Ermittlungen gegen Nominee-Netzwerke

Behörden prüfen Nominee-Strukturen auf Koh Samui und Koh Phangan

Auf Koh Samui und Koh Phangan gehen die thailändischen Behörden verstärkt gegen mutmaßliche Nominee-Firmen und illegal betriebene Unternehmen mit ausländischer Beteiligung vor. Foto: Jahner
Auf Koh Samui und Koh Phangan gehen die thailändischen Behörden verstärkt gegen mutmaßliche Nominee-Firmen und illegal betriebene Unternehmen mit ausländischer Beteiligung vor. Foto: Jahner

KOH SAMUI/KOH PHANGAN: Die thailändische Handelsentwicklungsbehörde DBD geht verstärkt gegen sogenannte Nominee-Firmen auf den Inseln Koh Samui und Koh Phangan in der Provinz Surat Thani vor. Hintergrund sind Ermittlungen, wonach rund 68 Prozent der dort registrierten Unternehmen von ausländischen Investoren betrieben werden.

DBD-Generaldirektor Poonpong Naiyanapakorn erklärte, dass die Behörden ihre Maßnahmen im Rahmen einer internen Untersuchung ausgeweitet hätten, die inoffiziell als „Nominee-Scanning“ bezeichnet werde. Auslöser seien anhaltende Vorwürfe gewesen, wonach beide Inseln zunehmend von Ausländern kontrolliert würden, die thailändische Strohmänner als Anteilseigner einsetzen, um gesetzliche Beschränkungen zu umgehen.

Mehrheit der Firmen ausländisch

Nach Angaben der Behörde wurden auf Koh Samui und Koh Phangan insgesamt 16.811 Unternehmen registriert. Davon sollen 11.426 Firmen von ausländischen Investoren geführt werden. Die Behörden unterscheiden dabei zwischen legalen und mutmaßlich illegalen Geschäftsmodellen. Ein am 29. April 2026 unterzeichnetes Memorandum of Understanding zwischen dem DBD und weiteren Behörden solle dazu beitragen, Nominee-Strukturen konsequent zu zerschlagen.

Auch auf dem Festland der Provinz Surat Thani wurden Unternehmen überprüft. Dort ergaben die Untersuchungen, dass mehr als 11.000 der insgesamt 21.717 registrierten Firmen von Ausländern betrieben werden. Die größten Investorengruppen stammen nach Behördenangaben aus Frankreich, Großbritannien und Russland.

Franzosen und Israelis dominieren

Auf Koh Samui wurden 12.050 registrierte Unternehmen erfasst. Davon gelten 8.213 als ausländisch kontrollierte Firmen. Auch dort dominieren Investoren aus Frankreich, Großbritannien und Russland. Auf Koh Phangan werden 3.213 der insgesamt 4.761 registrierten Unternehmen von Ausländern geführt. Die größten Investorengruppen stammen dort aus Israel, gefolgt von Frankreich und Großbritannien.

Poonpong erklärte, dass die Herkunftsländer der Investoren in beiden Regionen weitgehend identisch seien. Daher überrasche es nicht, dass in der Öffentlichkeit zunehmend der Eindruck entstehe, Koh Samui und Koh Phangan würden wirtschaftlich von Ausländern dominiert.

DBD prüft Firmengeflechte auf Koh Phangan

Besondere Aufmerksamkeit richten die Behörden auf Koh Phangan derzeit auf die Bereiche Buchhaltung und Immobilien. So untersucht das DBD unter anderem ein Buchhaltungsunternehmen, dessen Eigentümer gleichzeitig als Anteilseigner in 66 weiteren Firmen eingetragen sein soll. Zudem werde dieselbe Geschäftsadresse von weiteren 89 Unternehmen genutzt.

Darüber hinaus überprüften die Behörden acht Villenanlagen auf Koh Phangan, die als Ferienunterkünfte für rund 13.000 Baht pro Nacht angeboten wurden. Nach Angaben der Ermittler betrieben die Verantwortlichen Hotels ohne die erforderlichen Genehmigungen. Die Villen sollen zwei in Thailand registrierten Unternehmen gehören, an denen israelische Investoren beteiligt sind.

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Luci 10.05.26 13:59
Na jetzt aber los!
Da werden die Behörden aber jetzt aktiv werden. Aber wie. Das Verbot gibt es seit 1999. Seit 2025/26 werden die Behörden aktiv und überprüfen.
Noch jemand, der meint nur das alte Europa wäre unfähig?

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