KOH SAMUI/NAKHON SI THAMMARAT: Die Expressway Authority of Thailand (Exat) hat die dritte und abschließende öffentliche Anhörung zum geplanten Samui Link Expressway im Gesamtwert von rund 74 Milliarden Baht abgeschlossen. Eine mögliche Befassung des Kabinetts mit dem Projekt wird innerhalb der kommenden zwei Jahre erwartet.
Nach Angaben von Nattha Kasee, stellvertretender Gouverneur der Exat für Finanzen, Rechnungswesen und Geschäftsentwicklung, diente die Veranstaltung dazu, die Ergebnisse umfassender Machbarkeitsstudien zu Technik, Wirtschaftlichkeit, Finanzierung sowie Umweltfolgen des Vorhabens in der Provinz Nakhon Si Thammarat zusammenzufassen.
Projekt rückt näher an Kabinettsbeschluss
An der Anhörung nahmen rund 200 Vertreter aus öffentlichem und privatem Sektor, lokale Verwaltungsorganisationen, Gemeindevertreter, Umwelt- und Naturschutzgruppen, betroffene Anwohner, akademische Einrichtungen, unabhängige Fachleute sowie Medien teil. Als nächster Schritt plant die Exat eine sogenannte Market-Sounding-Phase mit potenziellen Investoren. Anschließend sollen die Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt und die Zustimmung des Kabinetts eingeholt werden, um das Projekt im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft umzusetzen.

Der Baubeginn ist nach derzeitiger Planung für das Jahr 2029 vorgesehen, die Inbetriebnahme wird gegen Ende 2033 angestrebt. Die Gesamtkosten werden auf 74,044 Milliarden Baht geschätzt. Vorgesehen ist eine Mautgebühr zwischen 1.000 und 2.000 Baht pro Fahrzeug. Über einen Zeitraum von 30 Jahren rechnet die Behörde mit einem Verkehrsaufkommen von rund 64,2 Millionen Fahrzeugen und Einnahmen in Höhe von etwa 80,108 Milliarden Baht.
37 km Route mit langer Seebrücke geplant
Die geplante Strecke soll rund 37 Kilometer lang sein. Sie beginnt an der Fernstraße 4142 im Tambon Don Sak im Bezirk Don Sak der Provinz Surat Thani, führt über die Tambons Kuan Thong und Tong Nian im Bezirk Khanom der Provinz Nakhon Si Thammarat und endet an der Straße 4170 im Tambon Taling Ngam auf Koh Samui. Teil des Projekts ist zudem eine etwa 22 Kilometer lange Meeresbrücke, die überwiegend aus vorgefertigten Segmenten errichtet werden soll, um Eingriffe in die Meeresumwelt zu reduzieren.

Ein Abschnitt als Schrägseilbrücke ist mit rund 135 Meter hohen Pylonen geplant; die Durchfahrtshöhe soll mindestens 50 Meter über dem mittleren Meeresspiegel liegen, damit auch größere Schiffe passieren können. Nach Angaben der Planer orientiert sich die Konstruktion an internationalen Standards, um Stabilität bei Wind- und seismischen Belastungen zu gewährleisten.