Samui-Link-Expressway nimmt nächste Hürde

Letzte Anhörung abgeschlossen, Kabinettsbeschluss vorbereitet

Vertreter der Expressway Authority of Thailand präsentieren während einer Anhörung Details zum geplanten Samui-Link-Expressway und beantworten Fragen der Teilnehmer. Bild: Expressway Authority of Thailand (EXAT)
Vertreter der Expressway Authority of Thailand präsentieren während einer Anhörung Details zum geplanten Samui-Link-Expressway und beantworten Fragen der Teilnehmer. Bild: Expressway Authority of Thailand (EXAT)

KOH SAMUI/NAKHON SI THAMMARAT: Die Expressway Authority of Thailand (Exat) hat die dritte und abschließende öffentliche Anhörung zum geplanten Samui Link Expressway im Gesamtwert von rund 74 Milliarden Baht abgeschlossen. Eine mögliche Befassung des Kabinetts mit dem Projekt wird innerhalb der kommenden zwei Jahre erwartet.

Nach Angaben von Nattha Kasee, stellvertretender Gouverneur der Exat für Finanzen, Rechnungswesen und Geschäftsentwicklung, diente die Veranstaltung dazu, die Ergebnisse umfassender Machbarkeitsstudien zu Technik, Wirtschaftlichkeit, Finanzierung sowie Umweltfolgen des Vorhabens in der Provinz Nakhon Si Thammarat zusammenzufassen.

Projekt rückt näher an Kabinettsbeschluss

An der Anhörung nahmen rund 200 Vertreter aus öffentlichem und privatem Sektor, lokale Verwaltungsorganisationen, Gemeindevertreter, Umwelt- und Naturschutzgruppen, betroffene Anwohner, akademische Einrichtungen, unabhängige Fachleute sowie Medien teil. Als nächster Schritt plant die Exat eine sogenannte Market-Sounding-Phase mit potenziellen Investoren. Anschließend sollen die Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt und die Zustimmung des Kabinetts eingeholt werden, um das Projekt im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft umzusetzen.

Projektbeteiligte und Organisatoren posieren nach Abschluss der Veranstaltung für ein gemeinsames Gruppenfoto auf der Bühne. Bild: Expressway Authority of Thailand (EXAT)
Projektbeteiligte und Organisatoren posieren nach Abschluss der Veranstaltung für ein gemeinsames Gruppenfoto auf der Bühne. Bild: Expressway Authority of Thailand (EXAT)

Der Baubeginn ist nach derzeitiger Planung für das Jahr 2029 vorgesehen, die Inbetriebnahme wird gegen Ende 2033 angestrebt. Die Gesamtkosten werden auf 74,044 Milliarden Baht geschätzt. Vorgesehen ist eine Mautgebühr zwischen 1.000 und 2.000 Baht pro Fahrzeug. Über einen Zeitraum von 30 Jahren rechnet die Behörde mit einem Verkehrsaufkommen von rund 64,2 Millionen Fahrzeugen und Einnahmen in Höhe von etwa 80,108 Milliarden Baht.

37 km Route mit langer Seebrücke geplant

Die geplante Strecke soll rund 37 Kilometer lang sein. Sie beginnt an der Fernstraße 4142 im Tambon Don Sak im Bezirk Don Sak der Provinz Surat Thani, führt über die Tambons Kuan Thong und Tong Nian im Bezirk Khanom der Provinz Nakhon Si Thammarat und endet an der Straße 4170 im Tambon Taling Ngam auf Koh Samui. Teil des Projekts ist zudem eine etwa 22 Kilometer lange Meeresbrücke, die überwiegend aus vorgefertigten Segmenten errichtet werden soll, um Eingriffe in die Meeresumwelt zu reduzieren.

Teilnehmer aus Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft versammeln sich im Konferenzsaal zur dritten öffentlichen Anhörung des Infrastrukturprojekts. Bild: Expressway Authority of Thailand (EXAT)
Teilnehmer aus Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft versammeln sich im Konferenzsaal zur dritten öffentlichen Anhörung des Infrastrukturprojekts. Bild: Expressway Authority of Thailand (EXAT)

Ein Abschnitt als Schrägseilbrücke ist mit rund 135 Meter hohen Pylonen geplant; die Durchfahrtshöhe soll mindestens 50 Meter über dem mittleren Meeresspiegel liegen, damit auch größere Schiffe passieren können. Nach Angaben der Planer orientiert sich die Konstruktion an internationalen Standards, um Stabilität bei Wind- und seismischen Belastungen zu gewährleisten.

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Jörg Obermeier 14.02.26 14:11
Das ist ja ein besonders geiles Geschäft. Wenn ich 74 Milliarden Baht zu nur 2% anlegen würde, hätte ich nach 30 Jahren rund 134 Milliarden. Wenn sich ein ganz Dummer finden sollte, der entsprechend obiger Zahlen nach 30 Jahren gerade mal 80 Milliarden eingenommen hat, dann sollte man den ganz pfleglich den Bauch graulen. Nicht dass der doch nochmal nachdenkt.
Mike 14.02.26 14:10
@Sky
Welche Reparaturen?? - Die Thais bauen so, dass es 30 Jahre nichts zu reparieren gibt....555
Sky 14.02.26 02:40
Thailändische Milchmädchenrechnung...
Bezüglich den Einnahmen von 80,108 Milliarden Baht...das wären nach meiner Rechnung rund 1245 Baht pro Fahrzeug bei angedachten 64,2 Millionen Fahrzeuge über 30 Jahre. Hm...und über die 30 Jahre kostet das Ganze natürlich kein Geld für Wartung, Reparaturen, Kosten für Maustellen usw.?? Was ist das bitte für eine Rechnung und wer verkauft jemand so etwas? Aber nee...hört sich ja gut an...nach weniger als 30 Jahren ist das Ding bezahlt und alle sind glücklich...vielleicht vor allem eine thailändische Baufirma, auf dessen Namen ich gerade nicht komme. ;o) kleines Beispiel für unnötige Straßenbauprojekte: Bin vor 2 Wochen von Uttaradit zur laotischen Grenze gefahren. Straße zur Grenze neu ausgebaut und super zu fahren. 5km vor der Grenze muss man abbiegen zum Grenzübergang. Die 5km sind mit Schlaglöchern übersät und Überraschung: der Grenzübergang ist zwar tagsüber auf aber seit Corona sagen sich da die Füchse (oder Elefanten) gute Nacht! Und die Straße wurde nicht vor Corona ausgebaut. Jetzt soll mir mal einer erklären warum man dies macht, wenn man genau weiß, dass über diesen Grenzübergang nichts läuft. Richtig, weil gewisse Leute damit Geld verdienen.

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