Politikausschuss unter Vorsitz von Ministerpräsident Anutin Charnvirakul übermitteln.

Eine Arbeitsgruppe aus dem EEC Office (EECO), der State Railway of Thailand (SRT) und Asia Era One soll im August zwei Möglichkeiten vorstellen: entweder eine Änderung des bestehenden Vertrags oder dessen vollständige Auflösung.

Keine neue Ausschreibung geplant

Nach Angaben von EECO-Generalsekretär Chula Sukmanop gibt es derzeit keine Pläne, das Hochgeschwindigkeitsprojekt nach einer möglichen Vertragskündigung erneut auszuschreiben. Das ursprüngliche Investitionsmodell habe nur begrenztes Interesse privater Investoren geweckt. Eine neue Ausschreibung würde voraussichtlich bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen und die Entwicklung des Schienennetzes im EEC weiter verzögern.

Stattdessen spricht sich Chula dafür aus, die vorhandene Eisenbahninfrastruktur konsequenter zu nutzen, zweigleisige Strecken auszubauen und bestehende Bahnlinien besser miteinander zu verknüpfen. Der Lückenschluss der Red Line gilt dabei als Schlüsselprojekt, da er die Verbindung zum Airport Rail Link herstellen und so eine durchgehende Schienenverbindung zwischen den drei internationalen Flughäfen ermöglichen würde.

Nächster Schritt für den Lückenschluss

Die SRT treibt die Planungen inzwischen wieder voran und beantragt für die Haushaltsjahre 2027 und 2028 insgesamt 110 Millionen Baht zur Aktualisierung der bisherigen Machbarkeitsstudie und der Detailplanung. Davon entfallen 22 Millionen Baht auf das Jahr 2027 und 88 Millionen Baht auf 2028. Die Ausschreibungsunterlagen und die Kostenschätzung für die Vergabe der Planungsleistungen wurden bereits erstellt und befinden sich derzeit zur Genehmigung beim Gouverneur der SRT.

Nach Angaben der Staatsbahn soll das Projekt zügig vorangetrieben werden, sodass das Kabinett noch vor einer geplanten Ausschreibung im Jahr 2028 darüber entscheiden kann.

Neun Stationen auf 25,9 Kilometern

Die insgesamt 25,9 Kilometer lange Strecke soll aus 22,4 Kilometern Hochbahn und 3,5 Kilometern Tunnel bestehen. Vorgesehen sind neun Stationen: Samsen, Ratchawithi, Yommarat, Yotse, Hua Lamphong, Phaya Thai, Makkasan, Ramkhamhaeng und Hua Mak.

Neben der verbesserten Anbindung des Bahnnetzes in Bangkok soll das Projekt auch die Beseitigung von insgesamt 13 Bahnübergängen entlang der Strecke ermöglichen.

Die ursprüngliche Machbarkeitsstudie wurde bereits am 13. September 2024 vom Kabinett genehmigt. Gleichzeitig wurde der Investitionsrahmen von 44,15 auf 44,57 Milliarden Baht angehoben. Nach den damaligen Berechnungen soll die Strecke in der Anfangsphase täglich rund 211.000 Fahrgastfahrten bewältigen. Langfristig wird mit bis zu 330.000 Fahrgastfahrten pro Tag gerechnet. Die Studie prognostiziert zudem eine volkswirtschaftliche Rendite von 29,91 Prozent sowie eine finanzielle Rendite von 13 Prozent.

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