Stadtbahnprojekt steht auf der Kippe

Foto: Thaivisa
Foto: Thaivisa

CHIANG MAI: Die Mass Rapid Transit Authority of Thailand (MRT) hat angekündigt, dass sie die geplanten Straßenbahnsysteme in Chiang Mai, Phuket, Korat und Phitsanulok einer erneuten Überprüfung unterziehen wird, nachdem sich Sorgen über die Rentabilität der Vorhaben breitgemacht haben und Zweifel an der Investitionsbereitschaft des Privatsektors aufkamen.

Die vier Projekte standen kurz vor ihrer Ausschreibung, als die MRT erklärte, dass sie befürchte, dass das Fahrgastaufkommen zu niedrig ausfallen könnte, um ausreichende Gewinne für die Investoren zu generieren. Die geplante Stadtbahn in Chiang Mai sollte 27 Milliarden Baht kosten, wovon 4,4 Milliarden Baht für Landenteignungen vorgesehen waren, 15 Milliarden Baht für die Baukosten, 5,5 Milliarden Baht für den Kauf der Züge, 689 Millionen Baht für Beratungsgebühren und 966 Millionen Baht für Notfälle und verschiedene weitere Belange.

Die Arbeiten zum Bau der ersten Strecke, der „Red Line“, sollten im Jahr 2022 aufgenommen werden und bis zum Jahr 2027 abgeschlossen sein. Vorgesehen war ein Routenverlauf vom Krankenhaus in Nakornping bis zur Mae-Hia-Kreuzung.

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Georg Meyer 24.11.20 12:21
TRAM
Schon der Ansatz der Investion ist grundlegend falsch in Thailand, Privatinvestoren wollen Geld verdienen und !! das Trambusiness ist ein Nonprofit Business.
Um die Innenstädte vom Verkehr und Umweltverschmutzung zu entlasten, gibt es in Europe die Tram.
Die investitionsksten werden in D vom Staat getragen, zu 100% und nicht rückzahlbar, ebenso bei der Deutschen Bahn. Die Unterhaltung obliegt den Städten, die wiederum den Fahrpreis subvensionieren, damit auch jeder vom Auto auf die Bahn umsteigt. Weiterhin wird der Privatverkehr in der Innenstadt durch Rückbau von Straßen und Parkplätzen reduziert.
Diese Ansätze fehlen komplett in Thailand, alles ist nur dem Profit geschuldet. Daher wird eine Tram in Thailand nie kommen.
Rudolf Lippert 23.11.20 22:52
Vorgesehen war und hätte und könnte...
Ist doch herrlich ausgedrückt: "...nachdem sich Sorgen über die Rentabilität der Vorhaben breitgemacht haben... " Und dann noch "...Zweifel an der Investitionsbereitschaft des Privatsektors aufkamen ..." Normalerweise rechnet man doch zuerst und posaunt dann laut. Hier ist es genau anders herum. Warum denkt man (neu oder wieder) über die Rentabilität nach? Wegen " ...Zweifel an der Investitionsbereitschaft des Privatsektors ... " Aha. Was heisst das ?? Im Prinzip vermute ich mal: Nicht Thai Investoren haben die Muffe gekriegt und Thais wollen alles "vom Ausland" bezahlt haben. Tritt "das Ausland" ab bleiben nur Thais und die denken: besser die Ausländer (wer auch immer) verlieren Geld für Investitionen in unserem Land als wir selber. Herr Bumann: Sie können ganz Thailand oder besser noch Thailand und Deutschland mautpflichtig für alles hier machen: Das wird nix. Und die Strafe-muss-sein Nummer aus BRD: "..muss stark bestraft und belastet sein, weil jemand die Umwelt verdreckt und versaut" (warum sollte eine Innenstadt mautpflichtig sein?), funzt hier nicht.


Renato Bumann 23.11.20 16:37
Strassenmaut
Wird die Innenstadt Mautpflichtig für den Privatverkehr, rechnet sich der öffentliche Verkehr sofort!
Wolfgang Dlapa 23.11.20 15:22
gewinnbringende Öffis
Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf der Welt in irgendeiner Stadt innerstädtische öffentliche Verkehrsmittel gibt, die leistbare Tickets verkaufen und trotzdem gewinnbringend betrieben werden können.
Ingo Kerp 23.11.20 14:22
Eine Rentabilitaetsrechnung haette vor der geplanten Ausschreibung bereits zeigen koennen, das das ganze Unternehmen auf toenernen Fuessen steht.