CHIANG MAI: Thailand will die historische Thermalquelle Sankamphaeng in der Provinz Chiang Mai mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Millionen Baht zu einem internationalen Zentrum für Gesundheitstourismus ausbauen. Mit dem Projekt will sich das Land stärker im weltweit wachsenden Wellness-Markt positionieren.
Nach Angaben der Thailändischen Tourismusbehörde (TAT) soll die globale Wellness-Wirtschaft bis 2026 ein Volumen von rund 7,9 Billionen US-Dollar erreichen. Hintergrund sei ein verändertes Reiseverhalten nach der Pandemie. Vor allem wohlhabende Reisende würden Gesundheits- und Erholungsaufenthalte zunehmend als langfristige Investition in die eigene Lebensqualität betrachten.
Thermalquelle im Fokus des Ausbaus
Im Mittelpunkt der thailändischen Strategie steht die Thermalquelle Sankamphaeng im Bezirk Mae On in Chiang Mai, die unter königlicher Schirmherrschaft betrieben wird. Die bisher vor allem als lokales Ausflugsziel bekannte Anlage soll zu einer hochwertigen „Wellness Destination“ für internationale Gäste aus Europa, China und Südkorea weiterentwickelt werden.
Laut Chalermsak Makmoonphol, dem Leiter der Anlage, läuft die Modernisierung bereits in zwei Bauphasen. In der ersten Phase bis 2028 sollen rund 179 Millionen Baht in die grundlegende Infrastruktur investiert werden. Vorgesehen sind unter anderem moderne Wasserregulierungssysteme nach internationalen Standards sowie Tiefbohrungen zur Sicherung einer konstanten Mineralwasserqualität.
250 Millionen Baht für Luxus-Ausbau
In einer zweiten Phase mit einem Volumen von etwa 250 Millionen Baht sollen ein modernes Hydrotherapie-Zentrum, ein Spa im traditionellen Lanna-Stil sowie 50 neue Luxus-Poolvillen entstehen. Jede Villa soll über einen privaten Zugang zu Mineralwasser verfügen. Die bisherigen älteren Bungalows werden dafür ersetzt.
Die Anlage soll künftig in drei verschiedene Bereiche unterteilt werden, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Während im allgemeinen Bereich traditionelle Angebote wie das Kochen von Eiern in den heißen Quellen oder Fußbäder erhalten bleiben, richtet sich der neue Privatbereich gezielt an zahlungskräftige Gäste. Geplant sind dort siebentägige Gesundheitsprogramme mit medizinischen Untersuchungen, traditionellen thailändischen Therapien und sogenannten „Forest Therapy“-Angeboten in naturnaher Umgebung.
Zusätzlich arbeitet das Projekt gemeinsam mit der Chiang Mai University an einer eigenen Kosmetiklinie. Dabei soll Silizium aus dem Mineralwasser der Thermalquelle für Pflegeprodukte genutzt werden, um die natürlichen Ressourcen der Anlage auch kommerziell zu vermarkten.