Goldaffäre um „Big Joke“

Pol. Gen. Surachate Hakparn weist Bestechungsvorwürfe entschieden zurück

Gerne. Hier ist eine neutrale Bildunterschrift: Der ehemalige stellvertretende thailändische Polizeichef Pol. Gen. Surachate Hakparn erschien wegen Korruptionsvorwürfen vor dem Obersten Gericht. Archivbild: epa/Rungroj Yongrit
Gerne. Hier ist eine neutrale Bildunterschrift: Der ehemalige stellvertretende thailändische Polizeichef Pol. Gen. Surachate Hakparn erschien wegen Korruptionsvorwürfen vor dem Obersten Gericht. Archivbild: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Der ehemalige stellvertretende thailändische Polizeichef Pol. Gen. Surachate Hakparn, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Big Joke“, ist am Montag (6. Juli 2026) gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt vor dem Obersten Gericht erschienen. Anlass sind Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Bestechungsskandal, bei dem Gold im Wert von mehreren Millionen Baht geflossen sein soll.

Nach dem Termin verließ Surachate das Gericht lächelnd und erklärte lediglich, dass sich sein Anwalt zu den Einzelheiten äußern werde.

Unabhängiges Gremium übernimmt Fall

Zuvor hatte ein unabhängiges neunköpfiges Untersuchungsgremium den Kommissar der National Anti-Corruption Commission (NACC), Ekawit Watchawalku, Pol. Gen. Surachate, das ehemalige Mitglied eines NACC-Unterausschusses, Sombat Tharatham, sowie den Fahrer des NACC-Kommissars, dessen Nachname aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht wurde, vorgeladen. Die Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Obersten Gericht statt.

Nach Angaben der Ermittler soll Ekawit Watchawalku von Surachate 246 Baht Gewichtseinheiten Gold als Bestechung angenommen haben. Das Gold soll einen Wert von mehreren Millionen Baht gehabt haben und dazu gedient haben, Einfluss auf die Untersuchungen der NACC in einem Verfahren gegen Surachate wegen mutmaßlicher Verbindungen zu illegalen Online-Glücksspielnetzwerken zu nehmen.

NACC darf Fall nicht selbst prüfen

Surachate weist die Vorwürfe zurück, beteuert seine Unschuld und lässt die polizeilichen Ermittlungen durch sein Anwaltsteam rechtlich überprüfen.

Da sich die Vorwürfe gegen ein amtierendes Mitglied der NACC richten, kann die Antikorruptionsbehörde den Fall nicht selbst untersuchen. Nach der thailändischen Verfassung ist deshalb der Präsident des Obersten Gerichts befugt, ein unabhängiges Untersuchungsgremium einzusetzen.

Vorwürfe nun offiziell zugestellt

Surachates Anwalt Sanyaphatchara Samart erklärte, dass sein Mandant am Montag erstmals offiziell über die konkreten Vorwürfe informiert worden sei. Bislang seien lediglich Medienberichte über den Fall bekannt gewesen.

Eine schriftliche Stellungnahme soll bis zum 5. August 2026 eingereicht werden. Anschließend wird Surachate mündlich aussagen. Die erste offizielle Anhörung des Untersuchungsgremiums ist für den 27. August 2026 angesetzt.

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