Nahostkrise: Geschehen am Freitag

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Keine Entscheidung bei Iran-Treffen im Weißen Haus

WASHINGTON: Bei den Verhandlungen zu einem Abkommen für ein Ende des Iran-Kriegs gibt es noch keinen Durchbruch. Trump kündigte eine zeitnahe Entscheidung an - doch das Warten geht weiter.

Eine Lagebesprechung zum Iran-Krieg im Weißen Haus ist Medienberichten zufolge ohne eine Entscheidung von Präsident Donald Trump zu Ende gegangen. Er habe das Treffen im Lagezentrum nach zwei Stunden verlassen, berichtete unter anderem die «New York Times» unter Berufung auf einen US-Beamten. Trump hatte zuvor eine «endgültige Entscheidung» zu den Verhandlungen mit dem Iran angekündigt.

Das Treffen fand im sogenannten Situation Room statt, einem abhörsicheren Lagezentrum im Weißen Haus. Dort trifft sich der US-Präsident unter anderem mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern.

Seit Tagen wird zwischen den USA und dem Iran intensiv über ein Abkommen für ein Ende des Iran-Kriegs verhandelt. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump einer von Unterhändlern ausgehandelten Vereinbarung zustimmen wird. Auch eine Bestätigung der iranischen Führung stand zunächst aus.


Iran widerspricht Trumps Darstellung in mehreren Punkten

TEHERAN/BERLIN: Die iranische Führung wirft US-Präsident Trump vor, Details des geplanten Rahmenabkommens falsch darzustellen. Teheran fordert vor weiteren Schritten die sofortige Freigabe von Milliardenvermögen.

Der Iran hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, zentrale Vereinbarungen des geplanten Rahmenabkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche, einen vorgetäuschten Erfolg zu inszenieren. Außerdem befinde sich der Vertragsentwurf noch in einer abschließenden Genehmigungsphase.

Konkret widerspricht der Iran Trumps Aussagen in drei Punkten: Erstens habe Trump ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Ohne diese Freigabe werde der Iran in keine weiteren Verhandlungsphasen eintreten.

Zweitens enthalte das Abkommen keine Bestimmung zur gebührenfreien Öffnung der Straße von Hormus, hieß es weiter. Drittens weise der Iran die Aussage zurück, das angereicherte Uran solle abgebaut oder vernichtet werden - die Absichtserklärung enthalte keine solche Bestimmung.

Zudem weist der Iran auf die Forderung eines vollständigen Waffenstillstands im Libanon hin - im Sinne der libanesischen Hisbollah-Miliz.


Trump kündigt «endgültige Entscheidung» zu Iran an

WASHINGTON: In den Verhandlungen zu einem Rahmenabkommen im Iran-Krieg gibt es noch keinen Durchbruch. Trump will nach eigenen Angaben nun zeitnah eine Entscheidung treffen.

US-Präsident Donald Trump hat eine «endgültige Entscheidung» zu den Verhandlungen mit dem Iran angekündigt. Er werde sich dazu jetzt im Lagezentrum (Situation Room) treffen, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Der Situation Room ist ein Kommandoraum im Weißen Haus. Dort trifft sich ein US-Präsident traditionell mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern.

Seit Tagen wird zu einem Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran intensiv verhandelt. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump zustimmen wird. Auch eine Bestätigung der iranischen Führung stand zunächst aus.


Gewinnen Zugeständnisse durch Raketen, nicht Gespräche

TEHERAN: Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Irans Parlamentspräsident demonstriert Stärke.

Irans Parlamentspräsident hat sich trotz positiver Zeichen für eine Verhandlungslösung mit den USA misstrauisch gezeigt. «Wir vertrauen weder Garantien noch Worten. Maßgeblich sind allein die Taten», schrieb Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. Der wahre Gewinner einer Vereinbarung sei derjenige, der am Tag danach besser auf einen Krieg vorbereitet ist, fügte er hinzu. Ghalibaf schrieb, der Iran erlange Zugeständnisse nicht durch Gespräche, «sondern durch Raketen».

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

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