Theodor, Ida, Emil, ja sogar der alte Caesar

Abmelden nur nach Voranmeldung, unbürokratische Swisscom und Sauhitze

30 Grad heiß wurde es über Pfingsten in der Schweiz doch noch.       Fotos: hf
30 Grad heiß wurde es über Pfingsten in der Schweiz doch noch. Fotos: hf

In wenigen Tagen geht es zurück nach Thailand: Der Direktflug mit der Swiss war gar nicht so teuer. Nach insgesamt vier Operationen in einem Jahr endet mein Aufenthalt in der Schweiz, ich bin gewissermaßen „kernsaniert“, plane allerdings, von nun an jedes Jahr die Monate März, April und Mai in der Schweiz zu verbringen, weil ich die dann herrschende Sauhitze in Thailand einfach immer schlechter ertrage.

Apropos Sauhitze: Über das Pfingstwochenende wurde es in Zürich mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius doch noch einmal ziemlich heiß. Es bestand keine Notwendigkeit mehr, unter dem Hemd ein T-Shirt zu tragen, etwa beim Gang zur Glas-Sammelstelle: Fast unglaublich, was ich und meine Trinkkumpane an Flaschenleergut so über die Wochen produziert haben! Aber es hat zumindest großen Spaß gemacht.

Studenten als meine Nachmieter

Meine kleine, aber feine 2,5-Zimmer-Wohnung will ich behalten, aber natürlich nicht neun Monate leer stehen lassen. Sie kostet unglaublich teure 1.890 Franken im Monat, was bei der bestehenden Wohnungsnot in Zürich aber schon fast günstig ist, obwohl die Mietdauer auf neun Monate begrenzt ist. Als erster Interessent hat sich ein Familienvater gemeldet, der in der Scheidung ist und etwas in der Nähe seiner zwei Kinder sucht. Dann meldete sich ein junger Ingenieur aus Süddeutschland, der eben erst seine erste Stelle in Robotik bei Rheinmetall im nahen Oerlikon angetreten hat. Dann noch zwei Brüder aus Österreich, die an der ETH studieren, die von der Busstation Hertensteinstrasse direkt per Bus erreichbar ist. Plus ein Mann, der aus Basel in Zürich zuzieht und aus Sri Lanka stämmig ist. Ich nehme an, die Wohnung geht an die zwei Studenten aus Österreich, die ein ganz ausgezeichnetes Bewerbungsschreiben zugelegt haben, aber mir sind auch alle anderen Bewerber genehm.

Pilze, Schokolade etc. für Thailand.
Pilze, Schokolade etc. für Thailand.

Ich habe diverse Plastikkisten mit Deckeln angeschleppt, worein ich meine Kleider und persönlichen Sachen packen und in den Keller stellen werde. Die Weinvorräte schaffe ich bis zum Abflug mit der Swiss am kommenden Donnerstag wohl zu 100 Prozent. Der (einfache) Flug war nicht viel teurer als in normalen Zeiten. Ich freue mich sehr auf Thailand! Viel Schokolade, Salatkräuter, Salami, Fondue und Raclette sind bereits eingekauft, angeschleppt und kommen in die zwei Koffer. Pflanzen schmuggle ich diesmal keine rein, der Rollstuhl an den Flughäfen ist bereits bestellt, das ist einfach bequem, besonders bei der Immigration in Thailand.

Der Amtsschimmel wiehert stark

Ich melde mich ganz offiziell wieder in der Schweiz ab und als Resident in Thailand bei der Schweizer Botschaft in Bangkok an: Letzteres ist bequem per E-Mail möglich. Ersteres geht nur mit vorgängiger Terminbuchung beim Amt in Zürich. Ich habe gerade noch einen Termin bekommen, knappe zwei Tage vor meinem Abflug. Die werden mir dann eine „Abmeldebescheinigung“ ausstellen. Die benötige ich für die Beendigung der obligatorischen Schweizer Krankenkasse, ich habe in Thailand schließlich eine lokale Versicherung.

Mistkratzerli an feiner  Buttersauce.
Mistkratzerli an feiner Buttersauce.
Blaubeeren im Gärtchen reifen nun.
Blaubeeren im Gärtchen reifen nun.

Mein Internet-Abo bei der Swisscom will ich ebenfalls beenden, und auch dafür benötige ich besagte Abmeldungsbescheinigung vom Amt. Online habe ich einen Rückruf von der Swisscom verlangt, und das hat tadellos geklappt: Eine Ukrainerin mit sehr guten Deutschkenntnissen hat mir die Mail-Adresse diktiert, wohin ich die Abmeldebescheinigung schicken soll. Beim Buchstabieren verwendete sie unter anderem: Theodor, Ida, Emil und Caesar, nicht gerade „moderne“ Namen zwar, aber das Ganze hat voll funktioniert.

Hans, auch nicht gerade ein topmoderner Name, dankt!


Hans Fritschi, Jahrgang 1957, ist ehemaliger Journalist und Buchautor, er lebt seit 1991 in Thailand. Mehrere Monate des Jahres reist er in der Welt herum, den Rest verbringt der Hobbygärtner in Pattaya und Nong Khai. Falls Sie Fragen und Anregungen an unseren Gartenkolumnisten haben, oder seinen Garten mal anschauen möchten, schicken Sie ihm eine E-Mail an oder besuchen Sie die Dicovery Garden Webseite oder Facebook. Für unterhaltsame und interessante Gartengeschichten in Bild und Ton besuchen Sie Hans Fritschis YouTube-Kanal – Teilen, Liken & Abonnieren erwünscht!

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.