BANGKOK: Das thailändische Gesundheitsministerium verschärft die Kontrollen von lizenzierten Cannabis-Anbaubetrieben im ganzen Land. Die Provinzgesundheitsämter wurden angewiesen, künftig gemeinsam mit den lokalen Verwaltungsbehörden und der Polizei verstärkte Inspektionen durchzuführen. Bei Verstößen gegen die Auflagen der Anbaulizenz drohen den Betreibern die sofortige Aussetzung oder der Entzug ihrer Genehmigung.
Wie Dr. Thewan Thaneerat, stellvertretender Generaldirektor des Department of Thai Traditional and Alternative Medicine (DTAM), am Dienstag (7. Juli 2026) mitteilte, wird die Behörde am Mittwoch (8. Juli 2026) eine landesweite Videokonferenz mit den Provinzgesundheitsämtern abhalten. Dabei sollen die neuen Maßnahmen zur Regulierung von Cannabis-Anbaubetrieben erläutert werden.
Mehr Zusammenarbeit der Behörden
Im Mittelpunkt stehen zwei Ziele: Zum einen soll die Überwachung der Anbaubetriebe verstärkt werden, damit alle Lizenzinhaber die gesetzlichen Vorgaben und die Bedingungen ihrer Genehmigungen strikt einhalten. Zum anderen soll die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden intensiviert werden. Die Provinzgesundheitsämter übernehmen dabei die Federführung und sollen künftig eng mit dem Department of Provincial Administration sowie der Royal Thai Police zusammenarbeiten, um gemeinsame Kontrollen durchzuführen und Verstöße konsequent zu verfolgen.
Drei Säulen der Cannabiskontrolle
Dr. Peeracha Kukasemkit, Direktor der Abteilung für medizinisches Cannabis, erläuterte, dass die neuen Maßnahmen drei Schwerpunkte umfassen. Vorgesehen sind erstens umfassende Kontrollen aller lizenzierten Cannabis-Anbaubetriebe zur Überprüfung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Zweitens erhalten die Provinzgesundheitsämter klare Vorgaben, um Lizenzen bei Verstößen gegen die Auflagen unmittelbar aussetzen oder entziehen zu können. Drittens soll das geografische Informationssystem MC-GIS landesweit ausgebaut werden.
Die Plattform dient als gemeinsame Datenbank für Gesundheitsbehörden, Verwaltungsbehörden und Polizei und soll die Überprüfung von Lizenzinhabern sowie die Durchführung von Kontrollen erleichtern.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen die neuen Maßnahmen die Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden stärken und eine wirksame, rechtskonforme und nachhaltige Kontrolle des Cannabisanbaus in Thailand sicherstellen.