KOH PHANGAN: Die Botschaft des Staates Israel hat israelische Staatsbürger in ungewöhnlich scharfen Worten aufgefordert, sämtliche Gesetze strikt einzuhalten und unter keinen Umständen gegen thailändisches Recht zu verstoßen. Hintergrund ist offenbar eine verschärfte Kontrolle durch die thailändischen Behörden, insbesondere auf Koh Phangan.
Thailändische Behörden führten im Gebiet Ao Si Thanu auf Koh Phangan in der Provinz Surat Thani eine umfangreiche Kontrolle durch. Im Fokus standen mutmaßlich illegal betriebene Hotels sowie Eigentums- und Beteiligungsstrukturen mit Verbindungen zu israelischen Bewohnern.
Die Aktion wurde vom Department of Provincial Administration gemeinsam mit der thailändischen Einwanderungsbehörde sowie der Polizei von Koh Phangan durchgeführt. Anlass waren Hinweise darauf, dass mehrere Unterkünfte in Ban Ao Sritanu ohne die erforderlichen Hotelgenehmigungen betrieben worden sein könnten.
Im Rahmen der Ermittlungen überprüften die Behörden außerdem Gesellschafterstrukturen und Finanzunterlagen. Nach ersten Berichten stehen Unternehmen im Verdacht, sogenannte „Nominee“-Konstruktionen genutzt zu haben — also thailändische Strohmänner oder Anteilseigner, um gesetzliche Beschränkungen für ausländisches Eigentum indirekt zu umgehen.
Die Behörden erklärten zudem, dass sich eine Gruppe israelischer Staatsbürger in Villen im Gebiet Ao Si Thanu aufhalte. Die Verbindung zwischen israelischen Bewohnern und den untersuchten Immobilien habe zusätzliche Aufmerksamkeit ausgelöst. Nun wird geprüft, ob Geschäfts- oder Immobilienstrukturen bewusst so gestaltet wurden, dass thailändische Gesetze umgangen werden.
Die Behörden überprüften vier Anlagen:
- Zama Resort — 23 Zimmer. Vorläufig angeklagt wegen Betriebs ohne Hotelgenehmigung.
- Sritanu Residences Resort — War kurz vor dem Eintreffen der Behörden geschlossen worden.
- Haad Chao Phao Resort — 8 Zimmer. Mehrere Personen wurden für weitere Prüfungen nach dem Hotelgesetz festgehalten.
- Samma Karuna Beach & Wellness Resort — 12 Zimmer. Vorläufige Anklagen wegen Betriebs ohne Lizenz.
Die Ermittler beschlagnahmten Buchhaltungsunterlagen, Gesellschafterlisten und Finanzdokumente zur weiteren Auswertung. Das Verfahren läuft nach dem thailändischen Hotelgesetz B.E. 2547 (2004).
Die Behörden bestätigten, dass die Untersuchungen in Ao Si Thanu fortgesetzt werden. Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob ausländisch beeinflusste Unternehmen sowie Grundstücks- und Beteiligungsmodelle vollständig mit thailändischem Recht vereinbar sind.