Razzien gegen Ausländer auf Samui und Phangan

Polizei geht gegen illegale Geschäfte und Landnutzung auf den Inseln vor

Tausende genießen die Fullmoon Party auf Koh Phangan, während die Polizei gegen Gesetzesverstöße auf der Insel vorgeht Foto: epa/George Henton
Tausende genießen die Fullmoon Party auf Koh Phangan, während die Polizei gegen Gesetzesverstöße auf der Insel vorgeht Foto: epa/George Henton

KOH SAMUI/KOH PHANGAN: Die thailändische Polizei hat ihre Kontrollen ausländischer Staatsbürger auf den beliebten Inseln Koh Samui und Koh Phangan deutlich verstärkt. Anlass sind zahlreiche festgestellte Gesetzesverstöße, darunter sogenannte Nominee-Unternehmen, Landerschließungen ohne Genehmigung sowie unerlaubte Arbeitstätigkeiten. Dies gab der stellvertretende nationale Polizeichef General Samran Nuanma am Montag (20. Oktober 2025) bekannt.

Bei einer hochrangigen Sitzung in Surat Thani, an der auch Vizegouverneur Bandarn Sathirachawal und Vertreter verschiedener Behörden teilnahmen, betonte Samran, dass die Bekämpfung von Straftaten ausländischer Täter, die thailändischen Bürgern schaden, eine Priorität der Regierung und der Royal Thai Police (RTP) sei. Täter, Mittelsmänner und beteiligte Beamte würden konsequent rechtlich belangt.

Tourismus soll nicht unter Kontrollen leiden

Der Polizeichef habe die zuständigen Einsatzkräfte angewiesen, das Gesetz strikt, transparent und kontinuierlich durchzusetzen, um das Vertrauen der Bevölkerung und der Besucher wiederherzustellen. Gleichzeitig reagierte Samran auf Bedenken aus der Privatwirtschaft, wonach negative Berichterstattung den Tourismus beeinträchtigen könnte. Rechtstreue Ausländer und Touristen würden fair behandelt und nicht schikaniert oder zu unrechtmäßigen Zahlungen gedrängt, versicherte er.

Überprüfung von Visa und Anmeldedaten

Die Einwanderungsbehörde und die Polizei der Region 8 wurden beauftragt, Visa-Verlängerungen und ungewöhnliche Anmeldungen in den südlichen Provinzen zu überprüfen. Ziel seien verdächtige Transaktionen, nicht bestimmte Nationalitäten. Zudem sollen die Ermittlungen zwischen den Provinzbehörden besser koordiniert werden.

Ermittlungen gegen illegale Geschäftstätigkeiten

Während des Treffens wurden auch laufende Verfahren gegen Ausländer überprüft, die in nicht lizenzierten Mietwagenfirmen, unerlaubten Tourunternehmen und anderen illegalen Geschäftsaktivitäten auf beiden Inseln tätig sind. Die Behörden wollen die Kontrollen auf Landbesitz, Nominee-Konstruktionen und die missbräuchliche Nutzung von Staatsland ausweiten sowie Bau- und Abrissgenehmigungen überprüfen.

Ermittlungen wegen Umweltverstößen laufen

Oberst Apisan Chairat, Leiter der Abteilung 5 der Natural Resources and Environmental Crime Division (NED), berichtete, dass Ermittlungen gegen mehrere Ausländer – darunter israelische Staatsbürger – laufen, die in geschützten Waldgebieten Gelände verändert, Felsformationen entfernt und Villen errichtet haben sollen. Zudem werden Vorwürfe untersucht, wonach auf gepachteten Flächen im Than-Sadet-Wasserfall-Nationalpark private Partys veranstaltet worden seien.

Die laufenden Strafverfolgungen erfolgen im Rahmen der „Samui Model“-Initiative, die gezielt gegen Landerschließungen und Umweltverstöße auf den Inseln vorgeht.

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Ingo Kerp 22.10.25 13:30
Es sind nicht nur die Vorkommnisse auf den Inseln, es betrifft alle Touristen-Hochburgen, das man immer wieder illegale Geschäfte, Bebauungen etc. feststellt. Was erstaunt dabei ist die Tatsache, das Personen / Firmen soviel Geld in die Hand nehmen, um so ein illegales Geschäft aufzuziehen, wissend das es illegal ist. Da muß man doch vermuten, das diese Geschäfte über Jahre dank freundlichem Wegsehen der Behoerden existieren oder dank Unwissenheit garnicht auffallen. In jedem Fall spricht es nicht für eine funktionierende Behoerde / Regierung.

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