KOH SAMUI: Der Fall um die Tötung des auf Koh Samui für sein soziales Engagement bekannten Taxifahrers Sikkharin Phromcharoen weitet sich aus. Nach Angaben der Polizei waren insgesamt acht Verdächtige an dem tödlichen Angriff beteiligt. Gegen drei Personen liegen bereits Haftbefehle vor, während die Provinzpolizei der Region 8 bei Gericht die Ausstellung weiterer fünf Haftbefehle beantragt hat. Dies erklärte Pol Lt Gen Trairong Phiwphan am Donnerstag (28. Mai 2026).
Einer der Verdächtigen stellte sich am Mittwoch (27. Mai 2026) der Polizei auf der Wache Bo Phut und wurde festgenommen. Der Mann bestritt eine Beteiligung an der körperlichen Attacke und den Schüssen auf das Opfer. Er räumte jedoch ein, unmittelbar vor dem Angriff an die Autoscheibe des späteren Opfers geklopft zu haben.
Familie beantragt Zeugenschutz
Der Fall erhielt zusätzliche Brisanz, nachdem die Familie des getöteten Sikkharin Phromcharoen beim Justizministerium die Aufnahme in ein Zeugenschutzprogramm beantragt hatte. Der 31-Jährige war auf der Ferieninsel Koh Samui für sein soziales Engagement bekannt. Er bot unter anderem schwangeren Frauen, älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie einkommensschwachen Familien kostenlose Fahrdienste an.
Sikkharin war am vergangenen Sonntag (24. Mai 2026) bei einem Streit, der nach bisherigen Erkenntnissen mit illegal operierenden Taxifahrern ohne gewerbliche Zulassung in Verbindung stand, zunächst misshandelt und anschließend erschossen worden. Seine Ehefrau Onchuma erklärte nach der Tat, dass sich die Familie in ihrem bisherigen Umfeld nicht mehr sicher fühle.
Sicherheit der Angehörigen höchste Priorität
Nach Angaben von Pol Lt Gen Trairong haben die Ermittlungen inzwischen deutliche Fortschritte gemacht. Die Sicherheit der Angehörigen und möglicher Zeugen habe höchste Priorität. Deshalb habe bereits ein Treffen zwischen der Provinzpolizei und der für den Zeugenschutz zuständigen Behörde des Justizministeriums stattgefunden.
Die Königlich Thailändische Polizei werde weder einflussreiche Gruppen noch mafiöse Strukturen dulden, die der Bevölkerung Schaden zufügen, betonte der Polizeisprecher. Unabhängig von der Stellung der Tatverdächtigen werde konsequent gegen alle Beteiligten vorgegangen. Ziel sei es, das Vertrauen der Bevölkerung und der Touristen in die Rechtsstaatlichkeit und die öffentliche Sicherheit zu stärken.