Debatte um Israelis auf Koh Phangan

Abgeordneter fordert strengere Kontrollen auf der Insel

Auf Koh Phangan wächst die Zahl israelischer Langzeitaufenthalter und Geschäftsbetreiber. Archivbild: Jahner
Auf Koh Phangan wächst die Zahl israelischer Langzeitaufenthalter und Geschäftsbetreiber. Archivbild: Jahner

KOH PHANGAN: Ein Abgeordneter der Economic Party hat die staatlichen Behörden aufgefordert, auf die wachsende israelische Gemeinschaft auf Koh Phangan in der Provinz Surat Thani zu reagieren. Nach Ansicht des Politikers könnten sich daraus Sicherheits- und Souveränitätsrisiken für Thailand ergeben.

Der Listenabgeordnete Chris Potranandana erklärte am Mittwoch (6. Mai 2026), dass sich derzeit rund 4.000 Israelis mit längerfristigem Aufenthalt auf der Insel aufhalten sollen. Dazu zählten Personen mit verlängerten Visa sowie Geschäftsbetreiber. Hinzu kämen etwa 3.000 israelische Touristen.

Warnung vor geopolitischen Folgen

Chris betonte, dass seine Äußerungen sich nicht pauschal gegen Israelis oder andere Nationalitäten richteten. Nicht alle Personen seien problematisch. Dennoch verwies er auf die geopolitische Lage im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten unter Beteiligung Israels.

Nach seiner Einschätzung könnte die zunehmende Präsenz israelischer Staatsangehöriger Thailand zusätzlichen externen Risiken aussetzen, da Israel mit mehreren Staaten der Region in Konflikt stehe. Das Thema werde inzwischen nicht nur von Bewohnern Koh Phangans, sondern auch landesweit verstärkt diskutiert.

Lärm und Drogen sorgen für Kritik

Der Abgeordnete verwies zudem auf Beschwerden über angeblich störendes Verhalten einzelner israelischer Besucher. Genannt wurden Lärmbelästigungen, Drogenkonsum sowie der Betrieb nicht lizenzierter Geschäfte. Dabei handele es sich unter anderem um nicht lizenzierte Beherbergungsbetriebe, Schulen und Einzelhandelsgeschäfte.

Darüber hinaus kritisierte Chris Finanztransaktionen über ausländische Apps, die seiner Ansicht nach nur begrenzt zur lokalen Wirtschaft beitrügen. Außerdem verwies er auf religiöse Treffpunkte wie Chabad-Zentren, die im Zusammenhang mit internationalen Konflikten potenzielle Ziele darstellen könnten. Zugleich stellte er die Auswirkungen der visafreien Einreiseprogramme infrage.

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Plante HDV 08.05.26 09:13
Th. Sylten 07.05.26 18:40
Herr Sylten, ich kann ihre Haltung bezüglich Israel / Gazakrieg verstehen. In den letzten Jahren hatte ich immer das Gefühl Israel verteidigen zu müssen. Als wäre es in meinen Genen eingebaut. Heute finde ich mein vergangenes Verhalten selbst sehr bedenklich. Ich kommme nicht umhin festzustellen daß das militärische Verhalten der Israelis, gelinde gesagt, nicht gerechtfertigt ist. Auch wenn es Nachbarländer gibt die Israel, wer weiß wohin wünschen.
Thomas Sylten 07.05.26 18:40
Bekanntlich gibt es auch in Pai eine größere Israelische Gemeinde.Als ich dort neulich eine Diskussion hörte, in der ein junger Israeli sich Kritik von jungen Deutschen am Gazakrieg verbat, sagte ich ihm, dass ich ihm mein Leben lang zugestimmt habe: Deutsche sind wirklich die Letzten, die Israelis zu kritisieren hätten, war immer meine Überzeugung.

Bis zum letzten Gazakrieg.
Seither halte ich es für JEDERMANNS Pflicht (einschließlich der Deutschen), Israelis darauf hinzuweisen, dass heute (!) leider SIE es sind, die massenhaft Frauen und Kinder töten. Und dass das auch mit einem Hinweis auf die Geschichte nicht gerechtfertigt werden kann.
Roman Knöpfel 07.05.26 16:50
Ich nehme an
Dragomir, dass Du die. friedliebenden orthodoxen Siedler meinst, die ihre Glaubensbrüder in den Krieg schicken, während dem sie sich dem Studium der Thora widmen und den Frauen den Lebensunterhalt der. Familie überlassen.
Dracomir Pires 07.05.26 16:00
Die Israelis sind bestimmt nicht ...
... das Problem, sondern eher ihre Gegner, also Angehörige des "friedlichen und toleranten Glaubes"
Jomtien Franky 07.05.26 14:40
Wieso...
...tragen die Geldüberweisungen nur bedingt zu Thailands Wirtschaft bei? Wo sollen sie denn sonst das Geld ausgeben? Komische Logik...

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