KOH SAMUI: Mit Blick auf die bevorstehende Hochsaison im südlichen Golf von Thailand bereiten sich die Tourismusbetreiber auf der Insel Samui auf ein deutliches Besucherwachstum vor, das vornehmlich durch europäische Reisende getrieben wird.
Laut Ratchaporn Poolsawadee, dem Präsidenten der Tourismusvereinigung von Koh Samui, könnte die Anzahl der Touristen durch die Erweiterung der Flughafenkapazitäten signifikant steigen. Aktuell verhandelt man über längere Betriebszeiten am Samui Airport, um täglich bis zu 20 zusätzliche Flüge zuzulassen.
Die stärksten Besucherströme erwartet man aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Australien. Eine kürzlich erfolgte Visaregelung, die Bürgern aus 93 Ländern einen visumfreien Aufenthalt in Thailand von bis zu 60 Tage ermöglicht, trägt dazu bei, dass viele Touristen längere Aufenthalte planen.
Zusätzliche Flüge zum nahe gelegenen Flughafen Surat Thani und verbesserte Fährverbindungen lassen die Hoteliers auf eine Auslastung von 80 bis 90 Prozent in den Spitzenmonaten Juli und August hoffen. „Die Full Moon Party auf Koh Phangan zieht in dieser Zeit über 50.000 Besucher pro Event an und ist ein weiterer Magnet für die Region“, ergänzt Ratchaporn.
Das kürzlich abgehaltene „Pride Nation Samui International Festival“ spielte eine Schlüsselrolle dabei, die Insel international weiter bekannt zu machen. Trotz einer Bettenkapazität von 30.000 Zimmern sieht Ratchaporn die größte Herausforderung in der begrenzten Infrastruktur, insbesondere was die Flug- und Bootsverbindungen angeht. Aktuell kann der Flughafen Samui 50 Flüge täglich zwischen 07.00 Uhr morgens und 22.00 Uhr abends abwickeln.
Ende Juli steht eine öffentliche Anhörung an, bei der über eine Ausdehnung der Betriebszeiten diskutiert wird, um die touristische Kapazität weiter zu erhöhen. Laut einer Studie könnte der Flughafen so bis zu 73 Flüge pro Tag abfertigen, was täglich etwa 2.000 zusätzliche Besucher auf die Insel bringen würde.
Die drei lokalen Fährbetreiber rüsten derweil ihre Flotten auf, um dem Ansturm gerecht zu werden. Auch eine mögliche Lockerung des Alkoholverkaufsverbots könnte laut Ratchaporn die touristischen Ausgaben ankurbeln.
„Nachdem die Öffnungszeiten für Bars und Clubs bis 04.00 Uhr morgens erweitert wurden, hat sich gezeigt, dass sowohl der öffentliche als auch der private Sektor in der Lage sind, Sicherheitsfragen kompetent zu adressieren“, schließt Ratchaporn ab.