AOT setzt jetzt auf Drogenspürhunde

K-9-Einheiten prüfen Gepäck auf Betäubungsmittel

Ein Drogenspürhund der Polizeihundestaffel kontrolliert stichprobenartig Reisegepäck im internationalen Abflugbereich des Flughafens Suvarnabhumi. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Ein Drogenspürhund der Polizeihundestaffel kontrolliert stichprobenartig Reisegepäck im internationalen Abflugbereich des Flughafens Suvarnabhumi. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Nach der Festnahme einer thailändischen Flugbegleiterin in Australien wegen des Verdachts der Heroineinfuhr hat der staatliche Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AOT) die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen Suvarnabhumi deutlich verschärft. Seit Dienstag (7. Juli 2026) sind dort zusätzliche K-9-Einheiten der Polizeihundestaffel im Einsatz, die stichprobenartig Gepäck im Abflugbereich sowie an den Sicherheitskontrollen für internationale Abflüge auf Betäubungsmittel überprüfen.

Die verstärkten Kontrollen folgen auf den Fall einer Flugbegleiterin der thailändischen Fluggesellschaft Thai Airways International (THAI), die nach ihrer Ankunft am Flughafen Melbourne festgenommen und wegen des Verdachts der Einfuhr von Heroin angeklagt wurde. THAI bestätigte die Festnahme einer Mitarbeiterin und erklärte, mit den australischen Behörden zusammenzuarbeiten.

Röntgen allein reicht nicht aus

Der Vorfall hat die Sorge verstärkt, dass internationale Drogennetzwerke gezielt Flugpersonal für Schmuggelaktivitäten nutzen und mögliche Schwachstellen bei den Ausreisekontrollen ausnutzen könnten. Zuvor hatte Flughafendirektor Kittipong Kittikachorn klargestellt, dass die regulären Röntgenkontrollen für ausreisende Passagiere in erster Linie der Erkennung von Sprengstoffen und anderen Gefahren für die Flugsicherheit dienen und nicht speziell auf die Aufdeckung von Betäubungsmitteln ausgelegt sind. Diese Aufgabe werde durch ergänzende Maßnahmen wie den Einsatz von Drogenspürhunden unterstützt.

Ein K-9-Spürhund überprüft Koffer im Rahmen der verschärften Ausreisekontrollen auf Betäubungsmittel. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Ein K-9-Spürhund überprüft Koffer im Rahmen der verschärften Ausreisekontrollen auf Betäubungsmittel. Foto: epa/Rungroj Yongrit

Mit der Einführung der K-9-Einheiten kombiniert AOT nun die bestehenden Röntgenkontrollen mit speziell ausgebildeten Drogenspürhunden. Nach Angaben von AOT-Präsidentin Paweena Jariyathitipong erfolgt die Maßnahme im Einklang mit der Regierungspolitik nach einer Sitzung der Nationalen Kommission zur Verhütung und Bekämpfung von Drogen am 3. Juli 2026 unter Vorsitz von Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul. Dabei wurden die zuständigen Behörden angewiesen, Informationen enger zu vernetzen und ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenschmuggels auszubauen.

Drei Maßnahmen gegen Drogenschmuggel

Das Maßnahmenpaket umfasst drei Schwerpunkte. Zum einen werden die Kontrollen von Passagiergepäck und aufgegebenem Gepäck gemeinsam mit Zoll und Polizei durch den Einsatz von Röntgentechnik und Drogenspürhunden verstärkt. Darüber hinaus sollen Besatzungsmitglieder strengeren Gepäckkontrollen unterzogen werden. Fluggesellschaften werden aufgefordert, ihre Vorschriften für das Mitführen oder die Annahme von Gegenständen für Dritte konsequent durchzusetzen und Verstöße disziplinarisch zu ahnden. Außerdem sollen die Datenbanken von Zoll, AOT und weiteren zuständigen Behörden miteinander verknüpft werden, um sicherheitsrelevante Informationen schneller und effizienter austauschen zu können.

Bei einer Gepäckkontrolle untersucht ein Drogenspürhund einen geöffneten Koffer auf mögliche Rauschgiftspuren. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Bei einer Gepäckkontrolle untersucht ein Drogenspürhund einen geöffneten Koffer auf mögliche Rauschgiftspuren. Foto: epa/Rungroj Yongrit

Als wichtigstes internationales Luftverkehrsdrehkreuz des Landes steht der Flughafen Suvarnabhumi dabei besonders im Fokus. AOT kündigte an, die Zusammenarbeit mit der thailändischen Zivilluftfahrtbehörde (CAAT), dem Zoll, der Einwanderungsbehörde, dem Office of the Narcotics Control Board (ONCB) sowie den Fluggesellschaften weiter auszubauen. Ziel ist es, zu verhindern, dass Thailand als Transitland für den internationalen Drogenschmuggel in Drittländer genutzt wird, und zugleich das Vertrauen von Passagieren und Fluggesellschaften in die Sicherheitsstandards der thailändischen Luftfahrt weiter zu stärken.

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