Nahostkrise: Geschehen am Sonntag

Nahostkrise: Geschehen am Sonntag

Toter und Verletzte bei mutmaßlichem Anschlag

TEL AVIV: An mehreren Orten nordöstlich von Tel Aviv fallen Schüsse. Die Polizei geht von einem Terroranschlag aus. Ein mutmaßlicher Täter wird erschossen.

Bei einer Serie von Schusswaffenangriffen in Israel sind nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Polizei teilte mit, dem Verdacht nach handele es sich um einen Terroranschlag. Das Fahrzeug eines mutmaßlichen Täters sei sichergestellt worden, der Mann sei dabei erschossen worden. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, es handele sich um einen arabischen Staatsbürger Israels. Die Polizei jage noch einem mutmaßlichen zweiten Täter hinterher.

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom fielen zuerst an einer Tankstelle bei Kochav Jair nordöstlich von Tel Aviv Schüsse. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden. Anschließend wurden aus zwei nahegelegenen Orten weitere Schussverletzte gemeldet. Ein etwa 30-jähriger Mann sei seinen Verletzungen erlegen. Zahlreiche Polizeikräfte waren im Einsatz.

In den vergangenen Jahren war es in Israel immer wieder zu Anschlägen von Palästinensern gekommen. Der jüngste Vorfall ereignete sich in israelischen Ortschaften in Grenznähe zum besetzten Westjordanland.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hielt nach Angaben seines Büros wegen des Terrorverdachts eine Lagebesprechung ab.


Raketen aus dem Libanon von Israels Raketenabwehr abgefangen

TEL AVIV: Auch ein neuer Anlauf Israels und des Libanons zur Umsetzung einer Waffenruhe scheint zum Scheitern verurteilt. Auf Orte in Israels Norden fliegen wieder Raketen.

Der Norden Israels ist erneut vom Libanon aus mit Raketen angegriffen worden. Die Raketenabwehr habe zwei Geschosse abgefangen, die auf israelisches Gebiet vorgedrungen seien, teilte die Armee mit. Zuvor hatte es in den Ortschaften Jiftach und Ramot Naftali Raketenalarm gegeben. Es gab keine Berichte zu Verletzten.

In der Nacht zum Donnerstag hatten sich Israel und der Libanon nach Angaben des US-Außenministeriums auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Hisbollah lehnte die vereinbarten Bedingungen ab, kurz darauf erfolgten neue Angriffe der mit dem Iran verbündeten Miliz. Im Libanon hatte es bereits am Donnerstagmorgen Berichte über zahlreiche israelische Angriffe gegeben.

Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah. Die Miliz war an den Gesprächen nicht beteiligt.

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