Härteres Vorgehen gegen Nominee-Geschäfte

Tourismusbranche fordert härteres Vorgehen der Behörden

Die Tourismusbranche auf Koh Phangan fordert ein härteres Vorgehen gegen illegale Geschäfte ausländischer Betreiber. Archivbild: Jahner
Die Tourismusbranche auf Koh Phangan fordert ein härteres Vorgehen gegen illegale Geschäfte ausländischer Betreiber. Archivbild: Jahner

KOH PHANGAN: Die Tourismusbranche auf Koh Phangan hat die thailändische Regierung aufgefordert, konsequent gegen illegale Geschäfte ausländischer Betreiber vorzugehen und zugleich Maßnahmen zur Verbesserung des Tourismusimages sowie zusätzliche Konjunkturimpulse umzusetzen. Hintergrund sind wachsende Sorgen über sinkende Besucherzahlen und eine schwächere Nachfrage in der laufenden Nebensaison.

Zuletzt hatten Behörden auf Koh Phangan eine illegal betriebene Schule durchsucht, deren Schüler überwiegend israelische Staatsangehörige gewesen sein sollen. Der Vorfall löste Diskussionen über sogenannte Nominee-Konstruktionen und illegale Geschäftsaktivitäten auf der Insel aus, die nach Ansicht lokaler Unternehmer den Tourismusstandort belasten.

Nominee-Geschäfte weit verbreitet

Naruemon Maisopa, Präsidentin der Koh Phangan Hotel and Tourism Association, erklärte, dass Probleme mit Nominee-Geschäften in vielen wichtigen Tourismusregionen des Landes verbreitet seien. Dies erfordere eine konsequentere Durchsetzung bestehender Gesetze durch die Behörden.

Nach ihren Angaben lockten die Strände und natürlichen Ressourcen der Insel zahlreiche Ausländer an, die rechtliche Grauzonen nutzten, um ihren Aufenthalt zu verlängern. Einige würden Unternehmen betreiben, die gegen thailändisches Recht verstießen, darunter nicht genehmigte Reiseunternehmen, Boots- und Fahrdienste oder Unterkunftsvermietungen. Häufig würden dabei ausschließlich ausländische Arbeitskräfte beschäftigt, wodurch Einnahmen an lokalen Anbietern vorbeigingen.

60-Tage-Regel gerät unter Druck

Kritisch äußerte sich Naruemon zudem zur derzeitigen 60-Tage-Regelung für visafreie Einreisen. Diese werde nach ihrer Einschätzung teilweise genutzt, um illegal auf der Insel zu arbeiten. Sie sprach sich deshalb dafür aus, die Dauer des visafreien Aufenthalts zu verkürzen.

Tourismusunternehmen arbeiten laut Naruemon inzwischen gemeinsam mit israelischen Vertretern, dem Innenministerium sowie Sicherheitsbehörden daran, israelische Besucher stärker für die Einhaltung lokaler Gesetze und kultureller Regeln zu sensibilisieren.

Insel fordert mehr Rücksichtnahme

Besucher würden aufgefordert, auf Cannabiskonsum, übermäßigen Lärm sowie illegale Erwerbstätigkeiten zu verzichten und die lokale Kultur zu respektieren. Die Zahl israelischer Besucher auf der Insel war in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Naruemon erklärte, dass die aktuellen Probleme bereits Auswirkungen auf andere touristische Märkte hätten. Einige Reisende würden Koh Phangan inzwischen meiden. Gleichzeitig würden potenzielle Investoren abgeschreckt, obwohl die lokalen Unternehmen grundsätzlich Besucher aller Herkunftsländer willkommen heißen wollten.

Sie betonte zudem, dass Koh Phangan über ein vielfältiges kulturelles Erbe verfüge, zu dem buddhistische Tempel, Moscheen und Chabad-Häuser gehörten.

Branche fordert neue Tourismuspläne

Neben einer strengeren Kontrolle illegaler Geschäfte forderte Naruemon zusätzliche Investitionen zur Förderung des Tourismus. Besonders Langzeitreisende mit beruflicher Qualifikation könnten nach ihrer Ansicht zur Entwicklung der Insel beitragen und Wissen an lokale Gemeinschaften weitergeben.

Die aktuelle Nebensaison verlaufe jedoch äußerst schwierig. Zusätzlich belaste die Krise im Nahen Osten den Tourismussektor, da steigende Betriebskosten und hohe Flugpreise die Nachfrage dämpften.

Hotels erwarten schwache Auslastung

Hotels in einigen Gebieten rechnen laut der Branchenvertreterin in diesem Monat mit Auslastungen von unter 40 Prozent. Auch für die kommende Full Moon Party werde ein deutlicher Rückgang der Besucherzahlen erwartet.

Zum geplanten Land-Bridge-Projekt der Regierung erklärte Naruemon, dass sie das Vorhaben grundsätzlich unterstütze. Gleichzeitig müsse jedoch sichergestellt werden, dass Umweltbelastungen minimiert und Hafen- sowie Logistiksysteme so entwickelt würden, dass sie auch den Tourismus nachhaltig unterstützen könnten.

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Erwin Burkett 07.05.26 11:14
Wie können solche Faranggeschäfte entstehen.
Hier ist einiges schief gelaufen, woh sind die Offiziellen stellen wo doch alle 90 Tage die registrierung fällig ist?
Hier ist nicht nur das Immigrationsamt zustellig, sondern auch die Örtlichen Behörden. Thailand gehört immer noch den Thailändern, und alle anderen sind nur Gäste und Besucher und sollten sich auch so benehmen und die geltenden gesetze respektieren. jedliche andere Imtenzion sollte sofort unterbunden werden and mit der ausweisung der betreffenden Personen erfolgen. Da hben aber die Örtlichen Behörden geschlafen oder gab es andere Gründe. .................?

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