KOH SAMUI: Die Polizei hat ihre Ermittlungen zum tödlichen Schusswaffenangriff auf einen Taxifahrer auf Koh Samui abgeschlossen und alle zwölf Tatverdächtigen festgenommen. Nach Angaben der Behörden gibt es keine Hinweise auf Verbindungen zur organisierten Kriminalität auf der Ferieninsel.
Pol Maj Gen Saranyu Chamnanrat, stellvertretender Kommissar der Provinzpolizei Region 8, erklärte am Mittwoch (3. Juni 2026), dass die Tat auf einen langjährigen persönlichen Konflikt zwischen rivalisierenden Taxifahrergruppen zurückzuführen sei. Spekulationen in sozialen Medien über eine Beteiligung mafiöser Strukturen hätten sich nicht bestätigt.
Schüsse vor Touristen und Anwohnern
Das Opfer, der 30-jährige Sikkharin Phromcharoen, wurde am 24. Mai 2026 im Bezirk Bo Phut mit einer Pistole des Kalibers .45 mehrfach angeschossen. Der Angriff ereignete sich in einem öffentlichen Bereich vor den Augen von Anwohnern und Touristen. Der Mann erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Polizei rekonstruiert den Tathergang
Die Ermittlungen ergaben, dass bereits seit längerer Zeit Spannungen zwischen dem Opfer und einer Gruppe um den Taxifahrer Sahaphol bestanden hatten. Am Tattag hatte Sikkharin gerade einen ausländischen Fahrgast abgesetzt, als er auf die Gruppe traf. Nach einem Streit soll Prakasit die Schüsse abgegeben haben.
Zwölf Haftbefehle vollstreckt
Anhand von Überwachungsaufnahmen und weiteren Beweismitteln identifizierten die Ermittler die Beteiligten und erwirkten Haftbefehle gegen insgesamt zwölf Personen. Der letzte Verdächtige, Thawatchai, wurde am Montag (1. Juni 2026) festgenommen.
Gegen die Beschuldigten wurden Anklagen wegen vorsätzlichen Mordes sowie Verstößen gegen das Waffenrecht erhoben. Das Gericht auf Koh Samui lehnte Anträge auf Freilassung gegen Kaution ab.