CHIANG MAI: Die steigenden Treibstoffpreise hinterlassen nun auch bei den regionalen Verkehrsverbindungen in der Provinz deutliche Spuren. Seit dem 9. April 2026 haben die Betreiber der gelben Songthaews, die zwischen dem Bezirk Mae Rim und der Provinzhauptstadt verkehren, ihre Fahrpreise angepasst, um die wirtschaftliche Belastung durch die hohen Dieselkosten abzufangen.
Die Erhöhung betrifft laut NBT North die gesamte Strecke von rund 22 Kilometern. So stieg der Preis für die Fahrt von Mae Rim zum Warorot-Markt (Kad Luang) von bisher 25 auf nun 35 Baht. Auch kürzere Teilstrecken, etwa zum Nakornping-Hospital oder zum Rathaus, verteuerten sich von 20 auf 30 Baht, was einer Steigerung von 50 Prozent entspricht.
Dieselpreise erzwingen Preissprung
Die Fahrer der gelben Sammeltaxis berichten, dass sie die Kostensteigerungen nicht mehr allein abfedern können. Lop Phudee, einer der erfahrenen Fahrer auf dieser Route, erklärte, dass die Einnahmen nach Abzug der Treibstoffkosten kaum noch zum Leben ausreichen, da die Fahrzeuge zudem selten voll besetzt sind.
Obwohl die Linie über insgesamt 81 registrierte Fahrzeuge verfügt, sind derzeit deutlich weniger Wagen im täglichen Einsatz. Ein Fahrer schafft im Durchschnitt nur etwa zwei Hin- und Rückfahrten pro Tag, wobei der Zeitpunkt und das Glück über die Anzahl der Passagiere entscheiden, was die finanzielle Planbarkeit für die Betreiber erschwert.
Auswirkungen auf Schüler und Studenten
Besonders spürbar ist die Anpassung für junge Pendler, da auch die Tarife für Schüler und Studenten angehoben wurden. Diese zahlen nun ebenfalls einheitlich 30 Baht für die gesamte Strecke, was zuvor mit 20 Baht deutlich günstiger war. Die neuen Tarife wurden durch Hinweisschilder an den Fahrzeugen für die Fahrgäste deutlich sichtbar gemacht.
Es wird erwartet, dass dieser Trend kein Einzelfall bleibt, da auch Betreiber anderer Routen in der Region Chiang Mai vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Die Abhängigkeit vom Dieselpreis bei gleichzeitig schwankenden Fahrgastzahlen zwingt viele Kleinstunternehmer dazu, ihre Kalkulationen kurzfristig anzupassen, um den Betrieb überhaupt aufrechtzuerhalten.
Zukunft der regionalen Verbindungen
Trotz der Preiserhöhung bleibt das Songthaew für viele Menschen das einzige erschwingliche Transportmittel, um aus den Umlandbezirken in die Stadt zu gelangen. Die Betreiber hoffen, dass die Fahrgäste Verständnis für die Maßnahme aufbringen, da alternative staatliche Subventionen für diese privaten Transportgemeinschaften derzeit nicht in Sicht sind.
Die weitere Entwicklung der Energiepreise wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die gelben Busse auch in Zukunft eine verlässliche Verbindung zwischen Mae Rim und Chiang Mai sicherstellen können oder ob weitere Ausdünnungen im Fahrplan folgen. Für viele Pendler bedeutet die aktuelle Erhöhung eine zusätzliche monatliche Belastung von mehreren hundert Baht.