Korallenriffe bleiben weitgehend stabil

Forscher untersuchen Küsten, Seegras und Dugong-Habitate

Mitarbeiter des Marine National Park Study and Research Center 5 sowie der Nationalparks Than Sadet–Ko Pha-ngan und Mu Ko Ang Thong vor Beginn der gemeinsamen Forschungsexpedition. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Mitarbeiter des Marine National Park Study and Research Center 5 sowie der Nationalparks Than Sadet–Ko Pha-ngan und Mu Ko Ang Thong vor Beginn der gemeinsamen Forschungsexpedition. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

SURAT THANI: Das Marine National Park Study and Research Center 5 (Nakhon Si Thammarat) hat gemeinsam mit den Nationalparks Than Sadet–Ko Pha-ngan und Mu Ko Ang Thong umfangreiche Untersuchungen an Stränden, Korallenriffen und Seegraswiesen im Golf von Thailand durchgeführt. Die Arbeiten sind Teil der offensiven Naturschutzstrategie des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP) und dienen dem nachhaltigen Schutz mariner Ökosysteme.

Zwischen dem 30. Juni und 5. Juli 2026 untersuchten Spezialisten des Forschungszentrums in der Provinz Surat Thani Veränderungen an Küsten, den Zustand von Korallenriffen sowie Seegrasbestände und Dugong-Lebensräume. Die erhobenen wissenschaftlichen Daten sollen anschließend detailliert ausgewertet und für künftige Schutzmaßnahmen genutzt werden.

Strandentwicklung auf Koh Phangan vermessen

Wissenschaftler vermessen das Strandprofil am Than Sadet Beach, um Veränderungen der Küstenlinie und Erosionsprozesse zu dokumentieren. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Wissenschaftler vermessen das Strandprofil am Than Sadet Beach, um Veränderungen der Küstenlinie und Erosionsprozesse zu dokumentieren. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Im ersten Projektabschnitt untersuchten die Experten die Veränderungen am Than Sadet Beach im Nationalpark Than Sadet–Ko Phangan. Dazu wurden fünf Messprofile angelegt.

Zur Unterstützung der Datenerhebung kamen auch Drohnen für Luftaufnahmen und Vermessungen des Küstenbereichs zum Einsatz. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Zur Unterstützung der Datenerhebung kamen auch Drohnen für Luftaufnahmen und Vermessungen des Küstenbereichs zum Einsatz. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Mithilfe eines automatischen Nivelliergeräts wurde das Höhenprofil des Strandes vom Referenzpunkt bis zur Niedrigwasserlinie vermessen. Alle zwei Meter sowie an jeder Veränderung der Strandneigung wurden Höhenwerte erfasst und zusätzlich per GPS exakt georeferenziert. Die Daten sollen künftig dabei helfen, Veränderungen der Küstenlinie wissenschaftlich zu analysieren und Maßnahmen gegen Küstenerosion gezielter zu planen.

Korallen überwiegend in gutem Zustand

Die Untersuchungen ergaben, dass sich die meisten Korallen in einem guten Zustand befinden und keine Anzeichen einer Korallenbleiche zeigen. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Die Untersuchungen ergaben, dass sich die meisten Korallen in einem guten Zustand befinden und keine Anzeichen einer Korallenbleiche zeigen. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Der zweite Einsatz führte die Wissenschaftler zum Korallenriff vor Ko Kong Than Sadet im Nationalpark Than Sadet–Ko Pha-ngan. Dort wurden Korallenbestände, junge Korallen, Krankheiten und Auffälligkeiten, wirbellose Meerestiere, Fischpopulationen, Meeresmüll sowie die Wasserqualität untersucht.

Im Korallenriff wurden zahlreiche gesunde Jungkorallen dokumentiert, die auf eine natürliche Regeneration des Bestands hindeuten. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Im Korallenriff wurden zahlreiche gesunde Jungkorallen dokumentiert, die auf eine natürliche Regeneration des Bestands hindeuten. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Die ersten Ergebnisse gelten als positiv: Der überwiegende Teil der Korallen befand sich in einem normalen Zustand und zeigte keine Anzeichen einer Korallenbleiche.

Zu den häufigsten Korallenarten gehörten:

  • Porites (Steinkorallen)
  • Turbinaria (Scheibenkorallen)
  • Goniopora (Blumenkorallen)
  • Pocillopora (Blumenkohlkorallen)

Bei den Jungkorallen dominierten Arten der Gattung Dipsastraea, gefolgt von Goniopora, Turbinaria und Porites.

Einzelne Krankheiten festgestellt

Vereinzelt registrierten die Forscher jedoch verschiedene Erkrankungen und Schädigungen der Korallen. Am häufigsten wurden Wuchsanomalien festgestellt, die durch im Korallenstock lebende Organismen verursacht werden. Daneben traten Konkurrenzbewuchs („Aggressive Overgrowth“) sowie Gewebeverfärbungen (Pigmentation Response) auf.

Taucher erfassten den Zustand der Korallenriffe sowie Fischbestände, wirbellose Meerestiere und die Wasserqualität. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Taucher erfassten den Zustand der Korallenriffe sowie Fischbestände, wirbellose Meerestiere und die Wasserqualität. Bild Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Bei den Fischbeständen dominierten unter anderem Neopomacentrus anabatoides sowie Parioglossus philippinus. Die häufigsten wirbellosen Tiere waren Weichkorallen, Meeresschwämme und Seeigel.

Meeresmüll wurde lediglich in geringem Umfang gefunden. Dabei handelte es sich überwiegend um Reste von Fischernetzen, die durch Meeresströmungen in das Riff gelangt waren.

Wasserqualität im normalen Bereich

Die gemessene Wassertemperatur im Korallengebiet lag bei 30,4 Grad Celsius, der Salzgehalt bei durchschnittlich 29,2 ppt und die Sichttiefe bei rund 1,8 Metern. Sämtliche Rohdaten werden nun wissenschaftlich ausgewertet.

Seegraswiesen bei Mu Ko Ang Thong untersucht

Im dritten Projekt untersuchten die Experten den Dugong-Lebensraum und die Seegraswiesen an Ko Mae Ko (Hat Tham Rang) im Nationalpark Mu Ko Ang Thong. Dafür wurden sieben Untersuchungsprofile eingerichtet. Die Bewertung ergab, dass sich die Seegraswiesen in einem mäßig guten Erhaltungszustand befinden. Nachgewiesen wurden hauptsächlich zwei Arten:

  • Seegras (Enhalus acoroides)
  • Zwerg-Seegras (Halophila minor)

Keinen Dugong gesichtet

Die Wasserqualität in diesem Gebiet wurde in einer Tiefe von 0 bis 0,5 Metern gemessen. Dabei wurden eine Sichttiefe von 0,5 Metern, ein pH-Wert von 8,07, eine Wassertemperatur von 31,57 Grad Celsius, ein Salzgehalt von 29,11 ppt sowie ein gelöster Sauerstoffgehalt von 5,99 Milligramm pro Liter festgestellt.

Während der aktuellen Untersuchung konnten die Wissenschaftler jedoch keinen Dugong beobachten. Nach Angaben des Forschungszentrums unterstreicht die gemeinsame Expedition die Rolle des Marine National Park Study and Research Center 5 als wissenschaftliche Fachstelle des Department of National Parks. Gleichzeitig unterstützt sie die langfristige Strategie der Behörde zum systematischen Schutz und zur Wiederherstellung der marinen Ökosysteme Thailands, damit Küstengewässer und Meereslebensräume dauerhaft erhalten bleiben.

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